Blogs

Was gab es nicht vor 20 Jahren? – 6 –

Natürlich, das Bloggen. Es entstand erst Mitte der Neunziger.

Vorher gab es die analogen, meist handschriftlichen Tagebücher. (Vielleicht von einigen still und bescheiden auf dem PC geführt.)

Was mit Bogs möglich wird, ist enorm. Ich finde es ungeheuer anregend, auf eigene Gedanken eine Resonanz zu kriegen. Oder eine Rückmeldung zu geben.

Ob dann ein normales Tagebuich im Netz so gut ist, möge jeder und jede selbst enstcheiden. Ich finde es befremdlich, etwaige Verdauungsprobleme oder Tante Olgas Stauballergie zu erörtern. Mit korrektem Impressum, wie es in Deutschland verlangt wird, ist es schwer, den Werbebrief für die Abführpillen zu vermeiden oder den Staubsaugerverteteter für Tante Olga loszuwerden…

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15 Antworten to “Blogs”

  1. elisabeth Says:

    Lieber Jörg,
    ja, was soll man sagen? Wie das Weblog an sich inkl allgemeiner Vernetzung alle Art der Grenzüberschreitung möglich gemacht hat.
    So ist das Teilen zum Mitteilen in Sekunden möglich. Und die Antworten sind oft hilfreicher als der Besuch beim Therapeuten. Ergo macht uns das Bloggen in einer Weise selbstständiger, aber dafür auch abhängiger, nämlich vom Bloggen.

    Wir sind uns da aber wahrscheinlich einig.
    Wir lieben es.
    Einen schönen Tag
    elisabeth

  2. mialieh Says:

    Wunderbar.. alle sind sich einig. Ich will auch nciht von Verdauungsproblemen schreiben. Und auch nciht von Tante Olgas Stauballergie. Damit ist aber auch klar: Der Blog ist etwas ganz anderes als en Tagebuch, denn er ist öffentlich und kann ge-googlet werden. Das Tagebuch ist ja gerade dadurch interessant, dass es so geheim ist.

  3. elisabeth Says:

    Obwohl ich mir nicht sicher bin ob überhaupt einer NUR für sich selbst schreibt.
    Auch das Tagebuch.
    elisabeth

  4. Babbeldieübermama Says:

    Ich gehöre zu denen, die von „Verdauungsproblemen“ schreiben und nun? 😯
    Ich erlebe aber selten etwas, muß ich jetzt aufhören mit schreiben? 😉
    Es wird doch keiner gezwungen, bei solchen Leuten mitzulesen, also was soll’s? 🙂

  5. mialieh Says:

    @elisabeth: Natürlich: es ist immer Kommunikation… Watzlawick würde sich über deinen Kommentar freuen. Wahrscheinlich ist Tagebuchschreiben eh eine Paradoxie: man kommuniziert mit dem anderen Ich und zugleich soll es kein anderer Lesen…

    @babbeldieübermama: nein. Bei dir ist das was gaaaaanz anderes. Wen sowas nicht interessiert, der brauchts ja nicht zu lesen… ich lese es ab und zu, aber stelle selbst andere Dinge ein – damit verletze ich aber bewusst den Grundsatz der Gegenseitigkeit… vielleicht auch eine Neuerung des Blogschreibens…???

  6. Babbeldieübermama Says:

    @mialieh:
    Nein, du darfst nicht schreiben oder nein bei dir ist das was ganz anderes?
    Über Verdauungsprobleme würde ich ausnahmsweise nicht schreiben, die finde ich nicht erzählenswert.
    Ich gebe euch aber im Prinzip recht!!!!!
    Ich lese auch sehr gerne in Blogs, wo Krankheiten nicht das Hauptthema sind. Ich finde eine gute Mischung ist noch das Beste.

  7. mialieh Says:

    @bdüm: ich würde dir doch nie das wort verbieten … natürlich meine ich: Nein, du sollst nicht nicht schreiben.

  8. Babbeldieübermama Says:

    Habe ich auch nicht angenommen.
    Ich hatte gehofft, es kommen wieder ein paar von euren lustigen Sprüchen. Wenn ich eure Kommentare lese, amüsiere ich mich immer. 😉

  9. theomix Says:

    @elisabeth:
    Liebe elisabeth,
    schön gesagt mit dem Bloggen. Und manche Tagebücher werden primär „für sich selbst“ geschrieben. Aber warum schreibt man dann, man müsste es rechtzeitig vernichten… Wahr, wahr. Herzlich: Jörg

    @mialieh:
    Das Tagebuch rechnet mit einer sehr begrenzten Leserschaft. Beim Blog stzt man ja auch gemütlich am PC oder Laptop – und denkt sich nichts dabei… So könnte es zumindest bei manchen sein.

    @BbdÜM:
    Ich habe ja auch nur meine Sicht dargelegt. Von den „Verdauungsblogs“, also dene mit dem täglichen Krimskrams, habe ich eine Handvoll abonniert – weil sie dann auch so liebenswert sind. (Jeder auf seine Weise. Ja, BabbeldÜM, das darfst du dir anziehen!)

  10. Babbeldieübermama Says:

    Wenn du es sagst, ziehe ich es mir selbstverständlich an und kann endlich wieder ruhig schlafen. 😉

  11. theomix Says:

    Das hört/liest man gern…

  12. Wolfram Says:

    Im Handbuch zu Word6 stand irgendwo eine Funktion beschrieben, mittels derer man eine Art Tagebuch führen konnte: jedes Mal, wenn die Datei aufgerufen wird, wird automatisch am Ende das Datum eingefügt, und man kann dann seinen Eintrag schreiben.
    Ich habe nie gefunden, wie man das aktivieren konnte (wohl auch deshalb, weil ich die Seite im Handbuch nicht mehr wiedergefunden habe), und mittlerweile brauche ich es ja nicht mehr. Wahrscheinlich wurde die Funktion stillschweigend entfernt.

  13. theomix Says:

    Och, so kompliziert? Ein text- oder worddokument tut es doch auch.
    Ich habe es damit auch mal versucht – so 2 oder 3 tage…

  14. Wolfram Says:

    Erstens nervt das Schreiben in Word, zweitens wird das Dokument in kurzer Zeit ziemlich voluminös, und das bei den damaligen Speichermöglichkeiten…

  15. theomix Says:

    Nach 3 Tagen war das noch keine Gefahr.

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