Fast eine Elegie II

anfechtung

kritische fragen
ein leichtes

spott
haut nicht um

kleinkariertes denken
verletzt die seele

maulende schafe lenken
der mut des hirten erlahmt

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19 Antworten to “Fast eine Elegie II”

  1. mialieh Says:

    das hört sich kompliziert an…

  2. onebbo Says:

    DER HIRTE

    Spott
    kann er ertragen

    Kritik sieht er
    nahezu gerne

    Demokratie nur
    ohne Schafe?

    Meckern ist wichtig
    blökte ein Schaf

    Nett sein kann jeder
    maulte ein anderes

    Und der lahmende Hirte
    wachte erfrischt
    aus seinem Alptraum
    auf

    Wie gut dachte er
    dass ich Gänsehirte
    bin

  3. Sylvia Says:

    Er erlammt also nicht …
    Er schaft es …

  4. Erika Says:

    Lieber Jörg,
    eine verletzte Seele zu heilen
    braucht viel Geduld und Vertrauen
    liebe Grüße
    Erika

  5. tmp Says:

    Schon gestern habe ich aus den wenigen Worten eine riesengroße Enttäuschung herausgelesen, heute noch mehr, die wohl auch mit heftigen seelischen Schmerzen verbunden ist.
    Es scheint DIE Enttäuschung überhaupt zu sein… 🙄

    • theomix Says:

      Diese Deutung ist naheliegend. Ich widerspreche ihr nicht grundsätzlich. Es waren, mit Abstand gesehen, teilweise traumatische Erfahrungen.
      Und mit diesem Abstand, nach vielen korrigierenden Erfahrungen und vielen vielen Gesprächen kann ich auch diese Gefühle herausstreichen. Wie am Montag gesagt, es sind Erinnerungen – und in die habe ich mich mit gewisser Wonne hineingesteigert…

      • werner Says:

        Ja, sich hineinsteigern kannshcon mal eine Zeit lang Wonne sein.
        Mehr Wonne bereitet es allerdings, sich auch wieder herauszusteigern!

  6. Ellen Hoffmann Says:

    „… und in die habe ich mich mit gewisser Wonne hineingesteigert…“

    Auch im Schmerz spürt man SICH. Manchmal intensiver als im luftigleichten Glück. Oder?

    • theomix Says:

      Die Wonne entsteht AUCH aus dem Abstand, dass jetzt alles anders ist. Wenn ich den Schmerz spüre, spüre ich als erstes den Schmerz. Der Vergleich mit dem Glück kommt mir dann nicht. Es ist wohl so, dass man viel Licht leichter genießt, wenn man auch viel Schatten kennt. Aber wo ich mich selbst „mehr“ oder „intensiver“ spüre? Ich kann da nicht bewerten. Oder gewichten.

  7. mialieh Says:

    Ich denke hier assoziativ an E. M. Cioran: „Vom Nachteil, geboren zu sein“, der einen mit der Vergänglichkeit konfrontiert und jedem Sinn provokativ das Existenzrecht abspricht. Dies hat jedoch auch etwas Tröstliches. Wenn alles eh vergänglich ist, vergeht auch der Schmerz, die Wonne, die Wonne des Schmerzes… Verletzt sind wir ja oftmals nur deshalb, weil wir Sinn in etwas suchen, was keinen hat…

  8. Elisabeth Says:

    Sehr cool – voll poetisch, lieber Jörg!
    Ich bin hin und weg… Maulende Schafe, die denken, wären nett – gibt es die!? 😉
    Herzliche Grüße von Elisabeth

    • theomix Says:

      Liebe Elisabeth,
      herzlichen Dank!
      Und: natürlich gibt es sie, aber nie lange. Wer denkt, will nicht unbedingt mehr Schaf sein. obwohl es dann und wann regressive Phasen gibt.
      Liebe Grüße, Jörg

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