Erinnerung, Auffrischung, Heiterkeit

Schobert und Black – das war Comedy, bevor es diesen Begriff gab. Die Limericks waren so herrlich blöd (und stammten meist von G. Bungter und G. Frorath, Limericks teutsch).

Hier ein paar gesprochene Limericks plus einem Ostpreußischen Blues, von 1974.

Schlagwörter: , ,

24 Antworten to “Erinnerung, Auffrischung, Heiterkeit”

  1. onebbo Says:

    Die Hemden sind traumhaft 🙂

    Es ist schon irre, wie die Vergangenheit da mit so Filmchen wieder heraufbeschworen wird. Wobei ich persönlich das gar nicht so schätze. Ich mag auch nicht „Stätten meiner Jugend“ aufsuchen. Das ist abgeschlossen, was soll ich da? Viele sehen das anders, ist mir klar.

  2. werner Says:

    ja, ja, die Stätten und Erlebnisse der Jugend…
    Mich ziehts auch nicht zurück . oder vielleicht doch. Aber nicht wegen der eigenen Erinnerungen oder so, nein, an die Jugendzeit erinnern kann ich mich überall. Schöne und weniger schöne Erinnerungen gibt es da, wie wohl bei jedem von uns.
    Wenn ich nun doch wieder ab und zu dort auftauche, dann ists nicht die Sehnsucht nach Vergangenem, sondern die Tatsache, dass meine Schwester und ihr Mann wieder dort hingezogen sind, nachdem über 40 Jahre niemand aus der ganzen Familie oder Verwandtschaft mehr dort lebte.
    Also so gesehen fühle ich mich dort nicht unwohl bei meinen Besuchen, aber dort leben würde ich nicht unbedingt mehr wollen.
    Heimat? ist das der Ort wo man groß geworden ist?
    Vielleicht wär das auch mal ein Thema für einen Bogeintrag an einem Tag der sonst ein Lochtag würde…

  3. mialieh Says:

    ja, was soll ich sagen. Kann ich mich gar nicht dran erinnern. Vielleicht war es auch vor meiner aktiven Zeit als Kabarett und Comedy-Fan. Ich habe lange Zeit mit meinem Bruder Sonntag morgens, wenn uns die eigenen Schallplatten ausgegangen waren, immer die Otto-Platten meiner Eltern gehört. Verstanden habe ich die erst viel später. Aber nachgeplappert habe ich sie schon damals.
    Ich finde auch Erinnerungen und ab und zu ein kleines Revival nichts unbedingt schlechtes. Zum einen weiß man dadurch, was man heute hat, zum anderen kann es auch sehr witzig sein, Leute von damals zu treffen und mit ihnen zu quatschen. So lange es nicht immer die selbe Leier ist von: weißt du noch damals?

  4. tmp Says:

    Och nee, Leute… ich schwelge so gern in den Erinnerungen meiner Jugend… Ich habe gerade im Sommer meine alte Volksschule besucht und mich auf „m,einen“ Platz in der Ersten Klasse gesetzt… Eine Woche später habe ich mein altes Gymnasium besucht, in das ich als erster Jahrgang mit meinen Klassenkameraden eingeschult wurde. Ich habe auch schon oft die Leute besucht, die in dem Haus wohnen, in dessen Garten ich auf der Schaukel meine erste Sandkastenliebe fand…
    Ich möchte auf gar keinen Fall, dass diese Erinnerungen verblassen, denn sie sind ein wichtiger Teil von mir und haben mich zu dem werden lassen, was ich heute bin… 😉

  5. theomix Says:

    @onebbo:
    Auch die Frisuren und die Brille beeindrucken mich.

    @werner:
    Ich habe es wegen der lustigen Texte eingesetzt, die anderen Erinnerungen scheinen aber wichtig zu werden, wie ich im Verlauf merke.

    @mialieh:
    Ab ende der siebziger gab es Schobert und Black nicht mehr. Viellecht liegt es daran.

    @tmp:
    Sehr positive Erinnerungen hast du. Sie anderen hingegen empfinden Zwiespältiges. Das lässt sich dann auch nicht vergleichen. Nimm es so und freu dich dieser Erinnerungen…

  6. onebbo Says:

    @tmp:
    Ich will ja nicht erinnerungslos sein. Aber ich vertrau der Kraft des Gehirns, dass es mir das bewahrt, was für mich jetzt wichtig ist. Warum soll ich dann Dinge aus der Vergangenheit zurückholen, die mein Gehirn für mich als zumindest „unwichtig“ aussortiert hat? Wobei ich keinesfalls meine Haltung für „besser“ als irgend eine andere schildern will oder wollte. Eher ein „Sachbeitrag“.

