Im Buch der Gesichter

Seit ein paar Wochen bin ich bei Facebook angemeldet. Ich habe meinen richtigen Namen genommen, meine Daten ganz ungenau angegeben. Ich verlinke ja zu meinem Blog, wer neugierig ist, findet dort alles.

Eine freundliche Anwendung bringen meine Blogbeiträge direkt nach Erscheinen an die Pinnwand. Und ich kann auch  Nachrichten, Zeitungsartikel und anderes dort anzeigen.

Einladungen zu Spielen nehme ich nicht an, ich nutze außerhalb des Netzwerks andere Möglichkeiten meine Zeit zu vergeuden.

Es ist wie bei anderen sozialen Netzwerken interessant, wer sich mit mir vernetzt. Was mir sonst nicht über das Netz gelungen ist: Ich bin auf alte Bekannte gestoßen, die ich viele Jahre (zwischen 15 und 30) nicht mitbekommen habe

Das Chatten ist eine gelungene Funktion, ich habe den Eindruck, es liefe glatter als zum Beispiel im Google-Chat oder bei Skype. Was ich jedoch von dort vermisse: Ich mag es, erst mal „unsichtbar“ zu schauen, wer gerade da ist. Bei Facebook bin ich sofort sichtbar. Ich kann natürlich auch schnell wieder aus dem Chat heraus.

Und weil es wonnig ist, chatte ich jetzt gerade statt den Bericht ordentlich weiterzuschreiben.

Geschrieben am 26.05.

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38 Antworten to “Im Buch der Gesichter”

  1. Claudia Sperlich Says:

    Eine Weile war ich auch dort – aber fand, das frißt zu viel Zeit und bringt mir zu wenig.

  2. OneBBO Says:

    Mich lockt es nie, Bekannte zu treffen, die solange aus meinem Gesichtsfeld gerutscht sind. Das dies passierte, hatte einen Grund. Offenbar waren sie mir oder ich ihnen nicht wichtig genug, um den Kontakt aufrechtzuerhalten. Ich stelle auch fest, dass aufgewärmten alten Bekannt- und Freundschaften dann eh wieder die Luft ausgeht, denn was uns vorher trennte, trennt uns wieder. In grundsätzlichen Dingen bleiben die Mensch meist dieselben.
    Gegenwart und das nach vorne locken mich mehr 🙂

    • theomix Says:

      Bei mir sind einige ohne tiefen Grund weggerutscht. Damals gab es diese Netzwerke noch nicht. Ob es sich damit hätte vermeiden lassen?
      Wo es deutliche Trennungen gab, verbindet auch heute nichts. Da hilft kein Twitter und kein Facebook.

  3. Dietmar Says:

    Fluch und Segen liegen oft und oder immer so nah beisammen. Das Thema social network hatte ich für meinen Teil bereits diese Woche sehr rigoros gelöst. Für meine „Freunde“ bleibe ich natürlich weiterhin erreichbar, über das persönliche Gespräch oder die „langsame“ Email.

  4. freidenkerin Says:

    Ich bin ehrlich gesagt nicht sehr begeistert vom Gesichtsbuch und nutze es nur sehr sporadisch…

    • theomix Says:

      Aber „networked blogs“ nutzt du ja auch, und das findi ich eine sehr nette Einrichtung.
      „Sporadisch“ – da fällt mir auf, manche meinen vielleicht, dass ich jetzt stundenlang…? Bei manchem Chat ist es schon mal länger geworden als 10 min., aber das kann mir bei skype auch passieren.

  5. fudelchen Says:

    Hmhh, habe mich dort wieder abgemeldet, das ist mir einfach zuviel 😉

    • theomix Says:

      Ich schrieb schon oben zu einem anderen Kommentar:
      Es kommt auf das Maß an. Das Zuviel empfinde ich bisher bei twitter. Und wäre bei orkut mehr los, hätte ich bei facebook gar nicht reingeschaut.

  6. Synapse Says:

    Ich war auch einmal bei FB angemeldet. Und so schnell wie dort war, war ich auch wieder weg. Meine Güte, mir war das alles zuviel. Da wurde gegruschelt und dort gekrabbelt. Das hält kein Mensch aus. Natürlich kann es auch sein, dass ich den Sinn und die Handhabung von FB noch nicht so recht verstanden habe.
    Was das Chatten betrifft, so habe ich dem komplett abgeschworen. Ich nutzte früher den Windows Live Messenger. Und das viel zu viel. Alleine schon deshalb kam es zu großen Unstimmigkeiten innerhalb der Familie. Auf meinem neuen Lappy habe ich gleich das Skype entfernt, denn das war vorinstalliert. Ich schreibe lieber meiner Gedanken in Form von Mailnachrichten und wenn es ganz eng wird, greife ich lieber zum Hörer.

    Ich möchte dir ein schönes WE wünschen. Mandy

    • theomix Says:

      Also, man kann es so nutzen wie Twitter und ständig präsent sein wollen. Die einzige Versuchung besteht für mich im Chat.
      So etwas richtet sich nach persönlichem Bedarf, du hast die rictige Konsequenz gezogen. Ich habe zB ein paar Mal über Twitter meditiert und das wäre für mich so, wie du FB beschreibst: Schreckliches Gewusel.
      Wünsche sind angekommen, Danke! Und gerne erwidert!

