Auf Ihr Wohl, Herr Kardinal!

Eine gute Freundin aus der Eifel hat uns die wunderbare Welt des Nikolaus von Kues erschlossen.  So war ich vor einigen Jahren in seinem Geburtshaus. Man kriegt dort einen guten Eindruck über sein Leben und Werk.

Image via Wikipedia from a painting by Meister des Marienlebens, located in the hospital at Kues (Germany)

Cusanus, bereits Kardinal in Rom, hat 1458 eine Stiftung gegründet, die in seinem Heimatort Kues ein Armenhospital betrieb. Die dazugehörige Kapelle wurde seinem Namenspatron geweiht. Er verfügte, dass sein Herz in der Kapelle bestattet werden sollte. Und seine Bibliothek sollte im Stift aufbewahrt werden. So geschah es.

553 Jahre später: Die ganze Anlage besteht noch, das Stift ist jetzt ein Altenheim und wird also immer noch im Sinne des Stiftungsgründers genutzt.

Was ich erst vor kurzem erfahren habe: Um es wirtschaftlich abzusichern, erhielt die Stiftung auch Weinberge. Auch diese existieren noch, sind mittlerweile ans DRK-Sozialwerk Bernkastel-Wittlich verpachtet und bringen wunderbare Weine hervor. Das ergab sich aus der „Stiftung“ einiger Kostproben genannter Freundin.

Dafür noch einmal herzlichen Dank! Und Prosit auf Herz und Seele von Nicolaus Cusanus!

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18 Antworten to “Auf Ihr Wohl, Herr Kardinal!”

  1. Claudia Sperlich Says:

    Dank für die Erinnerung an diesen klugen Menschen.
    Die Bibliothek ist auch so ein Ort, an den ich gerne mal reisen möchte.

  2. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    danke für den informativen Beitrag mit den links. Das liest sich alles gut und klingt feucht fröhlich. Dann mal Prosit auch von mir auf das Wohl des Herrn Kardinal !
    einen guten Wochenstart
    liebe Grüße
    Erika

    • theomix Says:

      Liebe Erika,
      Rhoihessische Tröpfsche sind ja auch nicht zu verachten. Aber diese Kombination ist schwer zu übertreffen, der Mann, die Stiftung und dann noch der Wein. 🙂
      Herzlichen Gruß, Jörg

      • Hase Says:

        😉 danke, ja diese Kombination ist nicht zu übertreffen, keinen Zweifel.

        In der Tat :“Rhoihessische Tröpfsche“ sind nicht zu verachten, schließlich sind wir auch stolz auf unsere Weinköniginnen, die „Deutsche Weinkönigin“ stammt dieses Jahr aus unserer Verbandsgemeinde , auch die „Rheinhessische Weinkönigin“ ist in unserem Ort zu Hause. Das ist doch auch was…..
        lieben Gruß
        Erika

  3. Werner Says:

    Hier sind einige Gewölbeschlusssteine aus dem Kreuzgang, bzw. aus der Bibliothek im Cusanusstift:
    http://flic.kr/s/aHsjy5ZMPx
    (Ein Besuch lohnt sich, nicht nur wegen des Weines!)

  4. Werner Says:

    Auch dieser link
    http://www.ilf-mainz.de/public/NIKOL/14_Anhang_72.pdf
    bietet interessantes zu Nikolaus von Kues und zu seinem Denken.
    ab S. 236 findet ihr die Stiftungsurkunde von 1458.

    Und ab S 244 eine Beschreibung des Kugel-Spiels des Nikolaus von Kues „Globulus Cusani“.

    (Und wer mal an die Mosel nach Bernkastel-Kues kommt, kann das Spiel im Cusanus-Geburtshaus auch ausprobieren.)

    spielerische Grüße

    Werner

  5. ig Says:

    Lieber Jörg,
    Danke fürs Lob und die viel versprechenden Aussichten auf einen erneuten Besuch hier. ….ja und ich sorge dann gerne für den Wein oder den Saft und vielleicht ein Picknick in an der Mose? Ganz der Nähe vom Spital, also noch auf Kueser Seite, gibt’s bestes italienisches Eis. Der Kardinal hätte sicherlich nichts dagegen! Immerhin hat er verfügt, dass die Nutznießer der Stiftung, die kostenlos ver/gepflegt werden, auch einen Nachtisch bekommen sollen, wenn das Geld ausreicht. Auf jeden Fall lohnt ein Besuch. Und wie sagtest Du so treffend: wenn man mehr auf Cusanus gehört hätte, wäre die Reformation vielleicht nicht nötig gewesen. …

    Im Kreuzgang des Spitals sind auch Riesengemälde über die „Sieben Werke der Barmherzigkeit“ zu bestaunen.

    Wie wär’s dann mit einem wanderhaften Abstecher über den Berg (am „Graacher Himmelreich“ vorbei) nach Traben-Trarbach ins Ikonen-Museum http://www.haus-der-ikonen.de/index.html?

    Freue mich schon, auch auf die Bloggerei danach.

    Grüße aus der erfüllten Ökumenischen Bibelwoche hier bei uns.

    I.

    • theomix Says:

      Liebe I.,
      gerne doch, wenn einem die Erinnerung mit leckeren Tröpfchen sanft umspielt wird.

      TraTra wäre ein lohnendes Ziel, für mich eher der Ort als das Museum, aber man würde sehen…

      Und der Schlusssatz: Gut, dass es wieder gelungen ist!
      Liebe Grüße, Jörg

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