  7. werner Says:

    Ich wollte keineswegs ausdrücken,dass für mich die Vergangenheit unwichtig wäre, natürlich ist sie einTeil vonmir und trug dazu bei, dass ich jetzt der bin der ich bin. Aber brauche ich dazu den Ort meiner Kindheit?
    Wer ihn braucht soll ihn haben.
    Ich seh das ähnlich wie onebbo: es geht nicht um „besser“ oder „schlechter“

  8. Erika Says:

    Lieber Jörg,
    alles bekommt ein anderes Gesicht, wenn man in denTodesstunden von den Eltern Erinnerungen an früher hat, es ist so wertvoll auf einmal
    ALLES
    ich kann es nicht beschreiben, meine Mama will noch nicht richtig gehen, es ist ein kleines Wunder geschehen, niemand hätte das geglaubt, sie hat sich wieder etwas aufgerafft,
    die Menschen aus unserem Ort, sogar die Dementen erinnern sich an Dinge , die ich von „früher“ erzähle, die Schwestern wissen das gar nicht.
    Mir tut das sehr gut, obwohl ich früher überhaupt nicht heimatverbunden war. Ich wollte weg , weit weg, und bin durch unseren Hausbau wieder zurückgekommen. Ein Patient hat jetzt eine traurige Geschichte wieder erzählt, als der Bruder meiner Mutter vermisst wurde im Krieg , er weiß das alles sehr genau, was ich als Kind nur erzählt bekam .Da kommen auf einmal ganz andere Sachen, die ich nie für möglich gehalten hätte.
    Ich dachte auch, mit meiner Jugend abgeschlossen zu haben.
    Holt uns das wieder ein, wenn wir die Mutter loslassen müssen und der Vater schon vorausgegangen ist. Bei uns tut sich so viel im Moment.
    Ich wollte jetzt nicht soweit ausholen…..
    Vielleicht haben mich die Kommentare dazu angeregt
    Irgendwie bin ich dankbar und froh, war heute morgen wieder im Altenheim, diese alten Menschen faszinieren mich immer mehr,
    Liebe Grüße von Erika

  9. theomix Says:

    @onebbo & werner:
    Psychologen weisen darauf hin: Erinnerungen sind ein Gutteil selbstgemacht. Das auch noch unbewusst. Objektivität ist immer mehr wie Zaubern aus dem Hut: Eigentlich geht es nicht, aber alle staunen.. 😉

    @erika:
    Liebe Erika,
    manchmal schließen sich Dinge auf, die wir nicht für möglich halten.
    Auch bei Erinnerungen, die erheitern. Und auch die anderen.
    Schönen Gruß, Jörg

  10. onebbo Says:

    @theomix:
    Meine Meinung von Psychologen ist nicht besonders hoch 🙂

  11. theomix Says:

    Scheinst keine guten erinnerungen an sie zu haben :mrgreen:

  12. Babbeldieübermama Says:

    Ich halte auch nichts davon, Orte aus meinem vergangenen Leben aufzusuchen. Was, wenn sich der Ort zu seinem Nachteil verändert hat oder ich in anders in Erinnerung habe und ich enttäuscht bin?
    Meine Mutter wohnt noch in der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin, aber aus meiner Kindheit und Jugend wohnt niemand mehr dort.
    Ich bin oft enttäuscht, wenn ich sie besuche und mich in der Umgebung nichts mehr an früher erinnert.

  13. theomix Says:

    Oft sind solche Enttäuschungen auch heilsam. Weil ich ja jetzt lebe und nicht früher…

  14. Mal was Altes, 2009: Heiteres | Theomix Says:

    […] https://theomix.wordpress.com/2009/10/30/erinnerung-auffrischung-heiterkeit/ […]

  15. melcoupar Says:

    Ich habe mich amüsiert. Danke. Erinnerungen habe ich an diese Zeit nicht (ist mein Geburtsjahr :-)) Lieben Gruss. Melanie

  16. minibares Says:

    Das ist ja genial. Die Frisuren von 1974, in dem Jahr wurde unsere Tochter geboren.
    Aber die Mode war so, Klasse.
    Wir fahren auch ab und an, wenn wir in der Gegend sind, mal zu den Stätten unserer Kindheit.
    ich finde es höchst interessant, wie sich das Drumherum entwickelt hat.

    • theomix Says:

      Ja, die Frisuren, nebst den Klamotten. meine Güte, wir können bezeugen: Die (wir!?) sind wirklich so herumgelaufen. 😀

      • minibares Says:

        Ja klar, so waren die Zeiten, grins.
        Ok große Brillen hatten wir auch, schrecklich.
        Aber die Klamotten, na ja, wer alles mitmacht, muss auch genau sooo aussehen.
        ich habe damals noch selbst gestrickte und genähte Sachen getragen.

        • theomix Says:

          Die hatten auch ihre Mode(n). 🙂 Große Brillen, Pilotenbrillen und die Einheitshorngestelle. O ja, die Siebziger…

  17. kaetheknobloch Says:

    Danke für diese köstliche Nachmittagserheiterung, lieber Herr Theomix. So ein kleines Zwischengelächter erfrischt doch erheblich. Herzliche Grüße, Ihre Frau Knobloch.

Kommentare? Gerne! (Wer nicht IP- und Mail-Adresse hinterlassen will, darf nicht kommentieren.)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: