Integlaubwürdivorbild 2

Eigentlich wollte ich das Thema umschiffen, aber nun betrachte ich die Wörter Integrität, Glaubwürdigkeit und Vorbild.

Heute zur Glaubwürdigkeit.

Mir wurde bei Ordination und Einführung in die Pfarrstelle auf erlegt, dass mein Zeugnis glaubwürdig sei. Zum Glück nicht meiner Person, sondern meinem Zeugnis. Soll es davor bewahren, die Person zu überfordern und zu überhöhen. Wer ist schon „würdig“ für den „Glauben“ an…? Jemand mit „messianischem Selbstbewusstsein“ vielleicht.

Und gibt es nicht ein Überfordern in eine andere Richtung? Niemand kann eine Person so gut kennen, um ihre Glaubwürdigkeit angemessen beurteilen zu können.

Interessant finde ich: Ist Glaubwürdigkeit ein Wert, den nur andere von außen bemessen können? Welche Faktoren machen es mir möglich,  ich selbst als glaubwürdig zu sehen?

Es kann ja nicht nur von außen passieren, denn sonst zerreiben einen die unterschiedlichsten Ansprüche. Die passen nicht alle unter einen Hut.

Für mich selbst denke ich: Man kann tun, was man will „gepfiffen wird immer“, hat Ernst Lange über den Pfarrberuf geschrieben. Bleibt vielleicht nur, selbst darauf zu pfeifen, den als richtig erkannten Weg zu gehen und dabei, wenn es geht, frohgemut zu bleiben, sich, sein Gewissen und seine Motivation dann und wann zu überprüfen.

Besseres in petto, werter Leser? Andere Vorschläge, verehrte Leserin?

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15 Antworten to “Integlaubwürdivorbild 2”

  1. Claudia Sperlich Says:

    Ob jemand glaubwürdig ist, läßt sich meist erst hinterher sagen.
    Berühmtes Beispiel: Semmelweis galt mit seiner Behauptung, Kindbettfieber werde durch unvorsichtige Ärzte und mangelnde Hygiene verursacht, als Spinner. Nach seinem Tod wurde bewiesen, daß er recht hatte.
    Alltägliches Beispiel: Betrüger haben deshalb Erfolg, weil sie so seriös wirken. So glaubwürdig. Der Beweis des Gegenteils kommt sehr oft zu spät.
    Natürlich kann ich die Glaubwürdigkeit eines Menschen zum Teil schon beurteilen. Wenn ein Mensch z.B. für soziale Projekte wirbt und Geld spendet, zugleich aber seine Mitarbeiter schlecht behandelt und ein Haustyrann ist, dann ist er unglaubwürdig. Wenn ein Mensch in einer „Maßnahme“, die der Archivierung von Texten für die Uni dienen soll, seinen privaten Schreibkram erledigen läßt, ebenso. (Letzteres Beispiel ist nicht ausgedacht.)
    Glaubwürdigkeit ist zum einen logische Stringenz, zum anderen die Übereinstimmung von Reden und Handeln. Nun wird leider oft über Glaubwürdigkeit geurteilt von Leuten, die die Sache gar nicht beurteilen können und aufgrund von Gerüchten.

  2. Hase Says:

    Lieber Jörg,

    danke für Deinen ausführlichen fortführenden Beitrag. Ich hab auch mal gegugelt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Glaubw%C3%BCrdigkeit

    nachdenkliche Grüße
    Erika

    • theomix Says:

      Liebe Erika, die vielen Bereiche, erschlagend. Ich bleib bei meinen Leisten…
      Herzlich, Jörg

      • Hase Says:

        „erschlagen“ wollte ich Dich damit aber nicht, mir ist das auch zuviel….. vielleicht ein Zeichen, dass es mit der Glaubwürdigkeit gar nicht so eindeutig ist , wie es anfangs scheint….
        liebe Grüße
        Erika

        • theomix Says:

          Das warst nicht du, das war Wikipedia.
          Und vielleicht meint ja doch „glaubwürdig“ = „würd ich glauben“… 😉

