Lob der Skepsis

Ich bin zu skeptisch
um den pessimisten zu glauben .

(Hatte ich mal in einen Kommentar geschrieben.)

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59 Antworten to “Lob der Skepsis”

  1. Frau Momo Says:

    Ein schöner Spruch und irgendwie passend für mich heute morgen. Ich starte gleich neu ins Berufsleben und verbiete mir selber pessimistisch zu sein. Versuche es jedenfalls.

  2. Dietmar Says:

    Hat sehr viel dieser Spruch, gefällt mir sehr und beschreibt meine derzeitige Lebenssituation absolut treffend. Selbst dann nicht die Hoffnung verlieren wenn alles verloren ist (scheint), eigentlich schon beinahe Trost spendende Worte. Ausserdem erinnert mich das noch an die Aussage eines Atheisten:

    Ob ich Atheist bin?
    Das allein weiss Gott.

    • theomix Says:

      Auch ein gutes bonmot – vielen dank!
      Die Hoffnung endet für den skeptischen kopf am horizont, das herz sieht mehr als den silberstreifen, sondern ist schon hinter den horizont weitergerreist…

      • Dietmar Says:

        Hierzu fällt mir noch ein Spruch ein:

        Pessimisten begegnen dem Glück so selten,
        weil sie ihm nicht über den Weg trauen.

        (Irmagard Earth)

        Wie ich meine sehr zutreffend formuliert.

  3. OneBBO Says:

    Weiter so, ich sammle das alles und veröffentliche dann „Theomix‘ Aphorismen für jedne Tag“ 🙂

  4. mialieh Says:

    Das ist gut. Ich werde mich zukünftig zu mehr Skeptizismus gemahnen!

  5. Hase Says:

    das glaub ich dir, lieber Jörg 😉
    einen guten Montag wünsche ich ,nicht solala…..
    liebe Grüße, Erika

  6. werner Says:

    Skeptiker aller Länder und Zeiten vereinigt euch.
    Sagt dem Pessimismus den Kampf an!

  7. Claudia Says:

    Christen treiben die Skepsis zur Perfektion. Die bezweifeln sogar den Tod.

    • theomix Says:

      Genial formuliert! Sehr schön.

      • Muriel Says:

        Ohne den typischen atheistischen Griesgram geben zu wollen: „Bezweifeln“ ist hier doch nun wirklich nicht das richtige Wort…

        • theomix Says:

          Für ein wortspiel schon.

        • Muriel Says:

          Ach, nee, kann ich nicht so sehen. Aber wir können uns ja auch nicht immer nur einig sein, wäre langweilig.

        • theomix Says:

          Claudias aussage lehnt sich m. e. an die symbolische redeweise an, vor allem zu ostern: „der tod ist getötet“ heißt es etwa in einem kirchenlied.

          Einig sein? Da ist skepsis angebracht :mrgreen:

        • Muriel Says:

          Ich habe Claudias Kommentar schon verstanden. Aber sie spricht nicht davon, etwas zu bezweifeln, sondern etwas anderes zu glauben. Wir oft verwechselt, sind aber zwei völlig verschiedene Sachen.

        • theomix Says:

          Ich sehe nicht, dass „den tod bezweifeln“ anderes meint als „die macht des todes in frage stellen“.

        • Muriel Says:

          Ja… Aber bist du dir auch sicher, dass du es nicht siehst?
          Okay, einmal musste ich den dummen Witz auch machen, zurück zur Sache:
          Es meint ziemlich genau das. Aber „die Macht des Todes infrage stellen“ ist genauso wie „den Tod bezweifeln“ etwas völlig anderes als „glauben, dass aufgrund des Opfers Jesu Christi der Tod seine Macht über uns verloren hat“, und zwar ganz unabhängig davon, wie ich diese letztere Behauptung ansonsten bewerte.
          Wer bezweifelt, dass ein verschlossenes Paket von Amazon ein Buch beinhaltet, geht problemlos als Skeptiker durch. Wer aber fest davon überzeugt ist, es sei eine Katze drin, eher nicht mehr.

        • theomix Says:

          Zunächst ist es ja normal, eher bei der gegenposition skeptisch zu sein.
          Außerdem sehe ich 2 pakete (und ich schiele nicht). Ein supertolles präsent, und das ausgepackt, da kann mir das andere von den böösen onkelss mir nur ein müdes lächeln entlocken. Das bild hinkt auch, wie alle, aber besser dürfen gerne hingemalt werden.
          Kurzum, 2 päckchen!

