Ende des Blogfastens – und jetzt?

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Image by minifig via Flickr

Ostern ist gekommen, und das Fasten hat ein Ende. Auf dem Blog habe ich ja alle Kommentare in die Warteschlange gesteckt und nur unregelmäßig herausgelassen.

Was hat mein Blogfasten gebracht? Mir ging es außerordentlich gut damit. Deshalb behalte ich das zunächst bei.  Ich vermeide Stress, wenn ich die Kommentare warten lasse. Außerdem brauche ich Zeit für die nächsten zwei Wochen, weil unerwartet viel Arbeit da ist.

Die Benachrichtigungen, die auch sieben Wochen abgeschaltet waren, habe ich wieder aktiviert. Das heißt, ich kriege jetzt eine Mitteilung per Mail, wenn ein Kommentar wartet. Das erleichtert mir auch einiges.

Ein zwiespältiger Nebeneffekt: An einem Tag hatte ich viel Zeit gespart und die habe ich bei Facebook investiert. Das ist natürlich auch ein Zeitfresser erster Güte. Das war, so sagte ich mir schon beim Anmelden, nicht der Sinn des Fastens, gewonnene Zeit in einen Zeitfresser zu investieren. So bin ich dort auch zurückhaltend, aber es macht bisher noch Spaß.
Angebote zu spielen oder ähnliches lehne ich ab. Wenn mir jemand für das Bedienen von Facebook ein Gehalt gibt, bin ich natürlich sofort dabei… 😉

Man findet mich bei Facebook übrigens mit meinem richtigen Namen.

Wegen der Arbeit muss ich auch eine schöne Idee verschieben: nämlich ab und zu eine „Happy Hour“ einzurichten – also begrenzt das spontane Kommentieren zuzulassen. Aufgeschoben ist (vielleicht) nicht aufgehoben.

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31 Antworten to “Ende des Blogfastens – und jetzt?”

  1. OneBBO Says:

    Ohne dass du mich bitte missverstehst: Mir ist das völlig egal, wie du dich mit dem Bloggen fühlst. Ich sehe das aus Blogleserinnenperspektive. Blogs, auf denen ich weder locker kommentieren noch täglich oder wenigstens regelmäßig an festgelegten Tagen etwas lesen kann, verlieren sehr schnell an Faszination. Interessante Diskussionen verkommen so zu einem: „Wir sind alle soooo froh, dass es dir gut geht, lieber Jörg“.

    Das bin ich natürlich auch 😉 Aber dein Blog ist so für mich nicht mehr das, was er war.

    • theomix Says:

      Das gewisse Regelmaß der Beiträge auf diesem Blog lässt sich für mich nur dann halten, wenn ich das Maß des Kommentierens reguliere.

      Ansonsten habe ich Vor- und Nachteile abgewogen. Ein dicke Minus ist ein Verlust an Spontaneität, dessen bin ich mir bewusst. Das Plus ist, dass mir die Freude am Bloggen erhalten bleibt. Das ist für mich der größte Wert.

  2. Hase Says:

    und jetzt ???
    lieber Jörg, danke für Deinen persönlichen Bericht . Ich wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen bei Deiner Arbeit und Freude mit Deinem Blog.
    Ich schau nach wie vor gerne hier vorbei und freue mich auf Beiträge und Kommentare. Ich finde Deine Beiträge immer gut ausgewählt und in der Warteschlange kann ich auch mal geduldig ausharren 😉
    Ich finde es außerordentlich löblich, dass Du jeden Kommentar auch beantwortest. Danke …..
    Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag
    liebe Grüße, Erika 🙂

  3. Claudia Sperlich Says:

    Moderation ist für mich zwar ein bißchen umständlich, aber nachvollziehbar. Nach unschönen Erfahrungen aus verschiedenen Stänkerecken müssen bei mir Erstkommentierer warten.
    Aber auch wenn Moderation ein wenig Spontaneität nimmt, sehe ich keinen bedeutenden Verlust an Qualität. Ich lese und kommentiere weiterhin gerne hier.

