Nachdenklich

Mir fehlte die Muße, einen Beitrag für heute vorzubereiten. Die Diskussion um Glück und Gnade ist mir auch zu interessant, um sie nur mit Nano-Gedankensplittern zu ergänzen. Da will ich doch lieber mit mehr Ruhe schreiben.

Was die Runde macht, ist der Promillegehalt des Blutes einer Bischöfin. Den ersten Blogbeitrag, den ich dazu gefunden habe, stammt von Rolf Kröger. Ich finde ihn gut.

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56 Antworten to “Nachdenklich”

  1. onebbo Says:

    Ich habe mich gestern auf einem Atheistenblog zwar über die völlig hetzerischen und unqualifizierten Äußerungen geärgert, dennoch bin ich der Meinung, dass Fahren unter Alkohol mit Übersehen einer roten Ampel kein Kavaliersdelikt ist. Und wenn ich dann Stimmen höre wie „Sie ist doch keine Heilige“, kommt mir die Suppe hoch. Ich erwarte von einer Autorität, egal in welchem Bereich, kein Heiligsein, aber die Einhaltung von Gesetzen, die zum Schutz von Leben gedacht sind. Jemand, der sich beim Alkohol dermaßen unbeherrscht zeigt (jeder kann ein Taxi bestellen!) und anderer Menschen Leben leichtfertig aufs Spiel setzt, hat jegliche Vorbildfunktion verloren. Und die Kommentare von Frau Käßmann finde ich ebenfalls arm: Sie werde sich den strafrechtlichen Folgen stellen. Wie schön.

  2. mialieh Says:

    ich bin unentschlossen! Habe ich auch so abgestimmt – oder: (Wolf Schneider aufgepasst) gevotet! Ich denke einerseits ähnlich wie onebbo. Nicht dass sie zuviel Alkohol getrunken hat, aber dass sie sich damit im Bewusstsein ihrer Vorbildfunktion hinters Steuer geklemmt hat, das ist verwerflich. Denn: dumm ist sie nicht, sie weiß ja, was sie tut. Und auch wenn man angetrunken ist, weiß jeder, dass er dann nicht mehr Auto fahren kann. Wenn sie nicht mehr Herrin ihrer Sinne war, dann hätte sie eben nicht so viel trinken dürfen. Mit 52 sollte man sich gut genug kennen, um sich zu beherrschen oder ein Taxi zu rufen. Andererseits hat sie in anderen Bereichen gute Sachen gesagt. ZUm Beispiel bei der Westerwelle-Diskussion. Da fand ich ihr herausforderndes Statement (in der taz) gar nicht schlecht. Und auch ihre sonstigen Einstellungen sind nicht schlecht. Aber wiegt das die Gefährdung von Menschenleben auf? Oder tut man ihr unrecht, weil sie selbst schon reichlich Schicksalsschläge einstecken musste, wie in irgendeiner Nachrichtensendung geäußert wurde?

  3. onebbo Says:

    @mialeh:
    Das ist ja das Bedauerliche, da stimme ich dir zu, dass sie ihre Sache soweit inhaltlich gut gemacht hat, wie ja auch die Antrittsrede mit Afghanistan-Einlage. Ich habe einen guten Freund, der sehr viel trinkt. Der hatte Zeiten, da war er mit Sicherheit jeden Abend über 2 Promille. Der ist nicht ein einziges Mal mit dem eigenen Auto gefahren, zum Taxi rufen hat es immer gereicht. Das heißt für mich: Es geht also, dass man Schranken hat, auch unter Alkohol.
    Habe auch auf dem von Theomix erwähnten Blog den Beitrag gelesen, so nach dem Motto „wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein“. Finde ich hier völlig schwachsinnig, denn dann dürfen „wir“ keine Straftaten mehr ahnden.

  4. mialieh Says:

    Ja, ich finde das auch schlimm. Und ich habe an mir beobachtet, wie ich dachte „der passiert eh nichts“, wie all den Boris Beckers, Bill Clintons und Althausens… Kleine Strafe gezahlt. Punkt. Für Sie, Frau Käßmann, darfs ruhig Bewährung sein… Dass Wahrheit so wenig gilt, das finde ich schlimm. Und das finde ich gerade vor dem Hintergrund schlimm, dass die Kirche für mich eine INstitution ist, in der Wahrheit doch eine besondere Rolle spielen sollte!

    Traurig auch: all die Westerwelles oder Afghanistankriegsbefürworter sehen das doch jetzt als Wasser auf ihre Mühlen: kann man der noch trauen, die ist doch eh besoffen.

  5. onebbo Says:

    Das ist das, was ich ja auf diesem Atheistenblog so widerlich fand. Das nahmen dann viele zum Vorwand, so Parolen loszuwerden.

