Sparbeschlüsse

Es ist ein Mittelchen der Politik: Erst mal einen Jubelanlass geschehen lassen, und zwei Tage später werden die Zitronen und sauren Gurken verteilt. Das hat unser Bundeshorst ja etwas verdorben, sonst wäre es wieder so gewesen: Lena bejubeln lassen – und dann den Katalog der Grausamkeiten aufblättern.

Bei der letzten WM war doch nach jedem deutschen Sieg eine Mitteilung des Innenschäubelis zu erwarten, wie die Rechte des Einzelnen begrenzt, beschnitten wurden. Warum das Finanzschäubeli jetzt nicht warten wollte – wer weiß.

So ähnlich komme ich mir auch jetzt vor. Nun sind die ersten hunderttausend Besuche gefeiert, und ich habe nichts Besseres zu tun als vom Sparen zu reden.

Mehrmals habe ich schon Kürzungen im Artikel-Etat angedroht, nun muss ich es strukturiert durchführen. Die letzten Wochen waren dermaßen anstrengend, dass ich nur mit Mühe den täglichen Beitrag schreiben konnte. Die Kreativitätspause hat mir viel weniger beschert als ich erhofft hatte. Und einen reinen Albernheitsblog will ich auch nicht haben…

Ich merke, in beiden Ärmel ist nicht mehr genug, um etwas herauszuschütteln. Auch das kreative Füllhorn ist bis auf ein paar Krümel leer. Und dann, ich gestehe es mit leichtem virtuellem Erröten: Es hat so gut getan, vier Tage einfach Kommentare abgeben oder beantworten zu können, ohne etwas Neues schreiben oder heraussuchen zu müssen.

Und sagt selbst: Wenn etwas so schönes Freiwilliges wie Bloggen nur noch zur Pflicht wird – dann hat das sicher fatale Folgen. So weit will ich es aber nicht kommen lassen. Die ersten Hunderttausend waren so gut, ich will weitermachen. Keine Bange.

Ich kann noch nicht sagen, wie oft ich zum Schreiben und einstellen komme. Schön wäre ja, drei Mal in der Woche. Vielleicht sogar NOCH weniger? Da müssen wohl erst ein paar Erfahrungen kommen…

Wie lange ich das so machen will? Bis Jahresende vielleicht.

Ich freue mich jedenfalls, dass ich mir beim Bloggen mehr Luft gönne. Angenehm milde, nicht heiße, die muss auf diesem Blog wirklich nicht sein.

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76 Antworten to “Sparbeschlüsse”

  1. onebbo Says:

    Oh ha. Nun denn, mehr potentielle Besuche auf meinem Blog 😉

  2. paradalis Says:

    Weiß du, lieber Jörg, ganz gleich für welche Variante du dich entschließen wirst, wichtig ist, dass es dir gut geht. Du nur das machst, was du auch möchtest. Zumindest beim Bloggen sollte man annehmen, dass genau das auch zu verwirklichen geht.

    Alles Liebe,
    Heike.
    🙂

  3. Claudia Says:

    Ich lese hier gerne – und so soll es bleiben. Laß nicht Dein schönes Blog verkommen zu einem mit viel Blödsinn, nur damit überhaupt etwas darin steht. Und vor allem: Es gibt keine Blogpflicht.
    Man ist zu so vielen Dingen durch alle möglichen Umstände gezwungen, da muß man sich nicht noch weitere Zwänge auferlegen.