  4. fudelchen Says:

    Das ist eine klare Erkenntnis und meine Kommentare habe ich jetzt nicht beantwortet, da hätte ich wohl eine ganze Nacht dran zu arbeiten, muß auch mal so gehen, denn Ostern wollte ich unterwegs sein und mich an dem schönen Wetter erfreuen und erheitern.
    Facebook lehne ich ab, habe mein Profil gelöscht und nun ist mein Postfach auch nicht mehr überfüllt.

    Herzlichst ♥ Marianne

    • theomix Says:

      Für mich sind diese Netzwerke auch nicht oben auf der Prioritätenliste.
      Und Blogpausen gibt es ja für mich schon zwangsläufig (nachts… :mrgreen: ) oder selbstgewählt, wie sonntags.

  5. mialieh Says:

    Ich sag mal so: einen Blog muss man ja nicht mit derselben Akribie betreiben, mit der man reale soziale Kontakte pflegt oder seiner Arbeit nachgeht. Andererseits: wenn wir bei Wünschdirwas wären, dann würde ich mir – rein aus Konsumentenhaltung – doch wieder viele Beiträge wünschen, auch wieder solche, die humoristisch sind (Bonebreakermäßige und Gedichte und so)… letzten Endes ist aber natürlich jeder Gestalter seines Blogs…

    • theomix Says:

      Ja, wünsche ich mir auch. Es gibt nun mal unkreative Phasen im Leben…
      Und wenn ich den Blog ins reale Leben hineinnehme, leidet die Konzentration für beide Seiten.

  6. freidenkerin Says:

    Ich denke zur Zeit auch sehr intensiv über eine Blogpause nach, oder zumindest darüber, meine Blog-Beiträge drastisch zu reduzieren… Allerdings würde es dann bei bestimmten Leutchen den Eindruck erwecken, ich würde kuschen und den Schwanz einziehen… :mrgreen:
    Es ist dein Blog, Jörg, und was immer du online stellst, auf mich als Leserin kannst du zählen…
    Liebe Grüße!

  7. Aurélie Sterntau Says:

    Ich bin der Meinung, das Bloggen sollte nicht in Stress ausarten. Jeder soll bloggen, weil er mag, weil er der Welt da draußen etwas erzählen und mitteilen möchte, nicht, weil es von den Lesern erwartet wird.

    Ich habe noch nie derartigen Druck empfunden. Wenn ich möchte, dann blogge ich und wenn mir der Nerv, ein Thema oder die Muße fehlen, dann lasse ich es und niemand beschwert sich. Zwar ist mein Blog damit vielleicht nicht so spannend wie andere, die am Tag mehrere Artikel raushauen, aber das ist mir egal, ich blogge nur für mich. Genauso halte ich es im Übrigen mit den Kommentaren. Ich muss nicht jeden einzelnen Kommentar beantworten, manche lasse ich einfach so stehen, weil es nichts zu erwidern gibt.

    Ich komme jedenfalls gern hierher und bin keineswegs enttäuscht, wenn nicht täglich ein neuer Artikel online steht.

    • theomix Says:

      Schön, wie du es beschreibst. Dein Blog ist völlig anders, und ich genieße diesen Unterschied. Ich merke, meinem Blog ist eine gewisse Leichtigkeit abhanden gekommen. Vielleicht auch mir 😯 Im Moment kann das so sein… wie angedeutet…

      • Aurélie Sterntau Says:

        Und genau diese Erkenntnis sollte nun nicht direkt zum nächsten Stress führen bei dir!

