Internet-Sabbat

Israel war 40 Jahre unterwegs zum Gelobten Land.

Jesus war 40 Tage in der Wüste.
Christoph Koch war 40 Tage in der Technikwüste („Ich bin dann mal offline„).

Ich mach das jetzt auch. Kein Internet. Vierzig
Stunden. Von Samstag, 0.00 Uhr, bis Sonntag, 16.00 Uhr (frühestens).

Aufs Handy verzichten ist kein Verzicht: Es ist eh so gut wie nie an.

Eins noch: Kommentare kommen in die Warteschlange.

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58 Antworten to “Internet-Sabbat”

  1. OneBBO Says:

    Meine Güte, worüber Leute heute alles Bücher schreiben… die dann dank Medienhype auch noch verkauft werden. Ehrlich: Wen interessiert das wirklich, was so ein Mann ohne Internet und Handy macht? Soll ich jetzt mal ein Buch schreiben: Mein Leben ohne Fernsehen? Und das nicht nur 40 Monate… wenn auch noch nicht 40 Jahre 🙂

    • theomix Says:

      Ja, der Autor war einen Moment landauf, landab in allen Medien.
      Mich interessiert es aber auch nicht so intensiv, gerade weil es so viele Interviews und Berichte gab.

  2. Hase Says:

    @onebbo:
    da stimme ich Dir zu, „Ein Leben ohne Fernsehen“, da können wir einen Doppelband schreiben 🙂

  3. Hase Says:

    Lieber Jörg,
    danke für Deinen Hinweis…..
    ich finde es gut, dass Du sonntags regelmäßig Ruhetag hast, im Blog zumindest, nicht im realen Leben.
    Ich führe ein Leben ohne Handy, ohne Fernsehen, ohne Trockener, ohne Microwelle….. Ich glaube, mittlerweile ist es einfacher, auf manches zu verzichten als sich mit dem Überangebot von allem auseinanderzusetzen. Dr. Hirschhausen hat das so schön erklärt, mit der Marmelade (? kennst Du das ? ) Ja, aber Gedanken drüber machen ist nicht verkehrt, aber mit dem Bücherschreiben stimme ich onebbo zu.
    Wann schreibst Du eigentlich Dein erstes Buch????
    DAS gäbe doch einen Kassenschlager, aber dann würdest Du vielleicht noch zum Schläger ? 🙂
    angeregte nachdenkliche Grüße
    Erika

    • theomix Says:

      Liebe Erika,
      beim Ruhetag war ich manchmal inkonsequent. Es reizt mich jetzt, mehr als einen ganzen Tag völlig ohne Internet auszukommen. Dazu die von mir gesetzte Zeit am Sonntag, kürzer als der bisherige Sabbat.
      Das ist noch kein großer Verzicht. Soll halt den Kopf ein wenig freihalten.
      Eins ist sicher: Ich werde nicht online berichten, wie es mir damit geht :mrgreen:
      Bei deiner Aufzählung kann ich/ können wir nur bei der Mikrowelle mithalten… TV sehe ich allerdings so gut wie gar nicht. Und beim Handy mach ich es den Anbietern möglichst schwer, an mir zu verdienen. (Dass es ihnen doch immer gelingt, ist ein anderes Thema.)
      Material für ein Buch hätte ich schon. Nur keine Zeit es zu schreiben. Und ich sehe es als Kassenschlager wie in gleicher Weise auch die Auftritte mit Thomas Kagermann brechend volle Säle bringen…
      Deshalb teile ich im Moment lieber keine Schläge aus.
      Herzliche Grüße, Jörg

  4. mialieh Says:

    Ich nehme an, dass Jörg sein Buch zwischen Samstag 0:00 Uhr und Sonntag 16:00 Uhr schreibt. Mit modernen Medien ist das doch kein Problem…

    Ich hätte gerne das schönste und beste Handy und einen Fernseher, und einen tollen Computer. All das benutze ich leidenschaftlich gerne. ich finde es auch gut, eine Playstation zu haben, einen ipod und einen DVD-Player… wahrscheinlich bin ich ein Medienjunkie, denn manchmal checke ich Mails, gucke dabei Fernsehen, bügle meine Hosen dabei und telefoniere mal eben mit meiner Arbeit… ich möchte grad gar nicht offline sein und Sabbat haben…

    • theomix Says:

      Musst du ja auch nicht. Ich MUSS das auch nicht, es reizt mich, diesen 40-Stunden-Sabbat zu testen.
      Zumindest beim Internet stimme ich voll und ganz zu. Die anderen Dinge habe ich nicht oder nehme sie in Kauf…
      Es ist eine interessante Phase (oder schon eine Epoche?) – wie sich Kommunikation weltweit ausdehnt und dann noch so beschleunigt.

