Politisch

Naughty children's disguise

Image via Wikipedia

Politisch sind wir, so oder so. Wer unpolitisch sein will, bestätigt das, was ist.

Ausdrücklich Politisches ist auf diesem Blog selten zu finden. Oft ist eine Angelegenheit schon so häufig in Beiträgen durchkommentiert worden, dass mir nichts mehr (Neues) einfällt. Vielleicht kann ich dann und wann einen interessanten Link weitergeben. Wer mehr „Futter“ sucht, findet in der Blogroll einiges.

Es gibt Zeiten, so wie im Moment, da wünsche ich mir, aktueller und journalistischer zu sein.  Aber Theomix mit Beiträgen füllen ist nicht mein Hauptberuf.

Übrigens, auch in meinem Hauptberuf bin ich politisch, ob ich will oder nicht. Wobei ich zum Beispiel für Predigten mittlerweile weiß:  Statt politische Ratschläge zu geben ist es mir wichtiger Fragen zu stellen. Aber wer Ohren hat zu hören, wird hören.

Ich will nicht lamentieren. Was sind meine Gedanken im Vergleich zu den Sorgen, die Obamas Elf hat. Der ist wirklich nicht zu beneiden.

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37 Antworten to “Politisch”

  1. Frau Momo Says:

    Ich bin sehr bewußt politisch, bin es schon immer gewesen. Soll für mich heißen, ich mische mich auch ein, wenn ich das für richtig und nötig halte.
    Und auch unser Blog wird gelegentlich mit aktuellen politischen Themen bestückt. Für uns einfach Teil unserer täglichen Realität, über die wir nicht einfach hinwegsehen wollen.
    Aber ich bin schon ruhiger geworden, so mit den Jahren.

    Und Predigten, die aktuelle Themen aufgreifen, sind mir die liebsten. Auch wenn ich zugebenermaßen eher selten in die Kirche gehe. Was aber nicht an mangelndem Glauben liegt, sondern an meiner Trägheit Sonntag morgens um 10.00 Uhr…..

    • theomix Says:

      Solche Bekenntnisse müssen nicht sein, um hier rechtschaffen zu kommentieren. 😉 Immerhin, hier bei uns beginnt der Gottesdienst normalerweise um 10.15 – eine psychologisch wichtige Viertelstunde, denn 2/3 der Gemeinde können per Automobil erst um 10 aus dem Haus und nicht vorher.

      Für mich merke ich, dass ich das Aktuelle in die Gespräche ringsum bringe. wenn mich etwas sehr betrifft, dann kommt es ohne Frage auch auf den Blog.

  2. OneBBO Says:

    Ich weiß ganz ehrlich nicht, was du jetzt mit deinem Beitrag sagen willst. Etwas über politisches Dasein? Etwas über die Zukunft deines Blogs? Oder beides, und warum dann zusammen?

  3. Hase Says:

    lieber Jörg, danke dir für deinen Beitrag, der mich auch nachdenklich macht. Das Video ist gut, ebenso das Bild. Mir gefällt es, wenn theomix so bleibt wie er ist, über Politik wird genug geschrieben und diskutiert. Auch Deine Aussage über die Predigt gefällt mir, „Wer Ohren hat, der höre“ und hier gilt: wer Augen hat, der lese, auch wenn es manchmal zwischen den Zeilen steht…..
    mach dir nicht so viele Gedanken…..
    Du bist Du, das muss kein Journalist und auch kein Politiker sein ….. eben theomix, das ist ja grad dasBesondere …….
    so, das war meine Meinug dazu Grüße, Erika

    • theomix Says:

      Liebe Erika,
      ich spüre halt, dass ich Bedarf habe nach Veränderung. Aber wie und wann? Ich habe im Beitrag laut nachgedacht. Danke fürs laute Mitdenken!
      Herzlich, Jörg

      • Hase Says:

        danke ,solange man noch etwas spürt…ist alles in Bewegung und das ist gut so !