  6. Claudia Says:

    Nicht den ersten Stein werfen – das heißt für mich: Nicht noch drauftreten, wenn einer am Boden liegt. Selbstverständlich müssen Straftaten geahndet werden. Aber das obliegt der Justiz und keinem anderen!
    Frau Käsmann wird sicher zunächst mal ihren Führerschein los und eine gewisse Summe Geld. Das ist der Tarif für Alkohol am Steuer, wenn dabei nichts Verheerendes passiert (hätte sie jemanden totgefahren, wäre die Strafe höher). Sie hat selbst gesagt – wie ich finde, glaubwürdig -, daß sie über sich entsetzt ist.
    Mal eine Frage in die Runde: Ist es bei jedem, der jetzt an Frau Käsmann herumnörgelt, absolut ausgeschlossen, daß er je in seinem Leben eine gefährliche Dummheit begeht?

  7. onebbo Says:

    @claudia:
    Ich gebe mal ein anderes Beispiel: Ich „predige“ seit Jahren, dass Zucker das größte Übel der menschlichen Ernährung ist. Was würden meine Leser denken, wenn sie mich in einem Café sehen, wo ich gerade drei Stücke Buttercreme in mich reinstopfe? Sie würden mich nicht mehr überzeugend finden – zurecht. Und dabei gefährdete es niemandens Leben, wenn ich Zucker äße. Ich würde nur meiner eigenen Gesundheit schaden.

    Fahren unter Alkohol gefährdet Menschenleben. Wer mit 52 Jahren so wenig Verantwortungsgefühl hat, den Schlüssel abzugeben, sich überhaupt so volllaufen zu lassen, sollte die Konsequenzen ziehen.

    Deine Trennung zwischen Strafverfolgung und moralischer Verantwortung finde ich nicht akzeptabel.

  8. Wolfram Says:

    Die Strafverfolgung IST die Instanz moralischer Verantwortung in unserer Gesellschaft, onebbo.
    Als Pastor bin ich kein Verkehrserzieher, auch kein Nutritionist und erst recht kein Moralist – und doch meint jeder, ich müsse Vorbild sein für andere Autofahrer, mäßig beim Essen und Trinken (aber bitte beim Essen nicht den Wein verschmähen!), dürfe nicht fluchen, aber vielleicht auch nicht lachen, keine, äh, nicht jugendfreien Witze machen und womöglich nur mit meiner Frau schlafen, weils eheliche Pflicht ist, aber nicht aus Freude aneinander?

    Nein, sage ich. Pastoren sind keine Vorbilder. Und wo sie ein Aufsichtsamt haben (das bedeutet das Wort Bischof, ebenso wie Superintendent), da beschränkt sich dieses auf das, was mit der Amtsführung zusammenhängt. Und wenn die Schwester Käßmann, Margot, nun durch Verkehrsverstoß und Alkoholexzeß aufgefallen ist, so ist es die Christenpflicht nicht, sie aus dem Amt zu stoßen, sondern sie geschwisterlich zu begleiten und ihr Hilfe anzubieten.

    Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet, denn mit welcherlei Maß ihr meßt, wird man auch euch messen und wirds euch gerüttelt und geschüttelt und gestampft vollmachen. (Lk.6) Und wie gern sehen wir als Splitter im Auge des anderen, was als Balken im eigenen steckt? (ebd.)

    Ich könnte es auch noch anders sagen: Die sogenannte Moral ist gesetzlich – und damit tödlich. Ungeistlich.

    • theomix Says:

      Aktueller Zwischenstand:

      Ich assoziiere zurzeit den Donatistenstreit, mit dem auch Augustin zu tun hatte. Der Streit war: Die Donatisten wollten keine Sakramente von Geistlichen, die gesündigt hatten. Augustins Antwort war (100 Jahre nach dem eigentlichen Anlass), dass es nicht von der Würdigkeit des Amtsinhabers hängt, ob er Sakramente austeilt oder verkündigt. Eine Pfarrerin, die mit 1,54 Promill usw., darf Pfarrerin bleiben. eine Bischöfin dann wohl auch. Denn im Suff ein Auto steuern, hindert sie ja nicht daran, gut zu predigen, Seelsorge zu üben, usw.
      Beim Ratsvorsitz lässt sich fragen, entspricht dieses Fehlverhalten diesem repräsentativen Amt.
      Kurzum: Wie gehören Person und Amt zusammen, und inwieweit kann man sie trennen?

  9. onebbo Says:

    @wolfram:
    Ich erwarte nicht von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin, dass er in allen Eigenschaften Vorbild ist. Aber ich erwarte von Amtsinhabern, dass sie den Wein trinken, den sie predigen! Nichts anders habe ich gesagt.
    Ein Verkehrserzieher ist auch jemand anders als ein Verkehrssünder.

    Wenn Frau Käßmann oder von mir aus auch der Papst demnächst aus verständlicher Wut jemanden zu Tode prügelt: Darf sie dann auch im Amt bleiben?

