Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 4

Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und wem sind sie gleich? Sie sind Kindern gleich, die am Markte sitzen und einander zurufen und sprechen: „Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt! Wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint!“
Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der aß kein Brot und trank keinen Wein; da sagt ihr: Er hat einen Dämon! Des Menschen Sohn ist gekommen, der isst und trinkt; da sagt ihr: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, Freund der Zöllner und Sünder!
Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden.
Lukas 7, 31-35

Wer sich einmal ehrenamtlich exponiert hat, vielleicht sogar verantwortlich, kennt das:  Die Zuschauer auf der Tribüne pfeifen, egal was passiert. Man kann es eben niemandem recht machen.

Schon vor über 1.900 Jahren hat man das gekannt? Motzen als menschliche Grundkonstante? Erstaunlich.

Das steht für mich auch in diesem kleinen Text, der gerne vernachlässigt wird. Er ist nur bei Lukas und sonst nirgends.

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20 Antworten to “Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 4”

  1. Mialieh Says:

    Das passt zu dem, was mir heute und morgen bevorsteht: meckernde Gemüter unter einem Hut bringen!

    • theomix Says:

      Und der Beitrag/ das Zitat ermutigen nicht gerade. Oder geben ein realistisches Maß…

      • mialieh Says:

        Andererseits: wenn es nicht die Hoffnung gäbe, Leute von ewiger Meckerei abzubringen, dann stände das nicht bereits in Lukas‘ Evagelium. Manchmal genügt ja auch ein Apell oder man hält den Leuten – wie der Evagele – einen Spiegel vor. Ich habe da Mut. Wenn es gelingt, etwas anderes als das Meckern anzubieten, dann gibt es auch die Möglichkeit, etwas dran zu verändern.

        • theomix Says:

          Spiegel vorhalten und davon ausgehen, dass der Mensch zur Änderung fähig ist – davon gehen wohl alle biblischen Autoren aus. Eigentlich jeder Mensch, der schreibt:, dass eigene Worte etwas auslösen.

  2. Wolfram Says:

    Freitag ist Gemeinderat. Ob ich…
    nein, das geht dann doch nicht.

  3. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    danke für Deinen Beitrag. Ja, erstaunlich ist das wirklich. Gut , dass Du diese Bibelstelle herausgesucht hast. Man kann es nicht immer allen recht machen ……
    einen schönen Tag
    liebe Grüße
    Erika

  4. Werner Says:

    Am Sonntag waren hier Pfarrgemeinderatswahlen. Ich habe nicht mehr kandidiert (allerdings aus anderen Gründen).
    Es wirede demnächst wahrscheinlich einTreffen der alten und neuen Mitglieder geben. Vielleicht sollte ich den neuen diese Bibelstelle mitgeben?

    • theomix Says:

      Mach das. Es ist gut zu wissen, dass Jesus bereist etwas dazu zu sagen wusste. Und dass die Pointe im Blick auf die Kinder liegt…

  5. sweetkoffie Says:

    Ja, Theomix, so ist das mit den Menschen und so wird das auch bleiben.
    Es sind och immer dieselben, die motzen und meckern, aber selber nicht im Stande sind mal was zu tun.

    Nehmen wir es also als gegeben hin und lassen uns nicht von der meckernden Meute entmutigen, weiterhin das zu tun, von dem wir denken, dass wir es tun sollten.

    Sehen wir es ihnen nach, sie können nicht anders.
    LG
    Sk

    • theomix Says:

      Oh, sie können wohl anders. Aber damit die gute Sache weitergeht, ist es gut sie einfach zurückzulassen und fortzuschreiten…

  6. Claudia Sperlich Says:

    Oder so:
    Denn einer ist in der Gemeinde, der geht eigentlich nur immer brav zur Kirche und besucht jeden Gottesdienst, ohne irgendetwas Besonderes in der Gemeinde zu leisten; da sagt ihr: Er ist ein Schlaffi mit reiner Konsumentenhaltung, eigentlich ein Langweiler! Eine andere ist gekommen, die macht Vorschläge und bringt sich ein; da sagt ihr: Ständig will die im Mittelpunkt stehen, und dann hat sie so komische Ansichten!

    • theomix Says:

      Eine sehr gute Übertragung! Und durch wen wird hier die Weisheit gerechtfertigt?

      • Claudia Sperlich Says:

        Wohl durch beide: Durch den als Schlaffi verschrieenen, der der Kirche einfach die Treue hält durch viele Jahrzehnte hindurch ebenso wie durch die mit den komischen Ansichten, die sich müht, frischen Wind in die Kirche zu bringen.
        Und beide mögen die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben, aber doch ab und zu mit ihr salzen.
        Nur sicher geschieht die Rechtfertigung nicht durch die Nörgler.

  7. Ruthie Says:

    Tja, so sind sie halt, die Menschen. Früher wie heute…

    • theomix Says:

      Ich stimme dir zu.
      Irgendwie…
      „Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden.“
      Irgendwie gibt es ein „doch“.
      Da bleibt noch ein Restrisiko Auflösung…

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