  4. Sylvia Says:

    Seh ich auch so wie Claudia.
    Freiwilligkeit führt zur Freuwilligkeit 😉

    Ansonsten schließe ich mich Onebbo & Mialieh an 😀

  5. Erika Says:

    lieber jörg,
    du machst doch alles richtig,dafür mögen wir dich alle so.
    ob du schreibst oder schweigst
    oder malst oder lachst
    du musst dich wohlfühlen dabei und zu nichts zwingen
    dann geht es uns auch gut
    liebe grüsse
    erika

    p.s. lass die gedanken einfach vorbeiziehen und ziehe nicht aus unseren herzen aus die sonne scheint auch hinter den wolken

  6. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, DEIN Blog, DEIN Tempo, DEIN Ryhtmus. Wenn Bloggen zum „müssen“ wird, dann ist es sehr schade. Wenn Du mit 3 Beiträgen in der Woche die Freude daran behälst, dann mal los… Ich glaube, jeder hat mal solche Phasen, bei mir wird es in der nächsten Zeit wahrscheinlich auch ein wenig ruhiger werden, auf jeden Fall stehen Veränderungen an… ich glaube, jeder hat seine eigenen Gründe zum Bloggen und auch die können sich ja mal verändern… Ich freu mich weiterhin auf Beiträge von Dir, ich freu mich weiterhin auf Kommentare von Dir und für die „schweigsame“ Zeit wünsche ich Dir alles Liebe, Andrea

  7. tmp Says:

    Mir wird sicher etwas fehlen, aber ich respektiere Deine Entscheidung und die Beweggründe dazu…

    Jetzt müssen eben andere Blogs dran glauben… 😉

    • theomix Says:

      Das klingt so, als ob ich ein vierteljahr verreisen wollte.
      Außerdem, was willst du auf anderen blogs, solange du noch nicht alle alle beiträge durchkommentiert hast?

  8. theomix Says:

    Kommentiert ihr oder seid ihr meine Unterstützergruppe? 😉
    HERZLICHEN DANK!

  9. tmp Says:

    Kommentierende Unterstützer, wenn Du mich fragst… 😉

  10. ig Says:

    eine dreifache laola-welle für theomix!
    für theomix
    LAOLA laola L-A-O-L-A

  11. Gucky Says:

    Und sagt selbst: Wenn etwas so schönes Freiwilliges wie Bloggen nur noch zur Pflicht wird – dann hat das sicher fatale Folgen.

    Aus diesem Grunde pausiere ich etwas, um mich zwischendurch auch mal anderem zuwenden zu können und neue Kraft zum Bloggen zu sammeln !

  12. freidenkerin Says:

    Zuerst einmal die allerherzlichsten Glückwünsche zu den mittlerweile schon wieder weit über 100.000 Klicks! 🙂
    Theomix, wie die Vorkommentatoren/innen schon sehr richtig schruben: Es ist dein Blog, da kannst du tun und lassen, was immer du für richtig hältst! Und ich bin auch der Meinung, dass ein wenig kürzer treten und Abstand nehmen gut tun wird. 😉
    Liebe Grüße!

  13. Sven Says:

    Hallo Jörg
    So viele sinnvolle Beiträge und Kommentare. Das hättest du vor 10 Jahren nicht gedacht, das so etwas möglich ist. °v^

    Ich schließe mich der Meinung der Anderen an. Bloggen ohne Seele , nur zum reinen Selbstzweck. Das macht weder dem Schreiber noch dem Leser Spaß. Laß dir Zeit. Qualität ist besser als Quantität.

    Mit Grüßen

    • theomix Says:

      Ja, Sven, noch nicht mal vor zwanzig… 😉

      Versteh ich das nicht? Blogge ich zum selbstzweck, hat es seele. Tu ich es aus pflicht, wird es seelenlos. oder?

      Jedenfalls ist das mit quanti- und quali- schon richtig.

      • Sylvia Says:

        quanti – qualität – so pauschal kann man das nicht sagen, find ich.

        Es gibt viele Bespiele, wo Quantität in Qualität übergeführt wird, – ich brauch viele Rosenblätter um Rosenwasseressenz extrahieren zu können. Und viele Rosenblätter sind deswegen nicht weniger wert als ein Tropfen Parfum. Also in einem künstlichen gedanklichen Konstrukt natürlich schon, weil es *mehr* Arbeit macht, *mehr* Zeit braucht.