    Ich finde diese Reinwascherei ehrlich gesagt zum Kotzen. Auch wenn ich mit dieser Meinung vielleicht alleine dastehe und altmodisch aussehe. Das ist mir ganz egal 🙂

  10. tmp Says:

    Sicher wäre ein Erzbischof Zollitsch auch nicht mehr zu tragen, wenn in der aktuellen Debatte der Katholischen Kirche ans Licht käme, dass er sich auch einmal an jungen Messdienern vergangen hätte.

    Darüber kann eigentlich kein Diskussion entstehen.
    Frau Käßmann MUSS ihr Amt niederlegen, umd das Ansehen der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Welt nicht zu beschädigen. Punkt und Aus.

    Das macht sie aber nicht automatisch zu einem schlechteren Menschen.
    Sicher, um Jörgs Argument aufzugreifen, wird ihre Art zu predigen und Trost zu spenden und den Finger in manche Wunde zu legen nicht bei dieser einen Trunkenheitsfahrt, bei der sie erwischt wurde, den Bach heruntergespült worden sein…

  11. tmp Says:

    Natürlich macht es ihr Eintreten GEGEN den Afghanistan-Einsatz deutscher Soldaten nicht unbedingt glaubhafter, wenn sie so leichtfertig hierzulande ihr und das Leben anderer aufs Spiel setzt… 🙄

    Und ich denke, ihr Schöpfer wird über den Vorfall noch ein Hühnchen mit ihr zu rupfen haben, aber vielleicht war es auch sein Plan, dass sie so gestoppt wird.. ?? 🙄

    Erfahren werden wir das nie..!! 😦

  12. Pauladieerste Says:

    Findet es eigentlich niemand verwerflich, daß der Staatsanwalt einfach mal so Informationen an die Presse gibt? Informationen, die rausgegeben wurden, ohne daß feststand, ob der Blutalkoholgehalt tatsächlich so hoch war? Ohne, daß es ein Verfahren gab?
    Ich dachte, dies sei ein Rechtsstaat… Ich dachte, es gelte die Unschuldsvermutung…
    (Und Ihr zieht wirklich den sexuellen Mißbrauch an Kindern und den Afghanistan-Einsatz als Vergleich heran? Wow.)

  13. Sylvia Says:

    Aus 1 (in Worten „einer“) Verfehlung, die unumstritten eine solche ist, gleich ihre komplette Integrität in Frage zu stellen, ist doch ein wenig das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, oder ?

    Zählt jetzt gleich alles andere nicht mehr ?

    Und die Rückwärtsinterpretation i.S.v. welche Gedanken sie wohl bei Antritt der Fahrt hatte: *Ich gefährde jetzt Menschenleben und bin verantwortungslos* mutet kühn an.

    Die Kirche im Dorf lassen …

    „Was wäre wenn“ führt hier ins Unmaß.

  14. Sylvia Says:

    Zum Gnadenbeitrag passt jetzt Eigentlich gar nicht so schlecht, oder ? 😉

  15. tmp Says:

    Sicher hat die ngute Frau Käßmann bei Fahrtantritt nicht sowas gedacht…

    Wahrscheinlich hat sie gar nichts gedacht, denn wenn man so einen im Kahn hat, fällt das ohnehin sehr schwer, das ist ja das Verhängnisvolle daran… Sonst hätte sie ja auch an der Ampel gestoppt… 😉

    Heute, nüchtern, weiß sie natürlich, dass das völlig falsch war…

    Aber das nützt ihr jetzt nicht mehr viel…

    Die Medien tun sich eine Güte an diesem Kasus und das ist noch lange nicht vorbei… 😦

  16. Claudia Says:

    Onebbo, wo habe ich behauptet, daß alkoholisiertes Fahren in Ordnung ist? Zeig mir die Stelle und ich gebe Dir im folgenden Monat mein ganzes Hartz IV, auf Heller und Pfennig inclusive Wohngeld. (Ein Versprechen, das mir sehr leicht fällt.)
    Abgesehen davon ist eine Frage von mir, die durchaus ernst gemeint war, unbeantwortet geblieben. Ich frag einfach nochmal, diesmal etwas genauer:
    Ist es bei irgendjemandem, der jetzt an Frau Käsmann herumnörgelt, absolut ausgeschlossen, daß er je in seinem Leben eine gefährliche Dummheit begeht?
    Und schließlich: Wir haben keine Selbstjustiz. Ich weiß zwar, daß Selbstjustiz immer wieder vom Mob gewünscht wird, oft angewandt und öfter noch von vielen, die ich bis dahin für klüger gehalten hatte, gebilligt – aber SELBSTJUSTIZ IST ILLEGAL. Genau so illegal wie betrunken fahren. Das und nichts anderes meine ich damit, daß die Bestrafung von Frau Käsmann der Justiz obliegt und NIEMANDEM SONST.
    Vergleiche mit anderen Straftaten sind unzulässig; es handelt sich um genau diese Straftat, glücklicherweise ohne die Tateinheit fahrlässiger Körperverletzung. Frau Käsmann wird auch keineswegs reingewaschen, sondern nur von einigen Mitgliedern der Kirchen für diesmal nicht gesteinigt. Das nennt man noch nicht ein Übermaß an Gnade.