        ALLES HAT SEINE ZEIT

        lass dir einfach Zeit….
        ich wünsche dir genug davon,
        dann fällt auch etwas für uns ab
        lieben Gruß, Erika

        • Elisabeth Says:

          Lieber Jörg,
          ich schließe mich Erika an! 🙂

          Und: Ganz gleich, was wir tun, wir sind politisch, selbst wenn wir uns nicht politisch äußern. Ich würde gerne mehr bewegen wollen… Aber wer weiß, was noch kommt 🙂

          Und alles, was zu uns gehört, kommt sowieso zu uns – früher oder später… 🙂

          Herzlich, Elisabeth

        • theomix Says:

          Klar tu ich das, Erika! Und es wird weiterhin einiges abfallen (ohne dass es Abfall wird).
          Lieben Gruß, Jörg

        • theomix Says:

          Liebe Elisabeth,
          ich meine schob, du bewegst viel. Es ist vielelicht nicht so vordergründig politisch wirksam. Manches hat Langzeitwirkung.
          Herzliche Grüße, Jörg

      • werner Says:

        Veränderungen stehen also an?
        Das ist gut und muss immer mal wieder sein.
        Sonst wirst irgendwann erschrecken, dass du „immer noch der Alte“ bist.
        Ich bin ja auch gespannt, was sich entwickelt.
        Bei dir, bei deinen Kommentatorinnen und Kommentatoren, ja und auch bei mir.
        Auch ich bin am (erst mal noch leise) nachdenken.
        Nur so viel sei verraten:
        Einige Äußerungen (und Bestätigungen) hier und da und dort haben mich wirklich weiter gebracht.
        MIX-IG-es bringt es an den Tag – oder so ähnlich.
        Aber alles braucht seine Zeit oder „ALLES HAT SEINE ZEIT“ (Erika) ichsage vielelicth besser: Alles wird (hoffentlich, möglicherweise, wachrscheinlich) sein Zeit haben.

        Ahnungsvoll Grüße

        Werner

  4. Claudia Sperlich Says:

    Man muß nicht mit Megaphon durch die Gegend traben und „Ich bin für / gegen …“ brüllen, um politisch zu sein. Abgesehen davon finde ich es peinlich, wenn Leute immer darauf herumharfen, wie politisch sie sind.

    Bildung fördern ist politisch. Sich ohne Scheu zu einem Glauben bekennen ist politisch. Einen sehr eigenen Humor zeigen ist politisch.

    Man muß nicht Annabelle werden, um politisch zu sein.

    • theomix Says:

      Megaphon auf dem Blog geht ja kaum 😉 So herum gilt es auf alle Fälle: Vieles im Leben hat eine politische Dimension. Und eine geistliche. (Und das Geistliche ist politisch. Gilt das umgekehrt? Nicht immer…)

  5. rote Gräfin Says:

    „Das Private ist das Poltische“ ein Slogan aus der 68er Zeit einer Zeit in der ich studierte.
    „Wer gesammelt in der Tiefe lebt,
    sieht auch die kleinen Dinge in großen Zusammenhängen.“ (Edith Stein)
    Zu wissen, theomix, dass Du das Beste willst und beabsichtigst sollte Dir genug sein, den Rest macht Gott und die, die ihn lieben und seinen Willen erfüllen .
    Es ist einfach nur wichtig zu wissen, dass das Evangelium für Kranke, Schwache und Arme gedacht ist und zwar als Aufbau Literatur.
    Es ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verkommen und missbraucht worden zur Unterdrückung von Frauen und Kindern.
    Hier zu erkennen, nicht besser zu sein als unsere Väter, wie der Prophet Elias nachdem er ein Gemetzel unter den Baals Priestern veranstaltet hat. Ist eine wichtige Voraussetzung dafür immer tiefer das Geheimnis Gottes und sein Wirken in den Menschen seinen Ebenbildern zu erkennen und auch dort anzuerkennen scheint mir die Aufgabe eines jeden echten Christen zu sein.
    Es geht ganz einfach darum auf die vielen Fragen die sich uns stellen echte und ehrliche Antworten zu geben.
    Auch die Antwort es geht nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Deswegen lautet meine mittlerweile schon fast stereotype Antwort:
    Ich bin göttlich und okay! und Du bist göttlich und okay!
    Fußball und Krieg dagegen zu sein sind Nullsummenspiele. Ein Verlierer ein Gewinner = Null.
    Sich diese Null schonungslos anzuschauen und nicht zu verzweifeln ist die Aufgabe eines jeden Schriftgelehrten um die Aufmerksamkeit wieder auf die kleinen Dinge zu lenken und zu entdecken, das kein Schmerz uns direkt zum Tod führt, was uns der von seinen Gefühlen abgekoppelte Intellekt immer wieder versucht einzureden.