        Weil Zeit Geld ist. Per Definition.

        Und in den 3. Welt Ländern braucht es im Zweifelsfalle auch eher mehr 100 kg Reis als 10 g Superreis- sprich, falls man wählen müßte.

        Und auch bleibt es jedem selbst überlassen, sich zu „weniger gehaltvollen“ (?) Beiträgen sich was Sinnvolles dazu zu denken.

        Und auch im Alltag geschieht vieles aus Pflicht, und deswegen ist es noch lange nicht seelenlos.

        Dann sind nach meinem Dafür halten lauter Wenn – Dann Zusammenhänge, die eher polemisieren und eng machen.

        Das ist nicht natürlich, sondern eher eine kulturimmanente Anschauung, die Entfaltung nur in bestimmten Schienen möglich macht und bewertet.

        Claudia würde sagen: Hugh – ich hab gesprochen 😀

        • mialieh Says:

          Und Hugh würde sagen: Claudia, ich habe gesprochen … kicher 😛

        • onebbo Says:

          Ich schließe mich dir an Sylvia, an habe es – leider etwas weniger nett formuliert – auch in eine Mail an theomix gesteckt 😛

        • tmp Says:

          Selbst wenn ich einen Blog mit hunderten Ostfriesen-Witzen aufrufe, merke ich, dass der Blog deshalb ja nicht unbeseelt ist… 😉

        • theomix Says:

          Sylvia, ich habe keine bedenken gehäuft relativ wenig gehaltvolles zu schreiben, das habe ich sozusagen bewiesen, und es hat mir auch gaudi gemacht. Zur zeit ahne ich, es käme gar nicht viel mehr.
          Und ein grausamer kalauer ist auch arbeit, ein belangloses witzchen nicht.

  14. Sven Says:

    Hallo Jörg,
    ich möchte an dieser Stelle mit dir nicht über die Seele diskutieren. ( Mein Kommentar ist leider in einem falschem Beitrag gelandet. )
    Deine Annahme ist für mich aber richtig. Das was du mit dem Herzen tust ist gut.

  15. klanggebet Says:

    lieber jörg,

    dass die masse es macht, stimmt ja bekanntlich nicht. dementsprechend kann ich sagen es gibt einige blogs die liebe ich so heiss und innig und würde nie vergessen sie zu besuchen, obwohl sie nur einen beitrag pro monat bieten. diese beiträge aber sind so gehaltvoll dass ich darauf wiederkäue wie ein mensch der dankbar zu einer kuh geworden ist.

    schreiben müssen, das ist täglich brot von berufsautoren und gagschreibern, von einer kette rauchenden und johnny walker trinkenden zunft ;P der du doch per se schon gar nicht angehörst. warum dich also quälen?

    ich werde weiterhin gerne vorbeischauen, und wenn meine augen mal ins leere plumpsen, dann wird ihnen das auch keinen nachhaltigen schaden zufügen.

    freiheit ist oft auch freiheit von selbstauferlegten zwängen – und wenn man sich von der eigenen knute befreit, hat das oft etwas besonders genussvolles.

    also gönn dir ordentlich freizeit, lebenszeit, zeit für erfahrungen die gar nicht anders können als irgendwann dann fröhlich in dieses blog zu fließen.

    sei herzlich gegrüsst
    giannina

    • theomix Says:

      Liebe Giannina,
      ich sehe es eher als herausforderung, und anderthalb jahre hat es mich ausgefüllt. Jetzt würde es überfüllen. Ich finde es schon eine kunst kleinbeiträge zu schrieben, hier ein gedicht zu nehmen, mal einen spruch. Aber es fordert auch eine innere haltung, nenn es konzentration, nen es muße, die ist im moment nicht da. Das war kein zwang, und es war kein broterwerb. udn das gibt mir nun die freiheit, das so zu handhaben, dass ich jetzt eine andere phase ankündige.
      Herzlich grüßt: Jörg

  16. onebbo Says:

    Ich möchte mal ganz klar meine Meinung dazu äußern.