      • mialieh Says:

        Das finde ich auch total faszinierend. Ich habe neulich über den C64 nachgedacht. Den hatten meine Mutter, mein Bruder und ich uns 1984 oder 85 zusammen gekauft. Mein Bruder saß total viel davor. Hat man immer gesagt: wie schädlich. Heute ist er erfolgreicher Spieleprogrammierer. Ich finde das Internet in vieler Hinsicht total super. Und wundere mich, wenn ich mit Surfstick unterwegs bin, warum die Datenübertragung so lange dauert wie 1995, als wir unser erstes Modem bekamen…

        • theomix Says:

          Schirri wird jetzt sicher denken, der Bruder hätte gar nichts anderes machen können…
          Bei C64 war ich noch überhaupt nicht dabei. In der Familie war Computer ziemlich früh vertraut, ich habe damit nicht so viel anfangen können, bis 1998. und jetzt mit dem Internet eben…

    • OneBBO Says:

      Als ebenfalls Technik-Begeisterte stimme ich dir zu. Das Einzige, was ich eben nicht habe, ist ein Fernseher. Aber nicht, weil ich da „moralische Bedenken“ habe, sondern weil ich einfach nie gucke. Habe so viele andere Sachen zu tun. Habe ich ausprobiert, zweimal in meinem Leben stand so ein Teil rum und gähnte mich an.
      Aber ich wüsste wirklich nicht, warum ich mir Internet oder ein chices Handy vorenthalten sollte. Das muss ich doch nur, wenn ich so schwach wäre, dass ich Zeit dort verbringe, die anderswo besser verbracht wäre.

      Das ist bei einem theomix natürlich anders: der hat so viele wichtige Aufgaben im Leben 🙂

      • theomix Says:

        Sind es die vielen Aufgaben? Das Gefühl, das Ganze könnte mich auch blockieren – das motiviert mich. Es ist weniger die Moral. Es ist einfach Experimentierfreude, auch ein Test, ob es nicht vielleicht doch die genannte „Schwachheit“ ist.

  5. Lilo Says:

    Mein Handy ist immer an. Ich habe es meist nur nicht dabei 😀

  6. Juebe Says:

    Das mit den vierzig Stunden verstehe ich, aber warum Sie diese nur teilweise auf den Sonntag legen, das verstehe ich nicht.

    • theomix Says:

      Wie die 40 Stunden liegen, habe ich recht willkürlich gewählt. Ich weiß von meinen bisherigen Sonntagsruhen, dass ich gegen Abend gerne ins Netz möchte. Und ich möchte wenigstens 24 Stunden am Stück netzfrei sein. Hätten Sie denn einen besseren Vorschlag?

  7. Emily Says:

    Ich finde, das ist eine wirklich gute Idee! Wenn ich überlege, wie viele Stunden täglich ich im Netz bzw. am PC überhaupt verbringe – beruflich eh und privat dazu – dann ist das schon nicht wirklich witzig!

    Ich werde mir das auch mal vornehmen…

    Viele Grüße, die Emily

    • theomix Says:

      Liebe Emily, ich werde berichten, wie es bei mir ist. Schaden wird es wohl nicht… 😉
      Herzlich: Jörg

      • Emily Says:

        Nein, schaden kann es in keinem Fall. Wenn ich das Fasten einläute, kann ich mich beispielsweise mit dem Internet überhaupt nicht anfreunden.
        Ich werde das Internetfasten demnächst ganz bewußt zelebrieren. Ist wirklich ein schöner Gedanke!

