Aus der Serie Giftkräuter: Das Drillkraut

– Gedankensplitter, in Glosse umgeformt –

Das Drillkraut (oder: der Drill) (Anethum retundens) ist mittlerweile unumstritten eine Giftpflanze. Er darf nur in geringer Dosierung eingesetzt werden.

Wird zu viel davon genommen, führt das zu schweren Gesundheitsrisiken, vor allem das Rückgrat wird in Mitleidenschaft gezogen. Wird es dann nicht abgesetzt, treten vermehrt Hirnschäden auf.

Früher wurde es ob seiner Schärfe hoch geschätzt, es galt als wichtige Nahrungsergänzung vor allem junger Männer. Wie sich in zahllosen Feldversuchen zeigte, konnte es jedoch das Aggressionspotential der Klienten nicht senken, im Gegenteil: Unter Einfluss der Pflanze traten massenweise Tötungsdelikte auf.

So gefährlich das Kraut auch ist, bis jetzt steht es noch nicht auf der Liste der verbotenen Pflanzen.

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16 Antworten to “Aus der Serie Giftkräuter: Das Drillkraut”

  1. OneBBO Says:

    Ein paar Angaben über Verbreitungsgebiet und auch, ob es in homöopathischen Dosen hilfreich ist, würde ich mir zu diesem präzisen Artikel noch als Ergänzung wünschen.

  2. Claudia Sperlich Says:

    Manche Psychotherapeuten haben bei schweren Vergiftungserscheinungen recht gute Erfolge erzielt mit einer Kombinationstherapie aus Bettruhe, reichlichem, besonders leckerem Essen (allerdings ganz ohne Alkohol!) und Beschallung mit Mendelssohn-Bartholdys Engelterzett.

  3. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    es hat eine Weile „gedauert“ bei mir 😆
    Klasse geschrieben
    von dieser Giftpflanze möchte ich doch verschont werden.
    Dill hingegen schmeckt sehr gut im Kartoffelsalat…
    schmunzelnde Grüße
    Erika 😉

  4. freiedenkerin Says:

    Hervorragend!!! Bravo!!! Ob unser Herr Bundesgrüß Gauck auch von der Gefahr dieses Kräutleins weiß?… Vielleicht hofft er ja darauf, dass dies ein probates Mittelchen gegen die von ihm angeprangerte Glückssüchtigkeit sein könnte…

  5. bee Says:

    Ich bin bestimmt kein Freund der harten Hand. In der Kindererziehung schon drei Mal nicht. Aber,
    Und jetzt kommt mein ganz großes ABA:
    Drill, jeder Drill, soll Menschen befähigen in extremen körperlichen und geistigen Stress-Situationen, die eigenen Ängste zu ignorieren und ihn so befähigen das Richtige zu tun. Daher Schätze ich in manchen Fällen die Schleifer.
    Ich hatte mal einen Ausbilder, der sich mir und den anderen im Team ungefähr mit diesen Worten vorstellte:
    Ich werde mich bei Ihnen in den nächsten Monaten mehr als nur unbeliebt machen. Ich werde gerne und oft laut werden und ihnen damit so richtig auf die Nerven gehen, versprochen. Doch wenn Sie das, was ich ihnen hier auf diese Art vermittele, anwenden müssen, dann werden Sie mich noch nach 20 Jahren die richtigen Anweisungen brüllen hören, das verspreche ich auch.
    Der Typ war die Pest und der beste Lehrer, den ich je hatte.
    Bei dieser Ausbildung ging es nicht um Weltbewegendes, aber ich habe etwas gelernt, nämlich, dass Aufgaben, die unter hohem Stress bewältigt werden müssen, am Besten unter künstlich erzeugtem Stress geübt werden können.
    Und das trifft eben nicht nur auf Nato-Draht-nahe Berufszweige zu.
    Sicher Drill ist nervig. Die ewig gleichen Kommunikationsketten, Bewegungsabläufe und dann auch noch ein Typ daneben, der jede auch noch so winzige Abweichung vom Ideal lauthals bemängelt, einem mit völlig leerem Akku nochmal alles „durchmachen“ und einen ständig an der Leistungsgrenze schrammen lässt, aber die Welt steht nun mal nicht still, nur weil jemand nicht ausgeschlafen ist und große und kleine Katastrophen warten nicht bis die wir alle gefrühstückt haben.
    Und merkwürdigerweise akzeptieren viele von uns einen Drill-Sergeant ganz freiwillig in ihrem Leben und finden ihn noch ganz doll… beim Sport z.B. wenn die Vorturnerin der Fitness-Klasse zuruft: Da könnt ihr besser! Oder: Zum Schluss noch mal so richtig an die Grenze! …. dann ist das voll in Ordnung.
    Warum hat Drill eigentlich nur noch bei der Bekämpfung von Speckröllekes Ansehen?

    • theomix Says:

      Danke für den Erfahrungsbericht.
      Ich kann Drill nichts Positives abgewinnen. Deshalb habe ich auch noch Speckröllekes. 😉
      Es schadet nicht, wenn einer viel verlangt. Aber ich lehne es ab, wenn mich deshalb einer anbrüllt.
      Woran ich merke: Erfahrungen sind nicht austauschbar.

  6. pixelspielerei Says:

    Ha! Entdeckt und für gut befunden! Also … die Ausführungen, nicht die Ausuferungen der Wirksamkeit.

    Tja, in dem Fall gibt es wohl keine homöopathischen Dosen, hm?!

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