    • theomix Says:

      Eine gute Sichtweise. Ich habe laut gedacht, wie gesagt. Und es deutet sich etwas an, vielleicht kommt da etwas Änderung, ich weiß es nicht. „dass Du das Beste willst und beabsichtigst sollte Dir genug sein, den Rest macht Gott und die, die ihn lieben und seinen Willen erfüllen .“ Vielleicht nur Gott allein, aber im Grunde nie ohne Helferleins…

  6. mialieh Says:

    Das ist wie wählen gehen. Wer nicht wählt, wählt das, wogegen er ist…

    • theomix Says:

      So in etwa.

    • OneBBO Says:

      Den Spruch lehne ich mittlerweile ab, er ist mir zu vereinfachend.

      Es gibt einfach Situationen, in denen ich keine Wahl mehr treffen möchte, weil sie doch „für ein etwas“ steht. Wobei ich bisher immer gewählt habe, dass das nicht missverstanden wird.

      Was ist in einem Staat, in dem du weißt, dass alle Parteien korrupt sind? Da wäre für mich Nichtwählen die einzige Alternative (außer selbst eine Partei zu gründen 🙂 )

      • theomix Says:

        Dein Einwand gibt dem Ganzen etwas Tiefenschärfe. Da, wo wählen Pflicht ist und es eigentlich nichts zu wählen gibt (ich denke an die DDR-Wahlen), wird Nichtwählen zu einem Akt des Widerstands (oder wenigstens des Widerspruchs.)
        Hier bei uns gibt es viele, die die Bundestagsparteien fröhlich miteinander verfilzt sind. Auch die können dann wenigstens mit ihrer Stimme für eine kleine Partei helfen, dass die Wahlkampfkosten Erstattung gezahlt wird. Wenn man wenigstens ein bisschen die Ziele teilt…

      • rote Gräfin Says:

        Hallo die Option für dich zu wählen, bleibt in diesem Fall immer noch. Dieser Wahl solltest Du allerdings alle Höhen und Tiefen Deines Lebens anvertrauen.
        Wenn Du diese Option einmal ganz entschieden ins Auge gefasst hast und vertrittst, geht es Dir wie bei der HB Reklame, denn wenn Du dir selbst hilfst, dann hilft Dir auch Gott.

      • mialieh Says:

        @onebbo: stimmt. in der erziehung ist so ein spruch manchmal wirksam, hier auf dem blog muss ich das ein bisschen zurücknehmen…

        • mialieh Says:

          @theomix: du hast dich zur Wahl gestellt! Das muss ja auch erst mal gemacht werden :mrgreen: und: witzig, dass Gott auch wählen geht… mit wem hast du noch auf der Liste gestanden 😎

        • OneBBO Says:

          Wiederum hast du da auch recht: So im Erziehungszusammenhang würde ich den Satz auch äußern 😉

        • theomix Says:

          @mialieh: Du zB.

  7. Frau Momo Says:

    Ich gehöre zu denjenigen, die manchmal auch laut politisch sind und das nicht nur im stillen Kämmerlein. Einfach weil ich denke, das man manchmal auch laut sein muß, um gehört zu werden und vielleicht noch den ein oder anderen anzustecken. Denn alleine bewirkt man ja meistens wenig. Es gibt viele leise Dinge. Ganz leise geht ein gewisser Geldbetrag von meinem Konto ans Hamburger Spendenparlament jeden Monat ab und wenn ich das laut sage, dann deshalb, damit es möglichst viele tun, nicht weil ich so edel und gut bin. Das ist nur ein Beispiel, wo ich dann ganz unhanseatisch auch mal was Gutes und/oder politisches tue und doch drüber rede.
    Leise bin ich eher im Glauben. Den lebe ich und damit ist es gut.