  17. Claudia Says:

    Und noch etwas. Mein Fastenkalender zeigte bereits vor einigen Tagen dies:
    http://kalliopevorleserin.wordpress.com/fastenkalender/montag-der-ersten-fastenwoche/

    Man kann immerhin darüber nachdenken.

  18. Sylvia Says:

    Hab grad gelesen, dass sie um 16 Uhr bei einer Pressekonferenz ihren Rücktritt bekanntgeben wird.

  19. tmp Says:

    Claudia,
    ich fühle mich von dem Vergleich mit dem Mob auf der Straße gemoppt…

    Und ich finde es eher unvorteilhaft, wenn Du alle , die hier nur Kritik an Frau Käßmann Straftat üben, mit einem Mob gleich tust, der sich eine Lynchjustizdenkweise auf die Fahnen geschrieben hat… 😦

  20. tmp Says:

    …und noch etwas..:

    JA !!! Ich bin noch NIE alkoholisiert Auto gefahren, weil ich zu viel Respekt vor dem Leben anderer habe.
    Das ist ein Ergebnis meines Berufes… 😉

  21. Arienna Says:

    Claudia, ich finde es sehr unangebracht, dass Du den Meinungsaustausch, der hier betrieben wird, mit Lynchjustiz vergleichst.
    Was hat das Eine denn mit dem Anderen zu tun? Richtig, gar nichts.

    Die Sache mit dem Mob lasse ich mal außen vor, obwohl die auch alles andere als angemessen ist.

    Das, was hier geschieht, ist eine soziale Sanktion, die durch die Äußerung des Missfallens an der Sache an sich vollzogen wird. Nichts anderes.

  22. Arienna Says:

    Zur weiteren Lektüre möchte ich überdies folgendes empfehlen: http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Norm

    Wer Wikipedia nicht vertraut, dem suche ich gern aus entsprechenden wissenschaftlichen Quellen die Defintionen heraus. Immerhin studiere ich das 😉

  23. Claudia Says:

    Ich weiß immer noch nicht, an welcher Stelle ich das, was mir zuerst vorgeworfen wurde – nämlich das Verharmlosen oder Gutheißen alkoholisierten Fahrens – geäußert habe.
    Und ich weiß auch nicht, wie ich verstehen soll, daß dieser Vorwurf außer mir niemanden stört.
    Ferner weiß ich nicht, warum ich nicht sagen darf, daß Strafverfolgung den entsprechenden Behörden obliegt und niemand anderem.
    Bitte um Aufklärung – und zwar bitte bitte bitte GENAU hierüber und nicht darüber, daß Alkohol am Steuer pfui ist oder daß Frau Käsmann etwas absolut Hahnebüchenes getan hat. Das weiß ich nämlich schon.

  24. Claudia Says:

    Noch etwas ganz ausdrücklich zu meinen Sätzen über Selbst- und Lynchjustiz. Ich sagte NICHT, daß sie hier mir gegenüber stattfindet. Sondern ich sagte, daß sie nicht sein darf – auch nicht gegenüber einer Bischöfin, die alkoholisiert fährt.
    Ich weiß nicht, was so wahnsinnig kompliziert ist an meinen Äußerungen und warum sie so konsequent falsch verstanden werden.

  25. Arienna Says:

    Es hat im Fall Käßmann niemand Lynchjustiz betrieben oder wurde sie in der Zwischenzeit verprügelt? Meines Wissens nach nicht. Es ging auch nicht darum, dass Dir gegenüber Lynchjustiz betrieben wurde oder etwas dergleichen behauptet wurde.

    Dass Deine Argumente falsch verstanden werden, mag an der Art und Weise liegen, wie Du sie äußerst.
    Du ziehst Begriffe mit ein, die mit der eigentlichen Sache gar nichts zu tun haben (wie bspw. Lynchjustiz)

    Niemand hat gesagt, dass Du es gutheißt, dass jemand alkoholisiert Auto fährt, Du hast es auch nicht verharmlost. Aber Du erwartest, dass man etwas milder im Fall Käßmann damit umgeht. Warum habe ich nicht verstanden. Was ist an dieser Dame denn anders als an den anderen Bürgern der Bundesrepublik?

    Davon, dass durch irgendjemanden als der Justiz selbst ein Urteil gefällt werden soll, hat niemand gesprochen. Das hat auch niemand getan. Niemand hat geschrieben, dass sie ins Gefängnis gehört oder sonstiges. Dafür gibt es Gesetze, die durch die Judikative interpretiert und die Exekutive vollzogen werden. Und das ist auch gut so. Es war nie von etwas anderem die Rede.

