Gedanken zum Wiedereinstieg

Der Lehrtext für heute:

Niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.

Lukas 12,15

Leiden wir mittlerweile unter der Vielzahl? Wie viele Dinge braucht der Mensch? Vor einigen Jahren wurde darüber diskutiert, immer wieder. Weniger Dinge zu haben hat mit Muße zu tun, meint etwa Eva Demski.

Oder umgekehrt. Eine Woche in einer Ferienwohnung zu viert kann das lehren: Man lässt die eigene Wohnung zurück und beschränkt sich auf das Wesentliche. 44 Quadratmeter mussten reichen. Und die Ferienwohnung war mit allem ausgestattet, was das Leben in Luxus braucht, etwa Wasserkocher, Toaster und Kabelfernsehen.

Das freundliche Quartier war in Marckolsheim, im Elsass. Und von diesem kleinen Ort aus erkundeten wir Colmar,  Reichenweier, Schlettstadt, Straßburg und Freiburg (im Breisgau, auch nur 40 km entfernt).

Ein bisschen könnte noch darüber kommen. Wenn etwas kommt. Denn wieder zu Hause, überfallen einen die vielen tausend Dinge, die zu einem gehören. Bei mir ist es speziell der gefüllte Schreibtisch.

Aber ein bisschen kreativ war ich schon, es liegt wieder etwas parat. Und ein Blog lebt ja nicht nur von Beiträgen, sondern auch von kommentaren.

An dieser Stelle Danke allen, die in der Pause kommentiert haben!

 

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29 Antworten to “Gedanken zum Wiedereinstieg”

  1. freidenkerin Says:

    Manchmal scheint es mir, als lebten wir in einer zweiten Sintflut – eine Sintflut der Massen und Güter, die uns überschwemmt…
    Freut mich sehr, dass ihr eine so gute Zeit hattet.
    Liebe Grüße!

  2. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    schön, dass Du wieder da bist und danke für den Espresso 🙂
    Viele Güter machen nicht glücklich, das Notwendigste reicht aus, um zu Überleben, ein eigenes Haus und ein Auto sind eigentlich schon Luxus.
    Meine Tochter hat schon im Regenwald gelebt und jetzt in Spanien in den Bergen auf einer Finca, sie lernt es zu schätzen und weiß es, was sie zu Hause hat…. aber die Erfahrungen möchte sie nicht missen.
    Danke für Deinen Reisebericht, muss ich mir morgen nochmal genauer anschauen alles , was Du so nett verlinkt hast. In Freiburg waren wir auch schon…. und nächste Woche geht´s nach Malaga……

    ein Chorlied von heute abend
    Gute Nachtgrüße
    Erika

    Ich wünsche Dir eine gute Eingewöhnungszeit und Spaß beim Kommentare lesen zu Deinen Beiträgen.
    Gute NAcht,

    • theomix Says:

      Liebe Erika,
      es ist schon mutig, auf Dauer auf solche Dinge zu verzichten. Meistens geht es Leuten wie deiner Tochter dann so, dass sie nichts vermissen…
      Reisebericht? welcher Reisebericht? Das waren nur grob die Stationmen…
      Lieben Gruß, Jörg

      • Hase Says:

        der Bericht erschien mir nur vor meinem Inneren Auge 🙂
        in Straßburg war mein erster Urlaub mit meinem Mann vor 26 Jahren 🙂

        • theomix Says:

          Da sind dann vor meinem inneren Auge freundliche Assoziationen…

        • Hase Says:

          🙂 eine Begegnung unserer Inneren Augen bekommt dann eine freundliche Sicht, gut , dass sie nicht sprechen und schreiben können, da sieht man mal wieder, dass Worte nicht alles sind……

        • theomix Says:

          Schweig ich doch…

        • Hase Says:

          😆

          Schreiben beim Schweigen
          schweigen beim Schreiben

          Bilder kommen und gehen
          und niemand hat sie gesehen

          nur das Auge von Innen
          sieht sie dann wieder zerrinnen

  3. Hase Says:

    hoppla, da war was durcheinandergeraten 😆
    doppelt gewünscht wird Deine NAcht hoffentlich gut

  4. OneBBO Says:

    Ich möchte auf den Luxus meiner „Güter“ gar nicht verzichten – wobei ich sie durchaus als solches genieße, weil ich weiß, dass ich privilegiert geboren bin in diesen Breitengraden.

