Persönliche Notiz

Mutter

Mutter (Photo credit: Wikipedia)

Wenn meine Mutter Gelegenheit gehabt hätte, 88 Jahre alt zu werden, dann hätte sie gemerkt: Ihren Wunsch, nicht so zu werden wie mein Vater, den sie mir gegenüber vor fast dreißig Jahre aussprach, konnte ich nicht erfüllen. Ich sehe meine Passfotos und denke, bestimmte Partien sind ähnlich.

Sie hat es nicht auf das Gesicht bezogen. Ihr kann das ja nun auch egal sein. Mir ist es ja auch nur eine kurze Notiz wert.

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19 Antworten to “Persönliche Notiz”

  1. OneBBO Says:

    Besser so, also langsam an die Ähnlichkeit heranzuwachsen. Ich sah schon als Kind meinem Vater ähnlich, und da ich nicht das beste Verhältnis zu ihm hatte, war das auch kein Segen. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden – einmal Kürbis, immer Kürbis…. aber unter der Schale können dennoch andere Uhren ticken 🙂

    • theomix Says:

      So wird es sein.
      Manche Ähnlichkeiten werden auch aninterpretiert. Und äußerliche wachsen nicht nahc innen.

      • mialieh Says:

        Dazu fällt mir folgende Szene ein: Meine Mutter ging mal mit ihrem zweiten Mann und meinem Bruder (aus ihrer ersten Ehe) und den Kindern des Mannes spazieren. Da kam eine Familie entgegen, die sagte: „Guck mal. Die beiden Jungs sind ganz der Vater, das kleine Mädchen (=meine Stiefschwester) ganz die Mutter.“

  2. mialieh Says:

    Das ist aber auch eine komische Botschaft einer Mutter an ihren Sohn. Ich könnte mir nur vorstellen, so etwas zu meinen Kindern zu sagen, wenn ich meinen Mann für irgend etwas verachten würde.

  3. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    danke für diese persönliche Notiz. Ich musste etwas schmunzeln , es hat mich an eine Aussage erinnert von meiner Mutter… und von mir …
    liebe Grüße
    Erika

    • theomix Says:

      Liebe Erika,
      ja die Mütter. Werden sie zu Über-Müttern, hat man leicht die Mütter über…
      Also aufgepasst…
      Herzlichen Gruß, Jörg

  4. Werner Says:

    Schon Goethe wusste, dass in uns so manches steckt, was vor uns da war:

    „Vom Vater hab ich die Statur,
    des Lebens ernstes Führen,
    vom Mütterlein die Frohnatur
    und Lust zu fabulieren.
    Urahnherr war der Schönsten hold,
    das spukt so hin und wieder,
    Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
    das zuckt wohl durch die Glieder.
    Sind nun die Elemente nicht
    aus dem Komplex zu trennen,
    was ist dann an dem ganzen Wicht
    Original zu nennen.“

    (J. W. v. Goethe)

  5. Rika Says:

    Manchmal stehe ich vor dem Spiegel und denke: „Ich sehe aus wie meine Mutter!“
    und dann muss ich mir ganz viel Mühe geben, das nicht laut zu sagen. Es war nämlich der Standardspruch meiner Mutter … und irgendwann hatte ich keine Lust mehr an dieser Feststellung 😉 !

  6. minibares Says:

    Keine Ahnung, wem ich ähnlich bin.
    Habe meine Eltern beide geliebt. Also wäre es mir echt egal, mit wem ich Ähnlichkeit haben könnte.

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