  3. Interplanetar Says:

    Auf Treu und Glaube ist anderes wie Glaube an Glaube, ohne Rechts-, Versicherungsschutz lehren. Gefühle entstehen erstrangig mit Nahrung, Stoffwechsel, Hormone Wärmestrom,… Fremd-,Autosugestion, Manipulation Virtuelle Gefühlsmessung ist das absurdeste, was manche Leute, die Kuscheldeffizite haben, sich einbilden. Mit autosugestiver Vorbehandlung, kannst du erwartete Fragen so beantworten, dass es mit Hirnstrommessung übereinstimmt. Deshalb wird dieses Hilfsmittel in der Jurisprudenz nicht genutzt. Davon abgesehen sind anonyme, pseudonomye Werke, nicht greifbare übernatürliche Person, alternativ Leute mit überschrittener Totenwürde, von vorneherein ohne Persönlichkeitsrecht, irrelevant für Annahme-, Tatsachenvermutung.

    • theomix Says:

      Ihr Text: 747 Zeichen, 87 Wörter
      Bullshit-Index :0.51
      Ihr Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist – und wenn ja: wer soll das verstehen?

      Laut http://www.blablameter.de/index.php

      • Wolfram Says:

        😀 😀 😀

      • Frau Momo Says:

        Den blablameter muß ich mir merken:-)

        Ansonsten, glaubwürdig finde ich jemanden, der bei sich bleibt. Das hat nichts mit meiner eigenen Meinung zu tun. Es gibt sogar CDU-Politiker, die ich für glaubwürdig halte 🙂

        • theomix Says:

          Blablameter ist gut, und da gab es noch was anderes, bring ich mal als Beitrag.
          wer bei sich bleibt, strahlt nichts aus. Nehm ich es in der Richtung: „Schuster bleib bei deinen Leisten“, dann stimmt es…

        • Frau Momo Says:

          hhhmmmm… da muß ich mal drauf rumdenken. Das habe ich bisher immer anders gesehen……

      • Interplanetar Says:

        Jurisprudenz unterscheidet glaubwürdig und glaubhaft. Qusten, Bart, Scheitel, Mokassins vom Uropa, Bummbumm in Hohlorganen, samt Übergasung, „können“ glaubwürdig, sein Besser sind mitunter wohl orthopädische Schuhe. Wichtiger sind rechtlich „glaubhafte“ Gutachten von Sachverständigen, reale Geschehenszeugen. Fehlende Urkundenpersönlichkeit §13, anonyme Pseudographen § 66, fehlend Unterschrift, fehlende notarielle, staatliche Beglaubigung, sonstige Formfehler, ergeben Rechtsunwirksamkeit. Werbung im Öffentlichen keine Dienstleistung, ist Werbegesetz und Marketinggesetz zu beachten. Nutzervertrag mit Profider (Counter, Betreiber) macht nicht zum Eigentümer, Mieter, Pächter, Inhaber, mit Sonderrechte, § 20 GG ist Grenze. Traum vom Ehrschutz für Glaube an parteiische Glaubenswissenschaft, Offenbarung ohne Patent, eidestaatliche Versicherung, ist im Öffentlichen irreal.

  4. minibares Says:

    Unsere Gemeinde wurde bzw. wird mit einer anderen zusammengelegt, wie es ja Mode geworden ist.
    Es hieß, unser Pfarrer müsse sich neu bewerben. Wir hatten echt Sorge, sie könnten uns einen andern andrehen. Aber er darf bleiben. Jippie!
    Es gab herzlichen Applaus nach Bekanngabe zum Schluss der Messe.
    Er ist also glaubwürdig. Sonst hätte wir nicht gebangt um ihn.
    Heute haben wir Jahreshauptversammlung vom Kirchenchor. Da wird er auch zugegen sein.
    Für dich kann ich nicht sprechen, dazu kenne ich dich zu wenig…

    • theomix Says:

      Applaus und Herzbewegung sind in meinen Augen zuerst Ausdruck der Sympathie. Einen sympathischen Menschen wird man eher als glaubwürdig ansehen.

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