    Aber es gibt eben Dinge, da kann ich schon auch sehr laut werden. Eins geistert gerade durch viele Blogs…..

  8. werner Says:

    OH! einblog, der direkt mitdenkt und angedeutete Veränderungen umsetzt inein neues Erscheinungsbild?
    oder doch nur ein Tippfehler iin der Absenderadresse…..

    • theomix Says:

      Werner, warum dein browser dir nicht den gefallen tut, beim ausfüllen der absenderzeile zu helfen, weiß ich nicht. Wenn du es immer wieder neu eingibst, entstehen die kleinen flüchtigkeitsfehler.

  9. Wolfram Says:

    Politisch bin ich oft. Partei-politisch – möglichst nie. Partei ergreifen ist Christenpflicht, nicht unbedingt für den Ärmeren, aber für den Schwächeren. Wenn man sich da nur nicht manchmal täuscht…

    Fragen stellen, das ist unheimlich wichtig. Manchmal aber muß man auch aussagen. Etwa, daß es unerträglich ist, wenn in diesem Land (meinem Wohnland) Menschen speziell aufgrund ihrer Herkunft gefiltert und ausgewiesen werden. Wenn Kindern ihre Rechte, die ihnen nach der Kinderrechtskonvention zustehen, verweigert werden. Wenn das Gesetz verändert wird, um den Rechtsschutz der Schwachen zu schwächen.
    Da darf man nicht beim Fragen stehenbleiben, da muß man auch anklagen: „Du bist der Mann!“

    • theomix Says:

      Parteipolitisch über eine mitgliedschaft heißt ja nicht, immer auf einer parteilinie zu sein. Es geht auch darum,rein schon als zahlendes mitglied diese gruppe zu unterstützen und womöglich ihre ziele.
      Was politische aussagen und forderungen betrifft: Eenn einer im gottesdienst ist, dem anklagen gelten, werde ich da auch gerne aussagesätze, auch mit ausrufezeichen, sagen. Aber wann ist das unter einer dorfkanzel schon der fall? Ich suche gerne einen „existenziellen punkt“, der eine konkrete aktion folgen kann.

      • Wolfram Says:

        Für mich als Ausländer ist es wenig sinnvoll, ein Parteibuch zu haben. Bei der Erstellung des Kommentars dachte ich auch eher daran, daß bis vor gar nicht langer Zeit eigentlich die Prediger jeder Konfession im Verdacht standen (und nicht immer zu Unrecht…), einer bestimmten Partei das Wort zu reden, bis hin zu Wahlempfehlungen.

        Im Gottesdienst sitzen bei mir selten politische Entscheidungsträger. Wohl aber Wähler, auch Parteimitglieder – und auch denen muß man manchmal Wahrheiten sagen. Es kann dabei zu Konflikten kommen, weil die Evangelischen hier in der Gegend oft aus den Industriellenfamilien stammen, dementsprechend konservativ eingestellt sind – und die Kritik an menschenunwürdigen Maßnahmen nun mal auch Kritik am konservativen Präsidenten und seiner Regierung ist. Damit stelle ich mich scheinbar in ein „linkes“ Lager, obwohl ich da auch nicht hineinpasse.
        Nichtsdestotrotz, CIMADE und ACAT haben meine volle Unterstützung; beide sind von Evangelen gegründet oder mitbegründet worden aus der Überzeugung heraus, daß Christsein nicht mit tatenlosem Zusehen vereinbar ist.

        Wir haben hier regelmäßig einen Cercle de Silence, einen Schweigekreis vor dem Rathaus. Das ist beispielsweise eine konkrete Aktion.

        • theomix Says:

          Danke für diesen Kommentar, er macht es konkreter.
          Unterstützung mancher aktionen, bei uns ja AIDS-kampagne, OIKOCREDIT, PRO ASYL, finde ich auch wichtig, und die kirchengemeinde trägt solche initiatien mit.

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