    Du wirfst aber durcheinander, dass es neben der strafrechtlichen Verfolgung auch soziale Sanktionen gibt, die von der Gesellschaft durchgezogen werden. So etwas macht sich z. B. durch geäußerte Kritik deutlich.
    Soziale Sanktion ist aber nicht das gleiche wie eine strafrechtliche Verfolgung. Ich bitte Dich, das nicht in einen Topf zu werfen.

  26. Claudia Says:

    Genau weil ich das nicht in einen Topf werfe, werde ich hier so wundervoll angefahren. Auf eine strafrechtliche Sanktion kann man nämlich in einem solchen Falle nicht verzichten. Soziale Sanktionen hingegen sind sehr gut verzichtbar.
    Ich möchte auch nicht, daß Frau Käßmann wegen ihres (gewesenen) Amtes anders behandelt werden soll. Sondern wegen ihrer Reue. Warum kann man nicht einfach sagen: Die Frau bereut, was sie getan hat, das nehmen wir mal ernst? Das ist etwas grundsätzlich anderes als Gutheißen. Das heißt nicht, man sagt „schon gut, ist ja nicht schlimm“ – sondern: man sagt „zwar wirklich schlimm, aber verzeihlich.“
    Mich ärgert wirklich, wie eine Delinquentin hier an den Pranger gestellt wird – denn genau das passiert derzeit im Netz und in der achsofreien Presse.
    Niemand muß Frau Käßmann mögen. Aber warum soll man von vornherein, wenn sie sagt „Ich habe das und das falsch gemacht und bin entsetzt davon“, nicht sagen können „Als Bitte um Verzeihung angenommen; jetzt gehts um einen Neuanfang“? Ich sehe nur einfach, daß hier ein Mensch schuldig geworden ist und alles getan wird, daß dieser Mensch keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt.

  27. Arienna Says:

    Zitat: „Niemand muß Frau Käßmann mögen. Aber warum soll man von vornherein, wenn sie sagt “Ich habe das und das falsch gemacht und bin entsetzt davon”, nicht sagen können “Als Bitte um Verzeihung angenommen; jetzt gehts um einen Neuanfang”?“

    Ich kenne Frau Käßmann nicht persönlich und maße mir kein Urteil darüber an, ob ich sie mag oder nicht. Was aber absolut nicht machbar ist, ist betrunken Auto fahren, erwischt werden, sich entschuldigen und dann so tun, als wäre nichts gewesen.
    Sie hat mit ihrem Verhalten andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Und genau das prangere ich an. Nicht sie als Person. Sondern das, was passiert ist.

    Ich hab meinem Vater auch schonmal die Hölle heiß gemacht, als ich erfahren habe, dass er, zwar nicht betrunken, aber angetrunken Auto gefahren ist.
    Das geht einfach nicht.

    Die Entscheidung, zurückzutreten, hat sie selbst gefällt, nicht die Presse oder irgendjemand sonst.

    Ich für meinen Teil verzichte auf soziale Sanktionen dann, wenn das Vergehen vergleichsweise gering ist. Bei Alkohol am Steuer hört für mich (und für einige Andere) aber die Toleranz auf.

  28. Claudia Says:

    Aber sie tut doch gar nicht, „als ob nichts gewesen wäre“. Sie ist gerade zurückgetreten. Übrigens nachdem sie öffentlich gesagt hat, daß sie von sich selbst entsetzt ist.
    Was soll sie denn jetzt noch machen? Sich öffentlich geißeln?

  29. klanggebet Says:

    Ich kann das ganze Drama nicht verstehen und sehe darin nur mangelnde Liebe, mangelndes Verständnis, mangelnde Verzeihung, mangelnde Selbstkritik.

    Wie schnell jemand gesteinigt wird, für etwas was ein großer Teil der Bevölkerung schon mal getan hat (betrunken sein, bei rot eine Ampel überfahren, ein zu teures Auto fahren) – das erschüttert mich.

    Die Frage wie sich Amt zu Person verhält ist theologisch sicher interessat. Aber bei dem ganzen Gezündel in der Öffentlichkeit vergeht mir gerade sogar die Lust an so etwas.

    Herzliche Grüße und mit Bedauern über diesen Rücktritt
    Giannina

  30. onebbo Says:

    Frau Käßmann hat den richtigen Schritt getan. Das passt zu dem, was wir bisher von ihr kennen gelernt haben. Es ist jammerschade, dass es soweit kommen musste.

    Mich freut es zu sehen, dass gerade jemand aus der Kirche heute noch bereit ist, Verantwortung in jeder Hinsicht zu tragen. Es wäre schön, wenn das auch anderweitig Schule machen würde.

    Ansonsten stimme ich meiner Arienna zu.