        Befreie dich von dem Druck hier irgendwem gerecht werden zu müssen. Wie du siehst, erwarten die meisten deiner Leser nichts von dir dahingehend, den Druck baust du selbst auf 😉
        Sieh mal, das hier ist quasi dein Zuhause, in dem darfst du die Regeln bestimmen, alle. Hier darfst du sein, wie du bist und wir alle sind lediglich Gäste, die dich freiwillig besuchen kommen ohne Zwang. Wer andere besucht, sollte nicht von sich auf seinen Gastgeber schließen, sondern sich dessen Gewohnheiten anpassen. Das gehört sich für mich zumindest so. Und DU der Meinung bist, DU brauchst noch mehr Pause, dann nimmst DU sie dir. Stell dir vor, damit müssen all deine Gäste leben, ob sie wollen oder nicht :mrgreen:

        • theomix Says:

          Du schreibst wirklich von deinem Hintergrund her – und er ist völlig deinem Rahmen angemessen.
          Für mich hatte mein Blogvorhaben ursprünglich etwas mit Pflicht zu tun. Oder nenn es seelische Hygiene; bei der körperlichen Variante würdest du ja auch nicht sagen: Putz dir die Zähne, wenn du Lust darauf hast.
          Natürlich ändert sich das bei mir. Nun lasse ich die werte Leserschaft an der Änderung teilhaben. Also auch Einfluss darauf nehmen. (Finde ich übrigens einen ganz feinen Zug an mir :mrgreen:) Deine Worte z. B. sind da ganz wohltuend…

        • Aurélie Sterntau Says:

          Warum Pflicht? Bezahlt man dich dafür? 😉
          Falls nicht, dann tust du das hier freiwillig, zumindest nach meinem Verständnis und ich kann mich der Dame Klanggebet nur anschließen, mach dir nicht so viele Gedanken – pausiere, wenn dir der Sinn danach steht und schreibe, wenn du den Drang verspürst, fertig!

          Hach, das Leben kann so einfach sein :mrgreen:

        • theomix Says:

          Wie bei jedem anderen Hobby auch: Wenn ich nur was mache, wenn ich Lust dazu habe, kriege ich nix gebacken. Möchte ich ein Erfolgserlebnis, muss ich was dafür tun.
          Das finde ich ganz einfach. Naheliegend. Ist sicherlich ein anderer Ansatz.

          Muss niemand übernehmen. Ich versteh nur nicht, warum es so schwierig ist, Selbstdisziplin und Pflicht mit Freiwilligkeit gedanklich zu verbinden. Soll das im Freizeitbereich nicht sein? Wer joggt, Briefmarken sammelt oder jeden Tag 5 Minuten meditiert, hat es auch mit diesen Stichwörtern zu tun…

        • Aurélie Sterntau Says:

          Gut, gehen wir mal auf das Thema Hobby ein…. Also, wenn ich einem Hobby nachgehe, dann ist das sicher mit Zeit verbunden. Diese Zeit „opfere“ ich aber nur dann gern und überhaupt, wenn mein Hobby mir Freude bereitet. Steckt stets und ständig ein gewisses Muss dahinter, bezeichne ich das Hobby mehr als Aufgabe, denn in dem Moment geht für mein Dafürhalten die Freiwilligkeit irgendwie verloren und damit auch der Spaß an der Sache.

          Ich betrachte die Fotografie z.B. als mein Hobby. Es gibt aber Tage, gern mal solche die grau und trüb sind, da habe ich nicht ein Stück Lust aufs Fotografieren. Und ich gehe genau diesem Gefühl dann auch meistens zu 100 % nach, denn ich will meine Hobbys mit absoluter Freude und Genuss ausüben.