    Dieses Ganze „ja, tu was dein Herz dir sagt“, „lieber Jörg, du hast ja so Recht“ und „ja, wenn es keine Freude macht, liebe rmehr quali als quanti“ ist mir zu seicht.

    Es ist heute die Zeit, wo es offenbar keine Pflichten mehr geben darf und jeder am besten das tut, was ihm gerade gefällt. Was’n Käse. Wenn ich jedes Down bei einer Freizeittätigkeit, an der andere beteiligt sind (!), gleich nutze, um die Sache drastisch zu reduzieren, meine Güte. Nur Lebensglück etc. ist angesagt.

    Ich bin da zweigeteilt. Ich habe Verständnis für dein Langsamer-Treten, weil ich selbst weiß, was es heißt, in der Freizeit sich die Hucke vollzuladen 🙂 Ansonsten finde ich das ziemlich doof, weil ich gerne deinen Blog gelesen habe, jeden Tag. Was willste mit der gewonnenen Zeit machen, relaxed vorm Fernseher abhängen? Na toll. Ich bin auch überzeugt, dass die Qualität der Blogeinträge nicht steigt, wenn es weniger werden. Wie jedes „Handwerk“ braucht auch das Bloggen die Übung, um geschmeidig und gut zu bleiben.

    Vielleicht kannst du einfach mal überlegen, wie du deine Vorbereitungszeit besser organisierst. Vielleicht mehr andere Blogs und Webseiten vorstellen, so was Ähnliches wie Gastbeiträge anfordern, regelmäßige Leser sich vorstellen lassen, Sprichwörter zur Diskussion stellen… und alles immer für 2 Wochen vorbereiten.

    • theomix Says:

      Ich habe das zunächst als unterstützung empfunden, denn wenn meine treuesten kommentierer mir signalisieren: Ist schon okay so, dann hat das seinen wert.
      Ne, so schön, wie du es denkst mit der gewonnen zeit, ist es nicht. Es ist ja leider keine zeit zu gewinnen. Sondern es ist reine mangelverwaltung, der blog nimmt mir zu viel zeit, die ich für anderes brauche. Deswegen war ja auch das jahresende nicht willkürlich: erst die visitation, dann die advents- und weihnachtszeit. Und dann werde ich sehen, wie sich die lage darstellt.
      Es sind also die anderen pflichten, die drücken, udn wenn die pflichten von außen die selbstverpflichtungen einengen, dann muss ich halt prioritäten setzen…

      Ein wenig kann ich den vorwurf der seichtigkeit nachvollziehen. Es könnte auch ein oberflächliches zuhören, gleichgültigkeit dahinterstecken.

      Die organisationsfrage gilt anderen bereichen, aber es sind gute anregungen. Hoffentlich merke ich mir die…

    • Wolfram Says:

      Pflicht? Nein, mein Blog ist keine Pflicht und soll auch keine werden. Ich nehme im Gegenteil schon immer mal wieder ein wenig Abstand, wenn ich Erlebnisse sofort in Blogeinträge umzusetzen beginne. Nein, so nicht. Das Blog ist mein Vergnügen, meine Freude, eine Möglichkeit, mich auszudrücken. Wenn es anfängt, mich zu bestimmen, dann ist das Blog nicht mehr für mich da, sondern ich für das Blog.

      Und das ist Unrecht. Unrecht an meiner Familie, Unrecht an der Gemeinde, deren Hirte ich sein soll, aber nicht sein kann, wenn ich unbedingt noch einen Blogeintrag schreiben muß und deshalb die Besuche oder die Predigt verschiebe.
      Wir Pastoren haben keine festen Arbeitszeiten, das ist Segen und Fluch zugleich… und wir müssen immer aufpassen, das Gleichgewicht zwischen Familie, Arbeit und persönlichen Hobbies (wozu nicht nur Fotografieren oder Modellbahn, sondern auch Bloggen gehört) einigermaßen zu halten.