  31. Arienna Says:

    Deiner Arienna? 😯

  32. onebbo Says:

    @arienna:
    Ups, sorry…. das ist eine Mischung aus „meiner [Vorrednerin]“ und Arienna…. :mrgreen:

  33. tmp Says:

    Man darf nicht unterschätzen, dass Frau Käßmann bis heute ene „öffentliche“ Person war mit ausgesprochender Vorbildfunktion, die sie sehr engagiert wahrgenommen hat.

    Gerade in dieser Situation ist so ein Schnitzer unverzeihlich..!! Schade, dass offenbar niemand auf sie aufgepasst und rechtzeitig den Zündschlüssel ihres Wagens an sich genommen hat… 😦

    Einem Politiker würde man das eher nachsehen.
    FRau Käßmann stand aber als Frau an einer der wichtigsten Gesellschaftlichen Institutionen, zu der viele Menschen aufschauen.
    Viele dieser Menschen würden es niemals verstehen, wenn in diesem Kasus verharmlost und beschönigt würde.

    Und das war wohl auch die treibende Sorge aller, die sich sachlich in der Diskussion um Klarheit bemüht haben, dass es eben im Falle FRau Käßmanns nicht zu Schluderreihen bei den Konsequenzen geht…

    Ich erinnere mic an diese instinktlose Posse von D.Althaus, der, nachdem durch sein Fehlverhalten ein anderer Mensch zu Tode gekommen ist, noch den Nerv hatte, wieder als Ministerpräsident anzutreten.
    Die deutlichen Mauschelein, die in diesem Fall Platz gegriffen haben, sind so hahnebüchen, dass es selbst der sonstr so um Aufklärung bemühten Presse irgendwie die Laune verdorben hat…

    Frau Käßmann hatte vor dem Wochenende meinen vollen Respekt und sie hat ihn weder menschlich noch sonst irgendwie heute verloren…
    Ich freue mich, dass sie so aufrichtig ist und die Konsequenzen offen anspricht und auf sich nimmt.

    Dadurch wird Schaden vom Amt, aber auch von der ganzen evang. Kirche abgewendet…
    Das verdient uneingeschränkt Anerkennung… 😉

  34. freidenkerin Says:

    Mich hat das Bekanntwerden dieser doch recht alkoholisierten Autofahrt Frau Käßmanns sehr erschüttert, weil ich diese Frau sehr bewundere und respektiere. Und ich ziehe meinen Hut vor ihr angesichts ihres Rücktritts. Bravo! Das nenne ich Charakter und Rückgrat! Ungeachtet ihrer machtvollen Position steht sie zu ihrem Fehltritt und zieht die Konsequenzen.
    Ich möchte an einen langjährigen ehemaligen bayerischen Wirtschaftsminister erinnern, der volltrunken auf einer Autobahn einen schweren Unfall mit einem Todesopfer verursachte, Fahrerflucht beging, die Tat abstritt, in Folge mit einer ausgesprochen geringen Strafe davon gekommen ist – und noch viele Jahre danach im Amt verblieben ist!!! Jedesmal, wenn die Visage dieses Menschen im Fernsehen gezeigt wurde, ist mir schlecht geworden.

  35. klanggebet Says:

    Eines ist mir noch wichtig zu sagen: Wenn man die öffentlichen Steinigungen von Menschen beobachtet, die sich etwas zu schulden haben kommen lassen, wird mir wieder klar, wie sehr da eine religiöse Hoffnung -wohl eher Illusion- ist, ein Mensch der ein religiöses Amt ausübe, sei deswegen so etwas wie ein Übermensch.

    Mir ist eine Religion suspekt, die das von ihren Amtsträgern erwartet. Sympathisch hingegen ist mir eine Religion die ihre Amtsträger als Menschen wahrnimmt und sie in ihrem Menschsein liebt. Und jemanden als Mensch zu lieben heisst auch seine Grenzen und Fehler zu lieben. Ds bedeutet übrigens nicht sie für Nicht-Fehler zu erklären, sie gutzuheissen oder zu billigen. Lieben heisst etwas ganz anderes.

    Es gibt sehr wohl Vergehen über die man lange nachdenken muss und bei denen zu prüfen ist, ob und wie eine Person ihr Amt noch ausüben kann (insbesondere in Hinblick auf mögliche Wiederholungen) – aber betrunken am Steuer zu sitzen gehört sicher nicht dazu.

    Das Menschliche darf nicht gebannt, dämonisiert oder aus der Öffentlichkeit „entfernt“ werden – es muss viel mehr in der ganzen Dimension spirituellen und religiösen Lebens angenommen und erlöst werden.

    Was eine öffentliche Schlammschlacht überdies der Psyche antut, ist wiederum schlimm! Da sollte jeder überlegen, ob er dazu beitragen will. Es haben sich schon Menschen das Leben genommen, denen von außen derart das Leben genommen wurde…

  36. tmp Says:

    Das klingt mir eindeutig zu sehr nach einer Verharmlosung.
    Für mich ist es sehr erschreckend, dass Trunkenheit am Steuer offenbar als „Kavaliersdelikt“ angesehen wird… Es liegt aber bei dieser Blutalkoholkonzentration bereits eine STRAFTAT vor, das wird offenbar unterschätzt.

    Ich halte Betrunkensein niemandem vor, aber betrunken zu sein und sich dann ans Steuer zu setzen ist nicht nur für eine Person in dieser Position ein UNVERANTWORTLICH…
    Wahrscheinlich war es pures Glück, dass dem Vernehmen nach niemand zu Schaden gekommen ist.

    All diese Aspekte sind ganz nüchterne Sachfragen und -aspekte…

    Dies exakt zu erörtern und darzulegen, hat nichts mit einem Mangel an Liebe oder Verständnis für andere Menschen und deren eventuelle Schwächen zu tun…

    Wenn sie das Ganze im Kokain-Rausch gemacht hätte, wäre die Debatte wahrscheinlich ganz anders verlaufen…

    Der rein sachliche, juristische Sachverhalt ist aber derselbe, zumindest absolut vergleichbar…

  37. klanggebet Says:

    Ich habe hier an keiner Stelle diskutiert ob es eine juristische Straftat ist. Natürlich ist es eine. Das interessiert mich in dieser Debatte aber nur sekundär. Mir geht es darum, was daraus für Schlüsse gezogen werden. Ob nämlich jemand deswegen ein schlechter Christ, ein schlechter Geistlicher, ein schlechtes Vorbild oder ein schlechter Mensch sei. Oder ein verantwortungsloser Mensch. Jemand der etwas verantwortungsloses tut, ist noch lange kein Verantwortlungsloser, genauso wenig wie jemand der mal lügt, ein Lügner ist. Ich sehe hinter all den marmorglatten, kühlen Urteilen in der öffentlichen Debatte vor allem eines: Schadenfreude, die sich als Moral tarnt. Hybris die sich als Moral tarnt. Und das ist fernab jeder konstruktiven Haltung.

  38. theomix Says:

    Fast 40 Kommentare. die kann ich gar nicht einzeln würdigen.. Vielen Dank erst mal für die rege Beteiligung. Und ich schreibe von JETZT aus, der Rücktritt ist passiert…

  39. theomix Says:

    @onebbo:
    Ich denke, mit der Konsequenz hat sie sich, „ihrer Sache“ und auch der evangelischen Kirche einen Gefallen getan. Dafür hat sie Zeit gebraucht. Vier Tage. Gut 2 Tage nach Veröffentlichung. Verglichen mit anderen Katastrophen dieser Art: im Grunde doch kurz…

  40. theomix Says:

    @mialieh:
    als du schriebst, war der Rücktritt noch in der Zukunft, man konnte darüber „voten“. Ich hatte aufgrund ihrer Sympathiewerte gehofft, dass sie bleibt.

  41. theomix Says:

    @Claudia:
    Du versuchst „Wer ohne Sünde ist…“ umzusetzen. Aber ich vermute, der Druck der Medien ist oft stärker als ein klarer Kopf. Den hat sie nun aber bewiesen, ein bisschen Zeit hat sie dafür gebraucht.

  42. theomix Says:

    @Wolfram:
    ich finde dieses Vorbildgerede auch bedrückend – im Sinne von Druck erzeugend. durch die Medien hochgespielt, empfand ich einen ungeheuren Zwiespalt. MK hat ihr Amt mit aufrechtem Gang verlassen. Die Geschwisterlichkeit im Rat hat ihr vermutlich dabei geholfen.

  43. theomix Says:

    @tmp:
    Du setzt beim rechtlichen an und verlangst Konsequenz. die Frage ist, ob nicht noch andere Ebenen zur Geltung kommen sollten. Oder „hätten sollen“. Die Konsequenz hat sie gezeigt. Hat nicht am Sessel geklebt. (Morgen noch ein bisschen dazu…)

  44. theomix Says:

    @Paula I.:
    Das ist nicht in Ordnung. Ich glaube nur, ind em Fall ist die Unschuldsvermutung schwierig, wenn eine wahre Tatsache verbreitet wird, und es dann vor Gerücht wohl nur noch um das Strafmaß geht…
    Sie hat es auch selbst nie bestritten. oder herumgepingelt („Nein, es waren nur 1,47“ oder ähnlich.
    Niemand zieht Missbrauch von Kindern dem Fahren unter Alk-einfluss vor.

  45. theomix Says:

    @Sylvia:
    Eigentlich passt vieles gut. In gewisser Weise ist sie Opfer der medialen Aufmotzung geworden.
    Sie selbst hat es wohl so gesehen, dass die 1 Verfehlung etwas unterhöhlt, was sie (gerade sie) für ihr amt brauchte: die persönliche Integrität.

