Lektüre unter 8 Euro aus dem Urlaub

Von vorletztem Montag (12.10.) bis gestern, Dienstag (20.10.), war noch ein kurzer Urlaub angesagt. Heute soll das normale Leben weitergehen.

Von dem einen habe ich noch nicht viel sortiert, von dem anderen kann ich erst morgen wieder loslegen.

Heute nur etwas über die Lektüre aus der Buchhandlung des großen Bahnhofs:

Matthias Nöllke/ Christian Sprang:
Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen.

KiWi-Taschenbuch, 7,95 Euro.

Für mich berufsbezogen und trotzdem entspannend, weil sehr heiter.

Interview und Link zu Kostproben aus der FAZ gibt es hier.

Das Meiste aus der Sammlung von Christian Sprang auf seiner Homepage.

Viel Vergnügen im Angesicht des Todes. Dort heiter zu sein ist eines theologischen Blogs würdig.

Schlagwörter: , , ,

23 Antworten to “Lektüre unter 8 Euro aus dem Urlaub”

  1. onebbo Says:

    Das ist schon skurril zu lesen. Leider wird bei der FAZ dauernd Werbung zwischen geschaltet.

  2. mialieh Says:

    Ich besitze das Buch auch und habe mich darüber halb totgelacht. Das wäre noch was für eine Anzeige

    Mia Lieh (1970-2009) lachte sich tot bei der Lektüre von Todesanzeigen.

  3. Christel Says:

    Ein ernstes Thema trägt sich leichter mit Humor …. vor vielen Jahren auf einem Friedhof in der Steiermark blieb mir ein Schmunzeln beim Lesen der Grabstein-Inschriften nicht aus…..
    Ich wünsch Dir das, bei dieser Lektüre 😉

  4. Sylvia Says:

    :mrgreen:

    Super !
    Herr Rechtsanwalt …. starb in der 10.KW … Anteilnahme der Kollegen

    Na, wenigstens haben sie nicht LW gesagt.

    Der Tod ist des Lebens Lohn …

  5. tmp Says:

    Ich finde diese Sprachunfälle überhaupt nicht witzig… :mrgreen:

    Sind sind Zeugnis, dass sich die Zeitungsmitarbeiter im Traueranzeigenbereich heutzutage nicht mehr genug Mühe geben oder selbst der Deutschen Sprache nicht mächtig sind…
    Das finde ich sehr betrüblich und überhaupt nicht zum Lachen… :mrgreen:

  6. theomix Says:

    @onebbo:
    Dafür darf man’s ja umsonst lesen…. Oder fehlt der Pop-Up-Blocker?

    @mialieh:
    Das will ich nicht hoffen. Eher sollte 2059 eine Anzeige erscheinen:
    Mialieh, geb. 1970, erhielt mit 89 Jahren die goldenen WordPress-Ehrennadel für 50 Jahre Bloggen…

    @Christel:
    Herzlich willkommen hier! Schön, dass dieser Beitrag heitere Assozitaionen weckt. Über gRabsteininschriften gibt es doch bestimmt auch schon Bücher, oder?

    @Sylvia:
    Juristen bemühen sich halt stets um Exaktheit.
    Die Todesanzeige ist des Lebens Lohn. Der Tod ist Inklusivleistung. Nicht kündbar.

    @tmp:
    Eindeutig vieldeutig, Grüngrinser du…
    Leider sind es oft die Hinterbleibenen selbst, die das Gegurkse erstellen. ich erinnere mich nur an eine Anzeigeim Buch, dieinterpretiert war von der telefonsichen Annahme verhunzt…

  7. Babbeldieübermama Says:

    Ich habe nur Auszüge von dem Buch gelesen und fand es sehr heiter.
    Viele Anzeigen wurden von den Hinterbliebenen, teilweise von den Verstorbenen vor ihrem Tod, verfasst.
    Mich hat es dazu inspiriert, meine Todesanzeige selbst zu schreiben.

  8. theomix Says:

    Wird sie dann auch so lustig? 😯

  9. tmp Says:

    Das hatte ich mir gerade noch verkniffen… 😉

  10. mialieh Says:

    Wenn man stirbt, kann es einem theoretisch ja auch egal sein, was drin steht. Die Todesanzeige ist ja mehr was für die Hinterbliebenen. Es signalisiert: wir leben noch und sind noch da.

  11. Babbeldieübermama Says:

    @theomix und tmp:
    Na klar! Ich wäre froh, wenn alle etwas zu lachen hätten und nicht so traurig wären.

    Ich glaube, der Tod würde viel von seinem Schrecken verlieren, wenn wir alle etwas gelassener damit umgehen würden. 🙂

  12. theomix Says:

    @tmp:
    Ist mir fast rausgerutscht…

    @mialieh:
    Es signalisiert auch das verhältnis der angehörigen zum verstorbenen…

    @BbdÜM:
    Gelassenheit ist ein gutes stichwort dazu.

  13. elisabeth Says:

    Lieber Jörg,
    ich finds grandios.
    Und sehr echt, sehr ehrlich.
    Nicht viel drumherum.
    Am Besten fand ich: Scheiss Motorad
    Das berührt mein Herz total.