        Einen schönen Abend dir noch, Emily

  8. Hase Says:

    EINSPRUCH:

    „Eins ist sicher: Ich werde nicht online berichten, wie es mir damit geht“

    „ich werde berichten, wie es bei mir ist“

    (beide Zitate von theomix, 24.09.2010)

    wie erklärst Du das, lieber Jörg
    ich will es aber auch wissen 😆

    oder ich frag die liebe Emily 🙂

    • theomix Says:

      Gut gelesen. Findest du den Unterschied?

      • Hase Says:

        Jaaaaaaaaa
        kannst mir ja mailen dann 🙂

        • theomix Says:

          Bestimmt nicht. Selbst lesen hilft und zeigt den Unterschied. Der führt zur Lösung.

        • Hase Says:

          Du schreibst, nicht online berichten
          deswegen schrieb ich das mit dem mailen
          wie es dir damit geht
          und wie es bei Dir ist,
          das macht den Unterschied oder???

        • theomix Says:

          Genau das ist es. Berichten kann ich hinterher. „Online“ wäre paradox, dann müsste ich ja im Internet sein, um zu berichten, wie es ohne Internet ist. Das meinte ich jedenfalls mit „online“.

        • Hase Says:

          und….. wie war´s ohne?
          jetzt kannst Du ja berichten, es ist schon hinterher
          meine Ungeduld streckt schon wieder die Fühler aus
          🙂

  9. Hase Says:

    Danke, wenn es nur immer so schnelle Lösungen gäbe 😦

  10. Hase Says:

    EIGENTLICH gehörte das woanders hin….

  11. fudelchen Says:

    Da mein Rechner defekt ist und ich nur am Abend einen Laptop zur Verfügung hatte, habe ich stattdessen meine Arbeit noch gründlicher erledigt, bin früh zu Bett gegangen und so vieles getan, was ich schon immer tun wollte…. ich habe wirklich sehr viel Zeit am PC verbracht, möchte ihn aber auch nicht missen.
    Hoffentlich kommt die Kiste bald wieder 😀

  12. paradalis Says:

    Hab eine schöne Zeit.
    🙂

    Liebe Grüße!
    Heike

  13. minibares Says:

    Soso, Shabbat also.
    Der beginnt mit Beginn des Sonnenuntergangs am Freitag und endet erst nach vollendetem Sonnenuntergang am Samstag. Also etwas mehr als 24 Stunden.
    Auch keine Schalter bedienen, nichts schweres heben, kein Autofahren.
    Viel Spass dabei…

    • theomix Says:

      Herzlich willkommen, Bärbel!
      Ganz gewiss kein Schabbat, das kann ich nur imitieren, das Ergebnis wäre schlecht.
      Eine Abschattung dessen, die wohl eher dem jüdischen Schabbat als der christlichen Sonntagsheiligung ähnelt. Also das griechisch-lateinsich-deutsche Wort „Sabbat“.
      (Immerhin, das mit dem „Schalter umwerfen“ haut bei meinem Sabbat hin, und einen Schabbes-Goj gibt es auch nicht – Ehrensache…)
      Durch die moderne Technik verdorben, da ich mich an Uhrzeiten halte. Denn von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang könnte ich beim Internet gar nicht. Ich habe es erwogen, aber verworfen.

  14. Martha Says:

    das mit den 40 das teste ich auch einmal *lach* ja, will mal sehen, was das bei mir auslöst, so 40 Stunden ohne I-net – das ist doch tatsächlich ein Versuch wert – ich danke Dir lieb für diese Idee, bisous, Martha

    • theomix Says:

      Das freut mich zu lesen.
      Liebe Martha, ich habe lange gebraucht die spur deines zweiten blogs zu finden…. Nun ist das abo schon länger wieder da…. Bleib munter!

  15. Babbeldieübermama Says:

    Ich werd es auch versuchen… vielleicht. Ich fang mit 4 Stunden an, nicht, dass ich Entzugserscheinungen kriege. :mrgreen:

  16. Erneuter Internet-”Sabbat”: 2 Tage ohne Netz « Theomix Says:

    […] mehrerer Termine kann ich mir leicht eine weitere Internetpause gönnen, 48 Stunden […]

  17. Anna-Lena Says:

    Wenn das alles gleichzeitig machen, ist in Bloghausen nichts los. Und dann fällt es auch nicht so schwer. Aber das gilt wohl nicht, oder?

    LG Anna-Lena :-).

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