        • Muriel Says:

          @theomix: Ja, mag ja alles sein, das ist ja hier auch OT, deswegen will ich das mit den Paketen und der Begründetheit des Glaubens nicht vertiefen, aber Skepsis gegenüber einer Behauptung und Glaube an eine Gegenbehauptung sind zwei völlig unterschiedliche Sachen.
          Und nach jeder sinnvollen Definition von Skepsis kenne ich meines Wissens keinen Christen, der sie in Bezug auf den Tod anwendet. Es ist ja nicht so, dass Christen Untersuchungen darüber anstellen, was nach dem Tod passiert, Hypothesen aufstellen und die dann experimentell überprüfen. Müssen sie aus ihrer Sicht ja auch nicht, weil sie die Wahrheit schon kennen.

        • theomix Says:

          Theologie ist keine experimentelle wissenschaft. Das, und nicht die wahrheitsfrage gibt m. e. den ausschlag.
          Der glaube an eine gegenbehauptung unterliegt auch dem zweifel, oder der skepsis. Die gegenbehauptung ist spekulativ, von der ratio her betrachtet.
          Ich bin also auch da skeptisch…

        • Muriel Says:

          Theologie ist keine experimentelle wissenschaft.

          Eben.

        • theomix Says:

          Zumindest nicht so wie physik oder chemie.
          Konsens über den dissens. Fast schon ein ergebnis.

  8. Elisabeth Says:

    Hihi, der ist gut, lieber Jörg!
    Den lasse ich mir mal auf der Zunge zergehen und schneide mir ein Stück davon ab… 🙂
    Herzlich, Elisabeth

    • theomix Says:

      Liebe Elisabeth,
      erst auf die zunge, dann unters messer – hoffentlich ist es dann nicht zu glitschig um es zu verfehlen und in den finger zu schneiden…
      Viel erfolg!
      Vor allem für den tag heute!
      Herzlich, Jörg

  9. rote Gräfin Says:

    Das sicherste von allem ist der Zweifel (Bertold Brecht) meine ich.
    Ich bin mir aber nicht ganz sicher.

  10. Muriel Says:

    Und um auch noch mal was zum Beitrag selbst zu sagen: Kommt es dabei gar nicht auf die Argumente der Pessimisten an?

  11. Wolfgang Vögele Says:

    In dubio pro fide?

  12. freidenkerin Says:

    Der perfekte Spruch für diesen Tag! 🙂

  13. andrea2110 Says:

    … also ich weiss ja nicht… 🙂

  14. werner Says:

    Zu skeptisch bist du?
    Das kann gar nicht sein.
    wo doch der Skeptiker schlechthin eines deiner Vorbilder ist.
    Oder wie war das bei Palmström?

    „Und er kommt zu dem Ergebnis:
    Nur ein Traum war das Erlebnis.
    Weil, so schließt er messerscharf,
    nicht sein kann, was nicht sein darf.“

    https://theomix.wordpress.com/2009/02/14/weil-nicht-sein-kann-was-nicht-sein-darf/

    • theomix Says:

      Hm. Da werde ich mal in ich gehen. Aber hoffentlich ergeht es mir anders als der Hausschnecke:

      Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst

      Soll i aus meim Hause raus?
      Soll i aus meim Hause nit raus?
      Einen Schritt raus?
      Lieber nit raus?
      Hausenitraus –
      Hauseraus
      Hauseritraus
      Hausenaus
      Rauserauserauserause . . .

      (Die Schnecke verfängt sich in ihren eigenen Gedanken oder vielmehr diese gehen mit ihr dermaßen durch, daß sie die weitere Entscheidung der Frage verschieben muß.)

  15. werner Says:

    „Die Schnecke verfängt sich in ihren eigenen Gedanken “
    kein Wunder…. so dunkel wies in ihrem Haus ist…. wie soll sie da klare Gedanken haben?

    [Das ist so schön, das nehme ich morgen als Gastbeitrag. Danke, Werner, dass ich darf!]

  16. Gestern vor 10 Jahren: Lob der Skepsis | Theomix Says:

    […] Original: https://theomix.wordpress.com/2011/01/17/lob-der-skepsis/ […]

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