  7. klanggebet Says:

    so, nach all dem anti hier in den kommentaren von wegen zuviel zeit, zuwenig verbindendes, trennendes trennt auch im gesichtsbuch und so weiter :): ich nutze FB gerne und es hat mir auf vielerlei weisen grosse freude gemacht. erstens habe ich da in der tat menschen gefunden die sonst nicht auffindbar waren, zweitens hat es die leserschaft meines blogs signifikant erweitert – und nicht nur die….die share funktion kann eben auch grosser segen sein… drittens sind aus lesern darüber hinaus sehr geschätzte gesprächspartner geworden, viertens habe ich durch FB einblicke ins monastische leben bekommen, die mir auf anderem wege nie zugekommen wären (erstaunlich wieviele nonnen und mönche regen gesprächsaustausch auf fb suchen und pflegen!! das ist ein echtes geschenk!) und fünftens kann ich, wenn ich keine lust auf fb haben, ja einfach im browser mal fb nicht aufrufen 😉 schliesslich besteht ja keine pflicht zum täglichen fb-gebrauch.

    man kann das was man anfasst immer zu scheisse oder gold machen. und so ist es eben auch mit facebook. 🙂 hab mich ausserdem gefreut, auch dich dort zu treffen.

    liebe grüsse und ein schönes wochenende wünsche ich dir!

    giannina

    • theomix Says:

      Danke für das eindeutige Votum. Ich hatte schon vermutet, die echten Facebooker kommen vor lauter Chatten nicht zum Kommentieren. 🙂 Also, Giannina, immerhin bist du eine, die den Sprung geschafft hat 😉
      JA, wie sagte weiland Peter Lustig: „Nicht vergessen: ausschalten!“ Das geht.

  8. Babbeldieübermama Says:

    So sehr ich vor einiger Zeit noch gegen FB war, so gerne nutze ich es heute.
    Ich kann, obwohl ich ans Haus gebunden bin, mich mit Menschen auf der ganzen Welt unterhalten. Nachts wenn alles schläft, ich aus Rücksichtnahme auf meine Umwelt den Fernseher nicht auf volle Lautstärke stellen kann, mich ablenken möchte, Spiele machen. Sicher, sie erfordern kein großes Denken, aber sie lenken ab.

  9. klanggebet Says:

    lieber jörg, das chatfenster lasse ich immer offline 😉 das liegt aber daran dass mir chatten einfach nicht besonders liegt, so als kommunikationsform 🙂 (ausserdem kommen da die meisten FB-würmer her :))

    • theomix Says:

      Ganz im Ernst ist Chatten natürlich Geschmackssache. Mails öffnen ist genauso gefährlich wie Chatten: Wenn ich nicht aufmerksam bin und meine, Bekannte schicken mir Mails auf Englisch und ich klicke dann blind Links an – ja, nun, hoffentlich ist der Virenschutz gut.

      • klanggebet Says:

        ja lieber jörg, aber weisst du, die meisten fb-würmer und dergleichen werden von der klassischen antivirensoftware gar nicht erkannt. das ist ja das problem. ich kann dir davon auch ein liedchen singen, weil ich grad vor 2 wochen fast format c hätte machen müssen, denn der rechner war platt!! deswegen ist es immer gut (und für mich jetzt standard) wenn man noch software auf dem rechner hat die auf trojaner und keylogger spezialisiert ist. und dann regelmässig scannt. wie gesagt ich bin nie im chat und in der regel hab ich auch das gehirn nicht auf meldungen wie „bin laden tot in spree treibend entdeckt – klick hier um seine leiche zu sehen“ zu klicken. aber irgendwas hat mich halt doch erwischt….
        man darf halt nur mit ganzkörperkondom in fb rein :))))
        liebe grüsse und einen schönen sonntag dir
        giannina

        • theomix Says:

          O, so eine Erfahrung stand dahinter. Nun gut oder eher: nun schlecht. Und ich nehm es mal als Warnung.

  10. Pauladieerste Says:

    Ooooh, mein Thema. 😀 Die bösen, bösen Netzwerke. 😉
    Ich bin ja so ziemlich „überall“ zu finden, was aber auch -wie sich gezeigt hat- nötig war, um zu finden, wen ich gesucht habe. Oder zumindest viel Zeit, Nerven und Geld bei der Suche gekostet hat.
    Pappnasen, mit denen ich schon vor Facebook und Co nix zu tun hatte (oder bei denen es gute Gründe gab, daß der Kontakt abbrach) kommen niemals nie nicht in meine „Freundes“liste. Ganz einfache Sache.
    Zum chatten nutze ich allerdings andere Möglichkeiten. Bei Facebook ist der Chat dauerhaft aus, so daß auch niemand automatisch sieht, daß ich gerade bei Facebook online bin…

  11. Frau Momo Says:

    Ich traue Facebook nicht über den Weg und bisher hat sich mir nicht erschlossen, was ich da soll. Aber ich lasse mich da gerne aufklären 🙂

    • theomix Says:

      Oben steht alles. Zu mehr nutze ich es nicht. Andere twittern. Das ist mir dann zu nervig.
      Und über den Weg trauen? Im Prinzip keinem Anbieter. Aber man muss sir dann doch nutzen.

