Kirchentag: Alles in allem

Ich war gerne dabei. Es war ein sehr guter Kirchentag.

Justus hat als ersten Kommentar zum ersten Beitrag nach  „Inhalte(n) und Veranstaltungen“ gefragt. Veranstaltungen zähle ich nicht die Masse auf. Ich bin ja nun ein alter Kirchentagshase (mal zusammenzählen: 79, 81, 83, 85, 93, 01[einen Tag], 03, 05, 07, 10, 11 plus Katholikentag 2006). Ich habe mir schon in den Achtzigern abgewöhnt, nur auf große Namen zu setzen. Und seit meinem ersten weiß ich: es gibt nicht „den“ Kirchentag. Erst recht nicht den, den die Medien zeigen. „Mein“ Kirchentag war wunderbar.

Dieses Mal war gar kein Vortrag dabei, und die Bibelarbeiten habe ich auch nur gestreift.

Mich begeistert bei jedem Kirchentag die Vielfalt. Vielfalt bis zum Ausfransen, bis zum Vorwurf, es wäre da alles nur beliebig. Aber wenn ich die vielen Angebote sehe und dann zusammenzähle: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Gott, die Ganzheit, ist größer als die Summe unterschiedlicher Vorstellungen und Angebote. Die Vielfalt zeigt für mich auch einen Reichtum an: wie viele Wege möglich sind, wie viele Inspirationen es gibt.  Gegensätze sind  nicht zu leugnen, ich habe zu vielen Fragen meinen festen Standpunkt. Aber ich komme und sehe und bin bereichert. Der Geist ist da und wirkt. Alle und alles zusammen der Leib Christi.

Ich bin auf diesen Videoclip gestoßen, mit dem Titelsong. Ich habe ihn auf „meinem“ Kirchentag gar nicht gehört. ( Ich finde den Text nicht allzu dolle, aber ich war froh, dass nicht schon wieder die Wise Guys ein Thema dideldumzingeln.)  Die Bilder zeigen mir noch einmal diesen bunten Kirchentag in dieser schönen Stadt. So, wie schließlich die Sonne die Haut wärmen konnte (manchmal auch sehr reichlich), so ist die Seele auch erwärmt von dannen gezogen.

Schlagwörter: , , , , ,

10 Antworten to “Kirchentag: Alles in allem”

  1. Claudia Sperlich Says:

    Schöne Eindrücke – auch auf dem Video. Zu meinen Favoriten gehört das T-Shirt mit der Aufschrift „… und da wird dein Hirn sein!“ (1:28)
    Dank für die Berichte über diese Veranstaltung. Der Kirchentag in Berlin 1989 ist mir unvergeßlich – und doch habe ich seither keinen besucht. Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr zum Katholikentag nach Mannheim. Oder übernächstes zum Evangelischen Kirchentag nach Hamburg. Oder 2017 zum Ökumenischen Kirchentag…

  2. Frau Momo Says:

    Je mehr ich hier lese, desto mehr freue ich mich auf Hamburg in zwei Jahren.
    Einen Katholikentag hab ich auch mal als Gast mit erlebt, weil ich zwei Schlafplätze zur Verfügung gestellt hatte und viel Spaß hatte mit zwei netten Mädels aus Aachen.
    Herr Momo und ich haben schon beschlossen, auch in zwei Jahren ein paar kostenlose Schlafplätze zur Verfügung zu stellen. Auch das können ja wunderbare Begegnungen werden.
    Ich freu mich jedenfalls und danke Dir für Deine ausführlichen Berichte aus Dresden, wo wir nun leider nicht dabei sein konnten.

  3. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    vielen Dank für Deinen sehr schönen Abschlußbericht vom Kirchentag in Dresden und auch für das Video, das Erinnerungen an die schöne Stadt Dresden in mir aufleben lässt…..
    Liebe Grüße
    Erika

  4. IWe Says:

    Danke für das Teilhabenlassen an den Kirchentagseindrücken. Auch mir hat Dresden sehr gut gefallen. Ich fand, dass man gar nicht merkte, wieviele Menschen in der Stadt unterwegs sind. Es war trotz der Vielen recht entspannt. Allerdings war ich nicht auf dem Messegelände. Da kann es ganz anders gewesen sein. Ich habe auch zwei Workshops gehalten – wie auch schon auf früheren Kirchentagen – und kann aus dieser Perspektive sagen: Es war so super organisiert wie ich vorher noch keinen Kirchentag erlebt habe – sowohl im Vorfeld als auch vor Ort.

  5. Bioschokolade Says:

    Was hast du denn gegen die Wise Guys Lieder? Ich fand z.B. das Lied zum Kirchentag in Köln super spritzig. „Damit ihr Hoffnung habt“ sowieso. Besser auf alle Fälle als das Lied aus Hannover.

    Ansonsten – auch wenn ich Kirchentage als Helferin ja immer aus einer etwas anderen Perspektive wahrnehmen darf – finde ich oft das die Masse an fröhlichen Menschen die in Straßenbahnen singen, bunte Tücher tragen und allgemein sehr freundlich sind mehr den Reiz dieser Veranstaltung ausmachen als das normale Programm.

    • theomix Says:

      Ich habe die WiseGuys erst gern und später mir leid gehört. Leider war das Kölner Lied der Scheidepunkt: Supermelodie, aber wenn ich den Text nicht nur trällere, kommt er mir reichlich blubberig vor. Was für Bodo W. auch zutrifft. Vielleicht müssen Kirchentagssongs so sein? ich sag immer, „wer motzt, muss machen“. Da ich mich nicht um den Titelsong bewerben will, halte ich mich meist zu diesem Thema zurück.

      Bei deinem zweiten Absatz habe ich eine ähnliche Tendenz.

Kommentare? Gerne! (Wer nicht IP- und Mail-Adresse hinterlassen will, darf nicht kommentieren.)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: