Zum Karfreitag

Wen rettet ein gewaltsamer Tod?

Es geht um mehr.

(„Mein Gott, mein Gott…“ / „Höre Israel…“)

Arnold Schönberg, Ein Überlebender aus Warschau

Kommt die Auflösung am dritten Tag?

Zwei Tage muss es ausgehalten sein. Oder mehr.

Ich wünsche allen einen besinnlichen Karfreitag!

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16 Antworten to “Zum Karfreitag”

  1. freidenkerin Says:

    Vielleicht ist es so, dass wir alle ab und an einen innerlichen Tod erleiden – und danach unsere Seele in uns quasi wieder aufersteht – geläuterter, gestärkter, gesegneter als zuvor…
    Alles Liebe!

  2. mialieh Says:

    interessantes Stück … obwohl sich mir bei der karfreitagsbetroffenheit immer die nackenhaare aufstellen. ich finde betroffenheit zu terminieren irgendwie schwierig, sehe aber auch ein, dass das wichtig ist um große massen zu binden… aber dennoch…

    • theomix Says:

      Kannst es dir ja für den 9. September vormerken, oder wann immer… :mrgreen:
      Dies Stück macht mich unterminiert betroffen. Als ich es zum ersten Mal hörte, war es eher die Gänsehaut, weniger die Nackenhaare. Ich finde Schönbergs Stück passend zum Tag – der für mich allein schon berufsbezogen Betroffenheit hervorruft…

  3. Claudia Sperlich Says:

    Dank für dies eindrucksvolle Stück. Der Rezitator ist großartig.

    • theomix Says:

      Ja, das hat mich unter dem guten Dutzend Clips am ehesten überzeugt. Es gibt eine Aufnahme mit Gert Westphal als Sprecher, da ist der gesamte Text auf Deutsch – aber die versteckt sich vorm Internet…

  4. Hase Says:

    Vielen Dank, lieber Jörg, auch Dir einen besinnlichen Karfreitag…
    Der Gottesdienst heute morgen hat mich sehr bewegt.
    Bei uns waren Vertreter von Amnesty International dabei…
    Ohne Karfreitag gäbe es kein Ostern. Die Trauer zulassen und in der Hoffnung weiterleben….
    besinnliche Grüße, Erika

    • theomix Says:

      Liebe Erika,
      auch mich haben die Gottesdienste bewegt, als agierender kann ich da auch etwas mitnehmen. Als erstes mit dem Posaunenchor in der Klinik, dann in Kircheib, anders, aber herzlich…
      Schön gesagt, das mit Trauer und Hoffnung…
      Noch eine guten Tag, herzlichen Gruß, Jörg

  5. OneBBO Says:

    So als nicht-kirchlich-nicht-religiöser Mensch habe ich es gut. Ich kann den Karfreitag als einen schönen freien Tag genießen und muss nicht betroffen sein 😈

    • theomix Says:

      Zu spät: Wenn du genießt, ist die Betroffenheit schon da…

    • Claudia Sperlich Says:

      Religiöse Leute haben es, einem landläufigen Vorurteil zum Trotz, nicht schlechter als andere. Wer imstande ist, den schönen Ernst einer Karfreitagsliturgie mitzuvollziehen und dabei auch noch hinreißend gesungene gregorianische Choräle hören darf (live, ohne Eintritt), muß nicht eben bemitleidet werden.

      • theomix Says:

        Vom kulturellen Erbe profitieren alle, das ist klar.
        Wobei es OneBBo m. E. weniger ums Mitleid als um die „Betroffenheit“ geht.

        • OneBBO Says:

          Das ist richtig. Ich mag an Karneval nicht, dass ich auf Knopfdruck lustig sein soll. Und ich mag an Karfreitag nicht, dass ich auf Knopfdruck betroffen sein soll. Und dann wird diese Betroffenheit auch noch immer weiter und breiter ausgeweitet.

        • Claudia Sperlich Says:

          Bei Karneval sind wir uns einig.
          Betroffenheit ist m.E. ein ziemlich blödes Wort dafür, was Karfreitag für einen kirchlichen, religiösen Menschen bedeutet und in ihm auslöst. Karfreitag ist der Beginn eines Freudenfestes. Es steht jedem, der hingeht, frei, ob er gedanklich eher bei einem Foltertod verweilt oder bei der Freude, daß hiermit keinesfalls alles vorbei war. Oder ob er beides in seine Gedanken einbezieht. Oder ob er mal einfach die schöne Liturgie mitfeiert und sich an gregorianischen Chorälen freut (sie vielleicht sogar mitsingt).

        • mialieh Says:

          ja, onebbo, genau das meinte ich oben auch… wobei das stück tatsächlich interessant ist. aber warum zum karfreitag?

        • theomix Says:

          @mialieh: Warum? Habe ich oben doch schon geschrieben.
          Diese verbindung habe ich hergestellt, niemand sonst. Und wenn doch jemand anders, dann war das unabhängig voneinander.

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