Bericht aus Bonn, Januar 2011

Bonn Minster

Image via Wikipedia

Am 4. Advent hatten wir nach Bonn gewollt, ein bisschen bummeln, vielleicht auch ein bisschen Weihnachtsmarkt.  Der Schnee hat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für länger.

Aber letzten Samstag war es soweit, Es ging nach Bonn im Westerwald waren es 10°.

In Bonn war es zuletzt fast 15°, auch die Sonne bog ab und zu um die Ecke und lachte uns an. Nach dem Pflicht-Shopping – jeder brauchte so dies und das, was es auf dem Land nicht gibt –  gingen wir ins Bonner Münster. Besonders schön ist dort der Kreuzgang, der alles Treiben ringsum in  weite Ferne rückt.

Wieder in der Kirche, sprach uns ein netter Herr an, er werde später eine kostenlose Führung machen. Wir ließen uns locken und waren dabei. Eine halbe Stunde geballte Information, hochinteressant, zur Geschichte der ganzen Kirche, was in und um sie geschah. Das hat sich gelohnt.

Aber bis zur Führung hatten wir noch fast eine Stunde Zeit. Die Pause nutzen wir zu einem kleinen Mittagessen im Ludwigs* am Sterntor. Entspannende Atmosphäre, mit Musik vom Klavier. Live gespielt.

Nach der Besichtigung brauchten alle einen Kaffee. Mittlerweile gibt es am Münsterplatz auch eine Filiale eines international verbreiteten Anbieters. Danach ging es noch in die Mammutbuchhandlung**, die zum Duftkonzern gehört. Und die einzige noch existierende Konkurrenz schräg gegenüber bietet Bücher von Zweitausendeins.*** Auch bei den Büchern schlugen wir, je nach Bedarf, zu.

Das war ein Ausflug, fast wie Urlaub.

Nachtrag 2016:
* Jetzt Restaurant Bottler.
** Geschlossen, jetzt woanders.
*** Aber die Buchhandlung lebt!

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41 Antworten to “Bericht aus Bonn, Januar 2011”

  1. Dietmar Says:

    Ich liebe Bonn, denn immer wieder ist es für solchen kleinen Alltagsfluchten gut. Insbesondere der neue Buchkauftempel ist für uns ein Anzugspunkt aller höchster Wichtigkeit.

  2. OneBBO Says:

    Theomice gefällt mir 🙂

  3. andrea2110 Says:

    @OneBBO, mir auch:-)
    Lieber Jörg, das hört sich nach einem entspannten und schönen Ausflug an, meine Kusine wohnt in Bonn, da werd ich es hoffentlich dieses Jahr einmal hin-schaffen:-) Liebe Grüsse Andrea

    • theomix Says:

      Liebe Andrea,
      … und noch mehr, Beethovenhaus, Museumsmeile, Rheinpromenade, Rheinaue…
      Wenn du das mit einem Besuch mit der Kusine verbindest, wird die Zeit knapp 😉
      Herzlichen Gruß, Jörg

  4. Hase Says:

    Lieber Jörg, danke für diesen informativen Bericht aus Bonn, gefällt mir. Ja, so ein schöner Städtetag zu viert macht Spaß, Bonn stand bei uns auch schon auf dem Programm. Dieses Jahr war es Köln……
    liebe Grüße, Erika

  5. Hase Says:

    P.S.

    mir gefällt
    Theamice (so lese ich es)
    🙂
    Marieke und André erinnern mich einmal wieder an die schönen Weisheitssprüche, vielleicht gibt es die ja mal wieder (oder nur bei runden, da müssen wir noch warten….)

  6. Hausfrau Hanna Says:

    Die Zeit reichte nur,
    lieber Jörg-theomix,
    um deinen Bericht zu lesen.
    Die zahlreichen Links nehme ich mir später vor.
    Dann kenne ich Bonn (fast) wie meinen Handtascheninhalt 🙂

    Herzlich grüsst dich
    Hausfrau Hanna

    • theomix Says:

      Liebe Hausfrau Hanna,
      da täuschst du dich. Höchstens ein Viertel der Handtasche. Andrea habe ich schon einiges aufgeschriben. Ich ergänze: Das Bonner Schloss (Uni-Hauptgebäude), Poppelsdorfer Schloss, Botanischer Garten daneben, Kreuzberg…
      Und noch mehr…
      Lieben Gruß, Jörg

  7. Claudia Sperlich Says:

    Das klingt ja nach einem hervorragend gelungenen Tag!
    Bei romanischen Kirchen werde ich immer ganz neidisch. Hier gibts nichts Älteres als Barock, und die Kirchen sind fast alle 19. Jh. – solide, aber nicht spektakulär. Manche sogar ganz erlesen oberkitschig.

    • theomix Says:

      Da empfiehlt sich ein kleiner Ausflug nach Brandenburg/ Havel, da gibt es immerhin Backsteingotik.
      Und die Wilhelm-Gedächtniskirche wäre ein Abklatsch des Münsters – erklärte der Kirchenführer.Überzeugter Bonner, daher wohl auch…

      Gelungen war der Tag. Das Wetter hat ja mitgespielt…

      • Claudia Sperlich Says:

        Die Mittelalter-Abklatsch-Versuche des 19. Jhs. sind ganz, ganz schlimm.
        Wirklich grauenerregend: Die Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz. Von außen schlicht, solide, Backstein… von innen eine Orgie in Nazarenerkitsch.