  46. theomix Says:

    @arienna:
    Herzlich willkommen hier! Mitunter haben wir uns EIGENTLICH schon geschrieben…
    Auch du forderst die Konsequenz ein, die dann auch gekommen ist. Ich finde es gut, wie du differenzierst und gewichtest.

  47. theomix Says:

    @freidenkerin:
    Ach, da gibt es ja so viele Negativbeispiele… Was sie gesagt hat, udn wie sie’s gesagt hat, fand ich geradezu erfrischend. Nicht drumherum. Klar und sozusagen „mitten ins Herz“.

  48. freidenkerin Says:

    Sie hat frank und frei gesagt, bei ihrer Entscheidung hätte sie auf ihr Herz gehört. Bei all der Moral- und Charakterlosigkeit, die sich zur Zeit in unseren Landen abspielt, wirkt das wie ein Licht in der Finsternis.
    Was auch immer für einen Weg sie in Zukunft einschlagen wird, ein Teil meines Herzens wird stets der ihre sein.

  49. theomix Says:

    @klanggebet:
    Liebe Giannina,
    sogar Amt und Person unter den verschärften Bedingungen des „Medienzeitalters“. Aber wie immer, sie hat ihre Konsequenzen gezogen. Beherzt. Hat damit der Schlammschlacht das Wasser abgegraben. wie immer man bewerte, was sie „angestellt“ hat. Ich meine, wer 1,54 im Blut hat, der nipppt nicht zum ersten Mal an einem Glas und fährt beschwipst. Sondern kann eine Menge vertragen. Und die Mutmaßungen über Ausmaß und Ursachen hat sie sich auch erspart. Velleicht kann sie auch nächstes Jahr wieder verzichten, wenn die Verantwortung auf den Schultern nicht mehr so stark drückt. Ich stelle es mir nicht zu leicht vor.
    Herzlich, Jörg

  50. freidenkerin Says:

    Ich sitze hier und heule – ich kann nicht anders…

  51. klanggebet Says:

    Und selbst wenn es so wäre, dass sie viel vertragen kann und nicht zum ersten mal trinkt, was sagt das aus? Das ist übrigens keine rhetorische Frage.

  52. mialieh Says:

    jetzt habe ich mich hier durchgelesen. huiuiui – ich war den ganzen Nachmittag in einer Sitzung und konnte gar nciht wahrnehmen, wie sich alles entwickelt hat. Ich bleibe bei meiner unentschlossenen Meinung. Einerseits finde ich, jemand, der andere dazu anhält, moralisch zu handeln, muss das auch selbst einlösen, gerade bei dem Amt.

    Andererseits: sie war ja auch so sympathisch. Ich habe zwischendurch gedacht: wenn es nun der Westerwelle gewesen wäre, der betrunken gefahren wäre, was hätte in diesem Blog dann gestanden? Es fällt irgendwie leichter ein eindeutiges Urteil zu fällen, wenn der andere unsympathisch ist. Aber hätte Jesus nicht gerade bei einem wie Westerwelle auch das mit der Schul und dem stein sagen können?

    Dann (@pauladieerste): die Vergleiche mit den missbrauchenden Jesuiten und den skifahrenden Ministerpräsidenten tragen nur insofern, als es um die Thematisierung von Glaubwürdigkeit geht. Ansonsten kann man die Vergehen – da hast du recht – nicht vergleichen. Denn bei MK (wie theomix so schön schreibt) ist ja zum Glück niemand zu Schaden gekommen (außer ihr selbst). Und dennoch ist sie die Aufrichtigste von allen! Und das lässt einen wiederum bedauern – um die ganze Sache… i

  53. freidenkerin Says:

    Der Westerwelle hätte sehr vielen von uns – zu denen ich mich auch zähle! – keinen besseren Gefallen tun können, als besoffen über eine rote Ampel zu fahren. Es ist leider, leider nun mal der erste Paragraph des Gesetzes der Bosheit: Es erwischt immer die Falschen…

  54. klanggebet Says:

    dass es „immer die falschen“ erwischt, liegt unter anderem daran, wie mit den „richtigen“ umgegangen wird. sieht man ja an dieser debatte. da kann frau k. hundert mal sagen dass ihr herz sie zu dieser entscheidung drängt – aber wie drängend die kommunikative gewalt ist die vor dieser entscheidung im öffentlichen raum waberte, das ist nicht von der hand zu weisen.

  55. theomix Says:

    @freidenkerin:
    Ja, das ergreift das Herz, aber sie selbst war sehr gefasst.

    @mialieh:
    Danke für diese sehr guten Ergänzungen!

    @klanggebet:
    Diese Art der Gewalt hat sie selbst angesprochen.Sie kann auf dem Hintergrund so einer Geschichte und dem, was man daraus macht, nicht mehr überzeugend klar reden.

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