  12. Sven Says:

    Ich fürchte, bei meiner knappen unverplanten Zeit, würde ich noch mehr vor der Kiste sitzen, und weniger Zeit im realen Leben verbrigen.
    Erste Priorität bei Freizeitüberfluss , wäre es fürmich, den aktuellen Schätzing zu Ende zu lesen.

    • theomix Says:

      Ein wichtiger Gesichtspunkt, keine Frage.
      Bin ich im Stress, geh ich nicht rein.
      ES gibt ein Leben ohne facebook, daran glaube ich ganz fest. 😉

  13. Emily Says:

    Mir ging es ebenfalls so, daß ich Menschen wiedergefunden habe, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Und auf diesem Wege sind wir wieder in Kontakt getreten. Schon spannend.

    Und einen schnellen Gruß kann man über die Chatfunktion auch immer austauschen 😉

  14. Sylvia Says:

    Mich würd daran nur das Chatten interessieren. Du bist übrigens der erste und einzige, mit dem ich jemals über Skype gechattet hab :mrgreen:

    Immerhin.
    Da hab ich nämlich versehentlich auf Verbinden gedrückt, beim Anmelden. 😀

    War aber sehr nett. Ich mag’s, wenn’s schnell ist.

    Das könnten wir wieder mal probieren.
    Sollte ich FB beitreten, bist du der erste, der es erfährt. 😎

    • theomix Says:

      O das ehrt mich…

      Ich würde dich ja gerne von der Zwitscherei zum Gesichterbuch locken.

      • Sylvia Says:

        Ich hab bei Twitter lauter Fragezeichen. Ich bin noch oder schon wieder dort wegen ein paar Kontakten, die ich gerne mag.

        Was macht man eigentlich so bei facebook außer Gesichtsbaden ? Ob ich Kontakte nach Übersee zusammenbringe, ist die Frage. Eine unechte Tante hab ich dort, nach der bin ich benannt. Aber sonst ? Naja, zwei Freude, die eine Flugschule beteiben könnte ich suchen.
        Hm.

        Ob Blogs noch ein zeitgemäßes Format sind, um soziale Kontakte zu pflegen, weiß ich auch nicht.

        Früher war das schon so, als tmp und die alte Riege noch da war. Jetzt schreibt man einen Beitrag und kaum jemand sagt was, wobei ich Null Anspruch habe, dass die Kommentare zum Beitrag passen müssen.

        Die Leserzahlen steigen zwar stetig, der Blog rutscht nach vorne, aber das ist nicht mein Ziel. Ich würd lieber tratschen.

        Ganz zu Beginn war es super, da war noch nicht mal ein Beitrag geschrieben und alle haben täglich hintereinander gepostet, was grad Sache ist. Das hat mir irgendwie am besten gefallen.

        Aber diese Zeitqualität ist nicht mehr da.

        Die meisten Twitterer sind Followersammler, der Wunsch nach Aufmerksamkeit ist groß.

        Weiß auch nicht.
        Sylvia auf facebook ? Möchtest du das ?
        Hm ?

        • theomix Says:

          Probier es aus…
          Ich finde es prima zum Tratschen. Nicht nur der Chat. Du kannst Seiten verlinken, Fotos einstellen, und andere können es kommentieren. also ideal zur Tratscherei.

          Vorsichtige Menschen geben einen erfundenen Namen an. ich hab gedacht, ich will auf alte Bekannte stoßen, ich nehme den echten.

          Bei mir ist das mit dem Eigentlichen Blog eigenartig. Die Beiträge sind ernster geworden. Das macht es mir schwerer. Früher hatte er eine bessere Ernst-Spaß-Balance. Vielelicht lag das an tmp? Der ist das einmalig…
          Und wenn sa so Fotos sind, da fällt mir meist nicht genug ein um zu kommentieren. Ich bin vermutlich „wortfixiert“.

  15. Todernster Artikel! Says:

    […] und Theomix finden, dies Weblog wird zu ernst. Das ist ja gar nicht wahr. Wir können noch ganz anders! Die Fähigkeit zum tierischen Ernste ist […]

  16. Arienna Says:

    Mich findet man im Gesichtsbuch genauso wie bei Twitter.
    Ich nutze es täglich und mir fällt es damit sehr viel leichter, mit Leuten Kontakt zu halten, die weiter weg wohnen. 😀

  17. theomix Says:

    Arienna, nach langem Päuschen ein Lebenszeichen…
    (Und noch nicht in FB befreundet?)
    Auf deinen Zweck wäre ich nicht gekommen, aber es ist etwas dran.

  18. Wieder so ein Netzwerk… « Theomix Says:

    […] habe ich auch bei FB angefangen. Gut und nützlich. (Vor allem für Mark Zuckerberg, ja, ja, ich […]

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