      • theomix Says:

        Wie irgendwo hier in einem anderen kommentar geschrieben: Das tägliche veröffentlichen hatte etwas von einer geistlichen übung. Auch wenn das den beiträgen nicht immer so anzumerken war.

        „Wenn es anfängt, mich zu bestimmen, dann ist das Blog nicht mehr für mich da, sondern ich für das Blog.“ Diesen satz kann c in der tendenz jedoch unterschreiben: Es ist nicht so, dass ein ritual leer geworden wäre. Sondern es kostet mir im mment u große mühen, es überhaupt durchzuhalten. Deswegen ist die änderung nötig.

        Ansonsten ist es auch in meinem sinn, über das rechte maß nachzudenken..

        • Wolfram Says:

          Ich habe ein Gemeindeglied, das mir neulich mal „gebeichtet“ hat, er habe eine Auszeit von der Bibel nehmen müssen; es wurde ihm zu beschwerlich, seine Zeiten mit der Bibel zu halten.
          Er hat dann über Monate nur noch mitgenommen, was er im Gottesdienst hörte, und danach hat ihn die Bibel eines Tages so angeguckt, daß er nicht anders konnte als sie aufschlagen.
          Auch das kann manchmal nötig sein – wenn es nicht aus Zeitnot o.ä. geschieht.

        • theomix Says:

          Durchaus.
          Solche „enthaltsamkeit“ kann es geben.

  17. klanggebet Says:

    lol
    mit welchem recht redest du denn hier von „pflicht“? seit wann ist es eine pflicht zu bloggen?
    und wie jörg seine freizeit verbringt, ist das nicht seine sache?
    ich muss mich echt wundern………

    • theomix Says:

      ICH rede von pflicht!
      Im beitrag schrieb ich: „Wenn etwas so schönes Freiwilliges wie Bloggen nur noch zur Pflicht wird…“ „Nur noch“ – es war auch vorher eine – aber eine äußerst angenehme. Ein bisschen (wie) eine geistliche übung. Jetzt wird es wie ein luxus, den ich mir nicht mehr leisten kann…
      Insoweit habe ich schon mein tun in der freizeit offengelegt und zur diskussion gestellt. Aber was ich aus den kommentaren mache, das ist dann wirklich meine sache. 😉

      • klanggebet Says:

        ist es auch! ich wollte da keineswegs für dich das wort ergreifen. pardon.
        ich fand nur den abgesang auf das pflichtgefühl der menschen etwas sauertöpfisch 😀
        weil bloggen, ob nun selbst auferlegte pflicht oder nicht, einfach auch ein luxus ist – ein ausdruck von freizeit, demokratie und anderen umständen um die uns andere beneiden würden. nur weil man das recht, die zeit und die muße hat, alles zu sagen, muss man ja nicht dauernd alles sagen :D. das ist eben auch eine kunst.

        • theomix Says:

          Sauertöpfisch fand ich Onebbos Kommentar nun nicht. Nur leicht genervt…
          Antürlich ist es auch ein Luxus, das Bloggen. ABer Lesen können ist auch einer. Oder Zeit haben für Sport. Letztlich jede Freizeit. Und da spricht nichts gegen strukturieren.

  18. Sven Says:

    Hmm,
    ich kann theomix Gedanken zum Pflichtgefühl nachvollziehen. Diese selbst auferlegte Pflicht, schnell und zeitnah in einem Blog präsent zu sein, ist ein lästiges Übel.
    Denn Bloggen ist eigentlich reine Zeitverschwendung, wenn dafür andere wichtige Dinge im direkten Leben im direkten Kontakt zu anderen Menschen zu kurz kommen.
    Wenn Bloggen als eine Kunstform verstanden wird, wie das Schreiben von Gedichten, dann ist es natürlich keine Zeiverschwendung, sondern Ausdruck der individuellen Persönlichkeit, an der viele Menschen anteil haben können.
    Das macht Spaß.
    Den Anspruch jeden Kommentar individuell und Zeitnah zu beantworten……. …. das kann jeden sehr schnell überfordern.
    Einen Knigge für Blogger gibt es ja noch nicht. Die Höflichkeitsregeln im „echten“ Leben, müssen im Internet angepasst werden, möchte man nicht in den Internetzwängen aufgehen.