    Gestern hat mir Elisabeth erzählt, in Wien gibt es ein Bestattungsmuseum,
    wo man in Särgen mal Probeliegen kann….
    Sie hats getan, die Mutige

    Weshalb dann auch nicht sich schon mal Gedanken über die Pate machen und dann draufhin leben?…
    liebste Grüße
    elisabeth

  14. theomix Says:

    Liebe elisabeth,
    ja, manche sind sehr berührend. Es ist nicht nur Jux. Das finde ich auch gut.
    Probeliegen im Sarg? Eine Freundin hat das mal auf einem Kurs über Sterben und Abschied gemacht. Auch kein Jux. Ich denke schon, es gehört Mut dazu. Es ist aber auch Teil des Ganzen.
    Es gibt ja auch viele, die Anzeigen, Ablauf usw. vorab festlegen.
    Bisher gehöre ich noch nicht dazu.
    Herzliche Grüße, Jörg

  15. tmp Says:

    „Probeliegen“..?? 😯

    Das könnte ich bestimmt nie und nimmer… 😕

    Ich war schon sehr froh, als ich im Januar noch nicht einmal den Sarg aussuchen musste, in dem meine Mutter beerdigt werden wollte…

    Ich glaube durchaus auch, dass man die Traurigkeit beim Tod eines Angehörigen oder Freundes oder Kollegen nicht maßlos hochstilisieren sollte, sondern sich in der Erinnerung an den Verstorbenen auch mal einen richtig herzhaften Lacher gönnen sollte.
    Darüber darf man aber nicht vergessen, dass die „Trauerarbeit“ von jedem erledigt werden will und muss. Und dass eben jeder anders damit umgeht… 😉

    Sicher kannn so eine spaßige Homepage etwas von dem Schrecken nehmen, den der Tod wohl bei jedem von uns auslöst, aber diese Stilblüten sind in meinen Augen auch ein Zeugnis, wie einschneidend das Erlebnis bei den Betroffenen sein muss, wenn sie nicht einmal mehr in der Lage sind, einen sensiblen Trauertext „unfallfrei“ zu formulieren… 😎

  16. theomix Says:

    Die herzhaften Lacher gibt es meist bei den – von vielen verpönten – Beerdigungskaffees. Aber das Lachen, Ablenken, Zusammenkommen ist guter Zweck dieser Veranstaltung. Es wird Teil der Trauerarbeit, die ihre Zeit braucht und Höhen und Tiefen hat.
    Wenn für eine Nazeige nichts vorbereitet ist, stehen die Angehörigen oft unter dem ersten Schock, wenn sie formulieren müssen. Aber was sie tun, gehört auch nur zum Leben dazu…

  17. freidenkerin Says:

    Das ist während sehr vieler sogenannter Leichenschmause üblich, daß nach dem gemeinsamen Essen die Hinterbliebenen sich so nach und nach lockern. Und dann kommen oft die skurrilen, heiteren und übermütigen Anekdoten und G’schichten über die verstorbene Person zum Vorschein. Da habe ich mir als Bedienung häufig meine Gedanken gemacht und beobachtet, daß je beliebter und angesehener der/die Verschiedene im Leben gewesen ist, umso angeregter und herzlicher erzählt und gelacht wird…
    Irgendwie wünsche ich mir das auch. Ich hätte gerne, daß an meinem Grab „Claire de Lune“ von Claude Debussy gespielt wird, ich möchte keine Trauerkleidung, und beim Leichenschmaus sollen meine lustigsten und originellsten Geschichten vorgetragen werden… 😉

  18. tmp Says:

    😉

  19. tmp Says:

    Ja, das stimmt…
    Bei der Beerdigung meines Vaters vor 17 Jahren waren wir alle eigentlich erstmal ziemlich betreten und anfangs war die Stimmung sehr getragen, denn mein Vater stand sehr in der Öffentlichkeit. Aber irgendwie wurde es dann doch sehr lustig und das war richtig gut… 😛

  20. mialieh Says:

    Ja, das hat was. Allerdings habe ich auch mal anderes erlebt. Als die Mutter meines damals 18jährigen Freundes gestorben ist, da würde schließlich auch gelacht. Das hat ihn in ein totales Loch gestürzt und war ziemlich bitter. Vielleicht muss man einfach auch genug Abstand haben, selbst wenn der Verstorbene einem nahe stand, um so einen Kaffee (damals allerdings Bier) als Trost schätzen zu können.

  21. theomix Says:

    @freidenkerin:
    Ich hoffe, deine Angehörigen wissen die Stelle im Blog, wo deine Wünsche stehen – falls es ihn oder mich dann noch gibt. 😉
    Und natürlich müssen die drolligsten Sachen von DEINM Blog verlesen werden…

    @tmp:
    Also wohl eine heilsame Wirkung…

    @mialieh:
    Bier statt Kaffee finde ich nicht wünschenswert. Mein berufsbedingter Part dauert ja nicht so lange, dass ich angesäuselte Gäste erleben müsste. Denn ich führe das, was du schilderst, eher auf den Alkohol zurück als auf die Verantsaltung insgesamt.. Der Alk löst die Zunge, löst das Bewusstsein auch vom eigentlichen Anlass. Und das tut dann weh, das kann ich nachvollziehen.
    Zumal, wenn statt heiterer hämische Erinnerungen auf den Tisch gekommen sein sollten..

  22. mialieh Says:

    Nein, aber wenn „Es gibt kein Bier auf Hawai“ gesungen wird erinnert das sehr an das, was mein Vater über Beerdigungskaffees zu sagen pflegt: Du gehst zur Beerdigung und dann stehen sie alle am Grab und weinen und wenn du hinterher beim Kaffee sitzt , singen sie „So ein Tag, so wunderschön wie heute“.

  23. theomix Says:

    Wenn der Wechsel zu abrupt geschieht, ist es wirklich ein Bruch. Geschieht es etwa so, wie es tmp kommenteirt, dann kann es eine freundliche Ablenkung von der momentanen Trauer sein und einen stützen.

Kommentare? Gerne! (Wer nicht IP- und Mail-Adresse hinterlassen will, darf nicht kommentieren.)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: