Urheberrecht

Mal grundsätzlich:

Ich bemühe mich ans deutsche Urheberrecht zu halten. Klare Regel:

Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG)
§ 64
Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers.

§ 71 sagt: War ein Werk bis zum Erlöschen des Urheberrechts noch nicht erschienen, hat der, der es zuerst veröffentlicht, das Nutzungsrecht für 25 Jahre.

Dieser Paragraph ist für Gesamtausgaben oder ähnliches wichtig, wenn die Werke  noch nie veröffentlicht worden sind. Wenn zum Beispiel heute ein Brief von Luther zum ersten Mal auftauchte und  der Murksverlag ihn als erster veröffentlichte, dann hätte dieser Verlag 25 Jahre das Nutzungsrecht, obwohl sonst Luthers Werke seit 1616 als frei anzusehen sind.

Solange das Urheberrecht gilt, muss man die Rechteinhaber fragen, ob man veröffentlichen darf. Bei einem Ja darf man dann.

Zitate (Kleinzitate) sind erlaubt.

Im wikipedia-Artikel „Zitat“ heißt es: „Kleinzitate dürfen weiterreichend verwendet werden. Der Zitierzweck muss erkennbar sein. Das Zitat muss also in irgendeiner Beziehung zu der eigenen Leistung stehen, beispielsweise als Erörterungsgrundlage. Der Umfang des Zitats muss dem Zweck angemessen sein.“

Ich bemühe mich das Urheberrecht einzuhalten und bitte alle, die einen Kommentar abgeben, dies auch zu tun. Beiträge, die meiner Ansicht nach gegen das Urheberrecht verstoßen, lösche ich, sobald ich sie entdecke.

Links auf Veröffentlichungen sind aber erlaubt, solange sich nicht herausstellt, dass sie illegal sind.

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17 Antworten to “Urheberrecht”

  1. onebbo Says:

    Wie kann ich denn den Begriff „Kleinzitate“ wohl für Bilder auslegen?

  2. theomix Says:

    Wenn das Bild sozusagen „lupenrein“ ist, also höchstens 1 x 1 cm :mrgreen:
    Im Ernst, ich weiß es nicht, ich habe an texte gedacht.

  3. tmp Says:

    Nicht alle Internetschaffenden nehmen das so genau und viele kommen jahrelang damit auch durch.
    Es ist sicher richtig, so eindeutig darauf zu verweisen, damit die Selbstherrlichkeit mancher Autoren ( nicht auf diesem Blog ) auch die verbindlichen Spielregeln aufgezeigt werden… 😉

  4. Sylvia Says:

    Ich frag mich grad, ob eben zum Beispiel *ein Satz* auch schon unter dieses Urheberrecht fallen könnte.

    Oder nur bestimmte Sätze ?

    Wer gäbe dann vor, welcher schützenswerterweise erst in 70 Jahren wiederholt werden darf.

    Was unterscheidet ein Zitat von einem Satz, der mir grad einfällt ?

    Wie weiß ich, ob das schon mal von jemanden geschrieben wurde ?

    Besonders pikant ist es ja, wenn weltweit gleichzeitig – ohne ehrlich nix voneinander gewußt zu haben – etwas erfunden (entdeckt) wird. Die Geschichte kennt da viele Beispiele und begründet es oft damit, dass eben die Zeit reif sei für einen Gedanken, respektive für eine bestimmte Erfindung.

    Ich überleg grad, das Götz Zitat einzuklagen brächte den Urhebern wahrscheinlich mehr Geld als man jemals ausgeben könnte … 😉

  5. Erika Says:

    Lieber Jörg,
    ich finde es gut, dass Du an dieser Stelle noch einmal darauf hinweist, sonst denkt man, Du seist so genau .
    Aus Erfahrung beim Kommentieren von Zitaten bzw. Gedichten auf anderen Blogs gab es schon Rückmeldungen von Verlagen. Ich habe auch eine postive Erfahrung gemacht, indem ich der Autorin schrieb, dass ich ein Gedicht in einem Kommentar veröffentlichte. Daraufhin antwortete die Tochter, die Mutter , die ihren 86. Geburtstag genau an diesem Tag feierte, hätte sich sehr gefreut darüber. Sie möchten nur eine Benachrichtigung, wo das Gedicht erwähnt wurde.
    An anderer Stelle bekam ich eine weniger freundliche Abmahnung. Diese Gedichte dürfen nicht veröffentlich werden und mussten entfernt werden.
    Seither bin ich vorsichtiger geworden, es ist was anderes, wenn man es zu privaten Zwecken benutzt….Ich habe mir damals das empfohlene Büchlein gekauft mit sehr schönen Gedichten von Mascha Kaléko.
    Deshalb denke ich ist es gut, darauf aufmerksam zu machen. Im Internet werden außerdem Zitate manchmal fehlerhaft oder mit fälschlichen Angaben verbreitet.
    Liebe Grüße
    Erika

  6. theomix Says:

    @tmp:
    Ist das Urheberrecht nicht auch selbstherrlich? Früher waren es mal 30 Jahre, das wäre natürlich schöner. Aber ich halte mich an die geltenden Regeln, weil ich mir Stress ersparen will.

    @Sylvia:
    *ein satz* ist wohl %ein Zitat&…
    was dir grad einfällt, ist deinem Kopf entwachsen, ein Zitat ist abgeschrieben. Und wenn dir ein Zitat einfällt, solltest du dazuschreiben, von wem es ist…
    Solltest du das Pech haben, dass dir etwas einfällt, was jemand anders Wort für Wort geschrieben hat,müsste der dir nachweisen, dass du angeschrieben hast.
    Das Götz-Zitat ist im Original und in der Goetheschen Fassung frei.

    @Erika:
    Danke für die Beispiele! Das ergänzt meinen beirag sehr gut. Bei einem Nein sollte man sich sputen, es zu entfernen. Das ist wahr.
    „Im Internet werden außerdem Zitate manchmal fehlerhaft oder mit fälschlichen Angaben verbreitet.“ Erika, nichts anderes ahndet der „Zitatedetektiv“…
    Herzliche Grüße, Jörg

  7. werner Says:

    Am besten ist es immer noch, eigene Texte zu schreiben!

  8. theomix Says:

    Ein starkes und unumstößliches Argument.

  9. tmp Says:

    In diesem Zusammenhang fällt mir gerade ein, dass die Leipziger Buchmesse, die heute ihre Pforten geä
    öffnet hat, gleich mit einem Paukenschlag ocder vielmehr einem Schlag ins Kontor beginnt. Denn die fgür mich etwas voreilig gefeierte, erst achtzehnjährige Autorin des Buches „Axolotl“, das zum Renner avanciert, hat sogar zugegeben, dass sie von einem Internettagebuch einer unbekannten Person abgeschrieben hat…
    Wenn der geistige Diebstahl heuer scho so früh anfängt, ist der jungen Dame sicher eine steile Karriere beschieden… 😦

  10. tmp Says:

    Die junge Dame heißt Helene Hegemann.
    Der Roman „Axolotl“ mit dem Untertitel „Roadkill“…
    wird bereits bei amazon vertrieben… 😉

  11. limportant Says:

    „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“ – zum Glück ist Cato der Ältere schon etwas länger tot …

    Nichtdestotrotz ist das Urheberrecht für viele ein Stolperstein, die sich fredlich im Internet tummeln – und ein Fest für Abmahnanwälte, die sich hier eine goldene Nase verdienen.

    Die Forderung nach einer sinnvollen Reform, die sowohl die Urheber, wie auch die „Nutzer“ berücksichtigt, kocht immer wieder hoch, leider ohne große Chancen, da die Rechte inhaber eine zu große Lobby besitzen.

  12. theomix Says:

    @tmp:
    Dem Bestohlenen soll es sogar egal sein…

    @limportant:
    Gut, dass du an dieses Problem erinnerst. Nun, ich kann verstehen, dass es für manche Dichter und Musiker existenzbedrohende Gefühle weckt, wenn die eigenen Werke nicht geschützt sind.
    Für mich steht in Frage, ob 70 Jahre = 2 Generationen angemessen sind.

  13. limportant Says:

    Sicher – ich möchte ja die Urheber und sonstige Rechte nicht abschaffen.
    Ich finde nur, daß eine Regelung notwendig ist, die Otto Normal und Unbedarft eine gewisse Rechtssicherheit gibt.

  14. tmp Says:

    Man könnte es ja wie bei den Medikamenten machen… 😯

    Da läuft der Patentschutz meines Wissens jetzt nach 12 Jahren aus und jeder, der will, kann das Medikament dann herstellen und anbieten…zu einem wesentlich günstigeren Preis, versteht sich…

    Die Arzneien heißen dann auch nicht umsonst…:
    „Me-Too“-Präparate… 😉

  15. theomix Says:

    @limportant:
    Rechtssicherheit wäre gut.
    Aber das Urheberrecht finde ich für das Verwenden von Texten ziemlich eindeutig. Wenn man sich daran hält, ist man auf der sicheren Seite.
    Eine Grauzone ist das Verwenden von Zitaten. Da wäre eine einfache Regel gut.
    Ob die bestehenden Regeln sinnvoll sind, ist eine andere Frage.

    @tmp:
    Ob es dann auch rezeptpflichtige Romane gibt?

  16. freidenkerin Says:

    Also, mich würde es schon ärgern, wenn Jemand eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht von mir veröffentlichen bzw. in sein eigenes Werk einbinden würde, ohne vorher mein Einverständnis eingeholt zu haben. Was Zitate betrifft, auf diese greife ich ohnehin ausgesprochen selten zurück.

    • theomix Says:

      Diesen Blickwinkel haben nur wenige. Danke für die Ergänzung!
      Ich zitiere gern und oft. Ich weiß einfach: Es sollte themenbezogen sein und nicht zu lang, und ich solte noch etwas dazu schrieben. also einen Zeitungsartikel komplett zu kopieren und darunter nur zu bemerken: „Das finde ich gut!“ – das findet dann der Rechte-Inhaber nicht so gut. Da empfiehlt sich ein Link.

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