Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 5

Jesu aber sprach zu seinen Jüngern:

Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter;
der wurde von ihm angeklagt, er würde sein Vermögen verschwenden.
Und er rief ihn zu sich und sprach zu ihm:
„Was höre ich da von dir? Leg die Abrechnung über deine Arbeit vor!
Denn du kannst nicht länger Verwalter sein“

Der Verwalter sprach bei sich selbst:
„Was soll ich tun? Denn mein Herr nimmt mir die Verwaltung ab.
Für schwere Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich.
Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen,
wenn ich der Verwaltung enthoben bin.“

Und er rief nacheinander alle zu sich, die bei seinem Herrn Schulden hatten und sprach zu dem ersten:
„Wie viel schuldest du meinem Herrn?“
Er sprach: „Hundert Fass Olivenöl.“
Und er sprach zu ihm: „Hier ist dein Schuldschein, schreib fünfzig!“
Dann fragte er einen andern: „Und du, wie viel Schulden hast du?“
Er sprach: „Hundert Sack Weizen.“
Und er sprach zu ihm: „Hier ist dein Schuldschein,  schreib achtzig.“

Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger im Umgang miteinander als die Kinder des Lichtes .

Lukas 16, 1-8

Vergleichspunkt des Gleichnisses ist der Umgang miteinander. Aber diese Pointe kommt erst am Schluss.  Bis dahin darf man sich wundern.

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9 Antworten to “Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 5”

  1. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    danke für die Erinnerung. Das Gleichnis regt in der Tat zum Nachdenken an. Der friedliche Umgang mit anderen wird einen selbst belohnen. Eigentlich hätte man anfangs das in der Tat nicht vermutet, dass der Verwalter, der sich eigentlich immer mehr verstrickt bzw. sogar betrogen hat, für seine Klugheit gelobt wird.
    Liebe nachdenkliche Grüße
    Erika

  2. sibylle2011 Says:

    Klug, ja. Aber betrogen hat er seinen Herrn ja dann auch. Auf jeden Fall interessant..

  3. Wolfram Says:

    Das Interessante ist ja, daß der Mann vorher schlicht schlecht gewirtschaftet hat, nicht aber bewußt betrogen – jedenfalls sagt die Erzählung nichts davon. Und wegen schlechter Wirtschaft wird er gefeuert wie der Trainer eines Fußballclubs, dessen Jungs keine Tore schießen.
    Und da erst sagt er, so, nun steck ich die Hand mal tief in die Kasse und sorge dafür, daß ich bei ein paar Leuten ein Steinchen im Brett krieg. Das macht für den Chef den Kohl nicht mehr fett, meine Lage aber kann sich nur noch verbessern.

    Meine Bibelstundentruppe hats so interpretiert, daß Geld kein Selbstzweck ist, aber auch nix Heiliges, und daß es uns durchaus anempfohlen ist, freundlich zu sein mit Leuten, die eigentlich nix mit dem Glauben am Hut haben. Da kann man auch mal den Hut ziehen vorm Bürgermeister, das kann ja später mal nutzen…
    „gebt Gott, was Gottes ist“ ist eben ein anderes Niveau.

  4. Babbeldieübermama Says:

    Das hab sogar ich verstanden. 😉

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