          (Ich denke, wir haben einfach unterschiedliche Auffassungen zum Thema Hobby.
          Wikipedia sieht es übrigens ähnlich wie ich: „Ein Hobby (Plural: Hobbys[1]) oder Steckenpferd ist eine Lieblingsbeschäftigung. Ein Hobby ist somit im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse, Faszination oder sogar Leidenschaft unterzieht. Die Tätigkeit bringt Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn mit sich.“ 😉 )

        • theomix Says:

          Ich sehe den Unterschied quer zu dem, was wikip. schreibt.
          Ich bleib dabei, ein Hobby braucht eine gewisse Disziplin, sonst ist es in meinen Augen Zeitvertreib. der kann ja auch sinnvoll sein und mir gut tun.
          Viele Hobbys, Joggen, Briefmarken, meditieren, brauchen doch ein bestimmtes Regelmaß – und das geht manchmal schon gegen Lust und Spaß, vielleicht kostet es auch Selbstüberwindung – aber am Schluss stehen „Freude und Genuss“. Das ist die Motivation, es dann DOCH zu tun.

      • klanggebet Says:

        ach ihr freudlosen protestanten! 😀
        muahahahahahahaha

  8. Babbeldieübermama Says:

    Mich wirst du auch nicht los! 😉
    Wer Interesse an dir und deinen Beiträgen hat wird dir treu bleiben.

    LG Bärbel

  9. klanggebet Says:

    also manchmal frag ich mich schon was wir menschen uns eigentlich für bescheuerte luxusprobleme leisten? 😀
    es ist doch ganz einfach: wenn du was zu sagen hast, blogge. wenn du nichts zu sagen hast, schweige. wenn du mit kommentatoren reden willst, rede. wenn nicht, nicht. ich versteh das problem überhaupt nicht? wir müssen mal dringend runter von der meta-ebene, da wird man ja bekloppt wenn man sich ständig fragt wie man sich beim bloggen, nichtbloggen oder kommentieren oder kommentarebeantworten fühlt……

    sach ich jetz ma so! 🙂

    liebe grüsse an dich
    giannina

    • theomix Says:

      Bloggen selbst ist schon ein Luxusprodukt: die technischen Voraussetzungen bringt nicht jeder mit, und entweder ist es ein Überschuss an Mitteilsamkeit oder/und ein gewisses Quantum Zeit.
      Ob ich nun über die Toilettenspülung schreibe, die Sprünge in der Seele oder die Unlustbarkeiten des Bloggens an sich: alles Ausfluss des Luxuxslebens.
      Da ich einige treue LeserInnen habe, die meine Schreiberei regelmäßig verfolgen und ich mir selbst auch noch Maßstäbe setze, gebe ich gerne auch darüber Rechenschaft. Und die Meinung anderer hilft dann auch, sich selbst klarer zuw erden. In dem Fall schon.
      Außerdem stehen hier ja in einigen Kommentaren geradezu Treueversprechen: Das ist eine wohltuende Rückmeldung – und auch Ansporn am Ball zu bleiben.

  10. klanggebet Says:

    ich will dich ja auch gar nicht angreifen. ich wundere mich bloss. schreiben ist doch eine freude, wenn man was zu sagen hat. und nur weil jemand regelmässig liest heisst das doch nicht dass man sich artikel aus dem fleisch schneiden muss wenn eigentlich der kopf leer is und die hand lieber im garten buddeln würde (oder was auch immer). ich wollte eigentlich nur sagen: entspann dich doch mal! :))

    • theomix Says:

      Selbst, wenn meine Erwiderung wie ein „Gegenangriff“ klingt, dein Kommentar half die eigenen Vorstellungen zu präzisieren. Fand ich also äußerst konstruktiv.

      Bloggen ist Hobby, ein Hobby braucht Motivation, Zeit und etwas Disziplin.
      Und ich schrieb im Beitrag nicht mehr als: Zeit ist absehbar knapp, und Kommentare warten lassen fördert meine Motivation.
      Bleibt die Disziplin. Die bejahe ich. Aber sie ist ein Faktor, die mit den beiden anderen verbunden ist. Gelegenheiten zum entspannen nutze ich stetig. Entspannt im Garten sitzen, na ja, jetzt ist alles nass… Im Garten buddeln? Nein, mehr als ein Tête-à-tête mit dem Rasenmäher gibt es nicht…

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