    Ich will nur sagen:
    Das Leben da draußen ist wichtiger. Für Freizeitblogger gilt das insbesondere.

    Mit Grüßen

    (Hoffentlich habe ich nicht wieder am Thema vorbeigeschrieben)

    • theomix Says:

      Für mich war baldige Reaktion nie lästiges Übel. was mich belastet hat, war der Aufwand für tägliche Beiträge. Die waren (bewusst) nicht an Tagesthemen orientiert – von Ausnahmen abgesehen…
      Ansonsten finde ich dein Resümee im Prinzip richtig. Was auch einschließt, dass man jetzt länger darüber reden müsste… 😉

  19. mialieh Says:

    Oh, ich surfe auch auf der Welle von Onebbo mit – nur ein bisschen anders, denn das mit der Pflicht und der persönlichen Entscheidung kann ich schon irgendwie nachvollziehen… aber, ich denke auch: Boa Mensch, Theomix, wie kommst du denn da drauf? Du kannst uns doch nicht einfach dein Blog, unser Ritual entziehen! Menno! Ein Blog lebt nciht vom Autor alleine (obwohl das bei manchem Blogs schon so ist, hihi).

    Und das über einen sich davonschleichenden Bundespräsidenten oder ein als Geschenkpaket verpacktes Steuererhöhungsprogramm zu begründen finde ich nicht stimmig. Denn das würde ja heißen: du machst uns etwas vor, was etwas ganz anderes ist. Das glaube ich aber nicht!

    Ich glaube dir, dass die Entscheidung eine persönliche war und dass du eben eine zeitlang weniger bloggen möchtest. Das ging mir auch so und ich mache das ja aus ähnlichen Gründen auch so. Zeit und Muße fehlen mir manchmal. Aber das Quanti-Quali-Argument kann ich nicht nachvollziehen: ich fand die Beiträge meistens gut 😛

    • theomix Says:

      Na, das Vormachen ist seit November inklusive. Anonym habe ich noch Aktuelles aus dem Berufsleben berichtet. Das lasse ich nun. So ist das Ganze etwas freischwebender geworden. Was ich nicht schlimm finde. Wenn 35 Onlinezeitungen und 178 Blogs über dasselbe aktuelle Thema (Margot, Lena, Horst usw.) berichten, dann muss ich nicht unbedingt etwas dazu sagen.
      Die Analogie war natürlich rein äußerlich. gedacht.

      Übrigens fand ich bisher die meisten meiner Beiträge gut (bis sehr gut!!). aber wie geschrieben, in den Ärmeln nix mehr zum Rausschütteln. Und wenn ich ins Füllhorn rufe, echot es… es soll gut bleiben. Und wenn es in den Pausen langweilig wird, dann hast du noch die Blogrolll, oder du trinkst einen Espresso auf losungen.de

  20. Wolfram Says:

    Schreibe nicht nach Kalender. Schreibe, wenn du etwas zu sagen – äh, zu schreiben hast.

    • theomix Says:

      Habe ich etwas zu schreiben? Das war/ ist für mich der maßstab für meine entscheidung.

      • Wolfram Says:

        Nicht jeder deiner Einträge hat mich direkt angesprochen, das kann ja auch nicht anders sein – aber: mir hast du etwas zu sagen. Sonst würde ich hier nicht mehr mitlesen (und -kommentieren).
        Und du weißt ja auch: nicht immer ist das, was ankommt, auch das, was abgeschickt wurde, aber es kann genauso wichtig sein, wenn nicht gar wichtiger…

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