Zarte Hälmchen

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
„Er kam, er kam ja immer noch“
Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuss auf Schuss;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt; „Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.“

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

Theodor Fontane

Das musste jetzt mal sein. Hälmchenweise kommt er…

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6 Antworten to “Zarte Hälmchen”

  1. minibares Says:

    Heute war es wieder richtig kalt, morgens musste ein Nachbar die Autoscheiben freikratzen.
    Aber es kommt langsam, das ist wahr. Noch ganz vorsichtig.

    Ich gebe die Hoffnung nicht auf, lach.

  2. Babbeldieübermama Says:

    Ein tolles Gedicht, passt wie die Faust auf’s Auge.
    Nur warum lese ich ständig statt „Hälmchen“ „Hähnchen“? *grübel*
    Hat es etwas mit der Wärme zu tun oder habe ich einfach nur Dauerhunger? ;).

    • theomix Says:

      Ja, deine Frage kann ich dir auch nicht beantworten. Ein Indiz für Hunger wäre, wenn du Frühlingsrolle statt Frühling gelesen hättest. 🙂

  3. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    danke für das schöne Gedicht
    🙂
    liebe Grüße aus der Frühlingssonne
    Erika

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