      • Wolfram Says:

        Er ist sicher auch nur ein „Abklatsch“ zumindest rheinischer Romanik (und erinnert mich an Limburg, ein wenig an Maria Laach – und nun auch an Bonn), aber in meinen augen gar nicht so schlecht gelungen: der „temple neuf“ in Metz. Dieses Bild zeigt ihn mal von einer anderen Seite; meist wird der Chor fotografiert, der (sicher nicht ohne Grund) ganz ähnlich auf der Spitze der Moselinsel steht wie der von N.D. de Paris auf der Seineinselspitze. (Davon gibt es ganz viele Bilder, wenn man bei flickr nach „temple neuf, metz“ sucht.)

  8. mialieh Says:

    Ich glaube, ich war seit 22 Jahren nicht mehr in Bonn. Es scheint aber eine Reise wert zu sein…

  9. klanggebet Says:

    Heimaaaaat – und meine Taufkirche. Ist sie nicht eine der schönsten überhaupt? *seufz* 🙂
    Herzliche Grüße an Dich!
    Giannina

    • theomix Says:

      MEIN Spieglein sagt: Kircheib, hinter den sieben Bergen, ist noch viel schöner als Ihr…

      Aber eine der schönsten ist im Prinzip der richtige Ansatz. Und der Kreuzgang – den hat nur das Münster….

  10. theomix Says:

    Danke für die Hinweise! Spam zu Spam, Staub zu Staub…

  11. freidenkerin Says:

    Der Trick mit dem Wortfilter ist doch schon alt…. und SEHR leicht zu umgehen. .

  12. schlimmer junge Says:

    Jo. Abwarten. Außerdem wollte ich nicht alles verraten, habe deswegen das Schönste gelöscht 😉

  13. Frau Momo Says:

    Na, da mach ich doch glatt mal einen Gegenbesuch. In Bonn war ich ewig nicht mehr, aber es scheint mir, da gibt es noch einiges für mich zu entdecken. Kirchen und Kloster sind auch für uns immer interessant.

  14. Tanja Clever Says:

    Ja der Buchkauftempel… Segen und Fluch, denke ich. Trotzdem kein Vorbeigehen möglich, bei mir jedenfalls. Bonn ist einfach immer wieder eine (Shopping-)Reise wert, da vergessen wir einfach mal das Deppen-Apostroph!

    Einen guten Start in die Woche wünsche ich ( und mein Mann bedankt sich noch für das leckere Teilchen, er war äußerst erfreut!)r

    Tanja Clever

    • theomix Says:

      Gerne weitergegeben…
      Ich vergesse so manches, wenn ich nach Bonn zum Bummeln kommen kann. Deppenapostroph, Geschäftsaufgaben – und sogar die Sentimentaliät…
      Ebenso eine gute Woche!

  15. wholelottarosie Says:

    Lieber Themix und Theomice, von Bonn aus ist es gar nicht mehr weit nach Altenberg ( in der Nähe wohne ich), denn dort gibt es den großartigen Altenberger Dom zu sehen. Die Kirche liegt mitten im Wald – das ist schon spektagulär genug. Sie wurde nach französischen Vorbildern (1259-1379) als turmlose Querschiff-Basilika mit Chorumgang und Kapellenkranz erbaut. Wirklich überaus sehenswert!
    Wäre das nicht auch einmal etwas für euch?
    LG von Rosie

    • theomix Says:

      Liebe Rosie,
      eine neue Variation der Namen – 😉
      Mir als bergischem Jung willst du so eine Frage stellen? Na hör mal! Natürlich, mehrfach dagewesen, als Jugendlicher, vor über 30 Jahren ein wunderbares Blechbläserensemble erlebt, vor ein paar Jahren der letzte Besuch zu einer Ordination.
      Ja doch. Schöne Gotik.
      Herzlich: Jörg

  16. wholelottarosie Says:

    Oh ja…leider ein paar Tippfehler in meiner Antwort. Peiiinlich. Man sollte alles vorm Abschicken doch besser noch mal durchlesen!
    Ich liefere jetzt mal noch nach „O“ in deinem Namen nach und ein „K“ für spektakulär ( dafür nehme ich dann das „G“ raus), und bei Theamice tausche ich natürlich das „A“.
    Du bist ein Bergischer Jung? Super, woher kommst du denn?
    LG von Rosie

  17. theomix Says:

    Ui. Hätte ich gewusst, dass es dir peinlichkeit erzeugt, häte ich das gar nicht geschrieben…
    https://theomix.wordpress.com/about/lebenslauf/ gibt schon mal ein Stichwort.

  18. Lilo Says:

    Ich bin schon so oft am Bonner Münster vorbeigelaufen, drin war ich allerdings noch nicht. Ich weiß auch nicht, warum ich noch nie auf die Idee gekommen bin, aber danke für die Inspiration. Kürzlich habe ich ja zum ersten Mal den Kölner Dom gesehen – warum jetzt nicht auch das Münster 🙂

    • theomix Says:

      Auf den ersten Blick empfängt einen Düsternis. Das Auge gewöhnen lassen und einfach gegenüber auf die Tür zum Kreuzgang zugehen… Da staune ich immer noch, dass ich hier in der Innenstadt von Bonn bin.

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