Schluck Espresso am Rande

Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch ein anderes Geschöpf uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn!
Römer 8, 38-39

Dieser zweite Espressoschluck des heutigen Tages ist passend zum Jahresende gewählt, es ist aus einer der Lesungen zum Gottesdienst an Silvester (“Altjahrsabend”, wie der liturgische Kalender – und niemand sonst – sagt).

Für mich ist dieser Text wie ein Zufluchtsort für meinen Glauben. Je weniger sicher ich reden kann, um so wichtiger ist es mir, hier den Ausgangspunkt zu haben: Nicht ich halte, ich werde gehalten. Die Liebe Gottes ist da, fängt mich auf wie ein Netz. Und es gibt Lebenslagen, da braucht es etwas, was mich auffängt. Die Liebe Gottes könnte es sein.

Das nur so am Rande…

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4 Antworten to “Schluck Espresso am Rande”

  1. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    vielen herzlichen Dank für diesen zweiten Schluck Espresso, der sehr gut tut.
    „Die Liebe Gottes ist da, fängt mich auf wie ein Netz. Und es gibt Lebenslagen, da braucht es etwas, was mich auffängt. Die Liebe Gottes könnte es sein.“
    Ich durfte dies schon erfahren in meinem Leben, dafür bin ich sehr sehr dankbar. Ich wünsche Dir , lieber Jörg, dassDu stets gehalten und aufgefangen wirst von der Liebe Gottes.
    DANKE für diesen wunderschönen Beitrag .
    Herzliche Grüße
    Erika

    • theomix Says:

      Liebe Erika,
      ich meine, fast gibt es nichts Wesentlicheres als diesen Gedanken. Fast -weil man sich auch da nie sicher sein kann. Danke.
      Gute Wünsche! Herzlich, Jörg

  2. Jary Says:

    Vielen Dank! Ich mag diese Stelle auch sehr. Wahrscheinlich wünschen wir Menschen uns doch alle, gehalten zu werden – egal ob wir nun an Gott glauben oder nicht. (Habe ich schon einmal erwähnt, dass „Herbst“ von Rilke mein Lieblingsgedicht ist? Wenn nicht, dann habe ich es jetzt…)

    Dein Satz „Die Liebe Gottes ist da, fängt mich auf wie ein Netz“ hat mich außerdem daran erinnert, dass der Laotse-Spruch, den ich als Motto für meinen Blog gewählt habe – „Das Netz des Himmels ist unermesslich, doch jede seiner Maschen ist fein“ -, zwar ähnlich klingt, aber etwas völlig anderes bedeutet: eher in Richtung „Du kannst Deinem Schicksal nicht entfliehen“. Dabei glaube ich nicht einmal an das Schicksal – eher an das, was ich heute gelesen habe: „Having faith in God did not mean sitting back and doing nothing. It meant believing that you would find success if you did your best honestly and energetically“ (Ken Follett: The Pillars of the Earth, p. 458). „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott“, aber vielleicht etwas besser ausgedrückt, was den Hauptsatz des Spruchs betrifft.

    • theomix Says:

      Da sag ich lieber „teneo quia teneor“ 🙂 Und das erkenne ich oft genug erst im Rückspiegel, manchmal noch nicht einmal auf Hinweistafeln. 😉
      Wahrscheinlich ist das Gehaltenwerden eine Urerfahrung, der wir ein Leben lang hinterherlaufen. Kann gut sein.

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