    Es steht jedem frei, nichts mehr zu kaufen und ganz, ganz einfach zu leben, statt davon nur zu schwärmen. Aber dann bitte auch beim nächsten Zahnschmerz ohne Betäubung mit der Zange an die Zähne rangehen 🙂

    • theomix Says:

      Na na. Wer drei Wochen fastet, wird in den seltensten Fällen dauerhaft das Essen einstellen.

    • mialieh Says:

      Jedem steht das nicht frei! Aber abgesehen davon: ich merke auch, wenn wir mal zu viert in unserer Zweitwohnung (die ich gerade aus beruflichen Gründen haben) sind, dass wir durchaus mit allen (zwei Erwachsene, zwei Teenager) in einem Zimmer schlafen können und auf 35 qm zurechtkommen können. Dann werden halt die Matratzen morgens eingeklappt, zwei sitzen in der Küche, zwei im Zimmer. Aber wenn ich dann nach Hause kommen und jeder sein Zimmer hat.

      Ich halte es da auch mehr mit Marius Müller-Westernhagen

      • theomix Says:

        Stimmt, es gibt die, die schon wenig haben.
        So eine freiwillige oder halb gezwungene (nicht wahr, Mialieh…) Einschränkung kann aber eine wichtige Erfahrung sein.

        • mialieh Says:

          jajajajaja…
          und ich gehöre auch zu den menschen, die regelmäßig aussortieren: bücher, klamotten, krimskrams… manche sachen, stelle ich dann einfach an die straße, die nehmen sich dann leute mit, die es besser gebrauchen können… manche sachen tue ich in die altkleidersammlung. kleinderkammer hab ich auch mal probiert, aber da wurde ich unfreundlich behandelt…

  5. Hausfrau Hanna Says:

    Lieber theomix,
    Colmar! Strassburg! Freiburg!
    Alle drei Städte sind wunderschön
    Und ebenfalls schön und nicht viel weiter wäre meine Stadt gewesen.
    Also bis zum nächsten Mal, gäll 😉

    Herzlich grüsst dich vom Rhein
    Hausfrau Hanna

    • theomix Says:

      Liebe Hausfrau Hanna,
      aber es war eben nicht südlicher… Bei einem nächsten Mal – da werde ich es hoffentlich aus dem Hinterkopf hervorkramen.
      Herzlich
      T.

  6. Elisabeth Says:

    Lieber Jörg,

    schön, dass du wieder da bist – Technik-bedingt hatte ich auch eine kleine Blogpause… und bin nun auch wieder da.
    Ich weiß, wovon du sprichst, denn bei meinen Übersiedlungsaktionen (lange Geschichte… 😉 ) habe ich entdeckt, was ich alles habe, und was ich alles nicht brauche… schöne ERkenntnisse 🙂

    Herzliche Grüße zu dir, Elisabeth

    • theomix Says:

      Liebe Elisabeth,
      du kannst einen ja neugierig machen, „lange Geschichte“, so so…
      So ein Umzug macht das deutlich genau. Und dann kommen noch die Verluste durch den Transport, zerbrochene Tassen – mancher Verlust zerbricht dann auch fast das Herz, aber so ist das…
      Liebe Grüße, Jörg

  7. Wolfram Says:

    In Marckolsheim habe ich vorhin getankt, nach einem guten Essen in Sasbach/K. …

    Du, das nächste Mal schaust du aber auch bei mir mal vorbei; das ist nur eine gute Stunde von „Marco“ entfernt, hinter den sieben Bergen! 😉 Wir hätten gut geklönschnackt, und bestimmt nicht (nur) Kirchen- und Theologiefragen gewälzt!
    Und ich gehöre nicht zu jenen, die alle vorbeikommenden Kollegen zur Gastpredigt einladen. 😀

    • theomix Says:

      Noch ein reiseziel mehr. Da wird der nächste aufenthalt im Elsass ja abwechslungsreich…. Danke fürs angebot!

      • Wolfram Says:

        Bei uns ist schon Lothringen – etwas rauher, aber ich bin gern hier!
        Ach ja, und tiefste Diaspora – unser Kirchenkreis ist womöglich größer als das Gebiet mancher deutscher Landeskirche… (aber vielleicht auch nicht; die Schlesische Oberlausitz gibt es ja nicht mehr) … und hat dabei doch nur sieben Pfarrstellen, davon drei vakant. Sowas kennt man im Elsaß nicht.

  8. limportant Says:

    Der verhältnismäßige Luxus, den wir hierzulande genießen hat leider oft den Nachteil, daß wir vergessen uns auf unsere Wurzeln und das Wesentliche zu besinnen.
    Wir verlieren uns zu oft im Materiellen und vergessen uns als Menschen.

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