Mein 9. November 1989

Auf tonaris Anregung hin.

Wir waren frisch in der neuen Stelle im Saarland angekommen. Hörten gerne Radio und hatten damals keinen Fernseher.

So ist mein 9. eigentlich der 10. November. Beim Aufwachen lief damals der Radiowecker, und so hörte ich noch halb schlafend die Nachricht vom Jubel an den Grenzen.

Wir waren Ende Oktober eingezogen, am 5. 11. war die Einführung. Da war der Kopf voll mit anderem. Wie einige Möbelkisten wohl auch noch voll waren.

Daher habe ich keine besonderen Erinnerungen an diesen Tag. Berlin war 700 km weit weg. Nicht nur äußerlich.

Der „Mauerfall“ kam für mich persönlich später. Als ich 1997 nach Görlitz fuhr, es ganz glatt über die frühere Grenze ging und so viele „West“-Tankstellen in der Gegend herumstanden 😉  – da ist es so richtig gesackt.

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10 Antworten to “Mein 9. November 1989”

  1. tonari Says:

    Das glaub ich wohl gerne, dass die Nachricht im Saarland kaum Auswirkungen hatte. So weit sind die Trabbis erst sehr spät gekommen 😉
    Dank Dir fürs Mitmachen.

  2. theomix Says:

    Nein, am 9. oder 10. noch nicht. Genscher in Prag: das war deutlicher vor Augen, weil die Ferienwohnung in den nördlichen Niederlanden TV hatte…

  3. mialieh Says:

    Witzig, wie das Fernsehen uns beeinflusst in der Wahrnehmung von Ereignissen. Ich war am 09. November 1989 gerade frisch in Mainz zum Studieren. Wir hatten auf dem Fernseher einer Kommilitonin den Mauerfall beobachtet und haben abends beim Schnitzel-Erwin darüber diskutiert, ob wir wohl nach Berlin fahren sollten. Sind wir aber nicht… 1991 war ich dann in Cottbus und im Spreewald und in Berlin Ost. Das war interessant, weil es noch nicht so sehr Westen war wie jetzt. Im Spreewald hatte der Tourismus schon um sich gegriffen, aber durch Berlin fuhr man noch weitgehend unbehelligt von Kaufanreizen. Am Brandenburger Tor standen ehemalige Soldaten der NVA und aus Russland und versuchten Orden zu veräußern. Mauersteine gab’s auch.

  4. tmp Says:

    Ich war 1990/1991 einige Male in Berlin zu beruflichen Fortbildungen, die von den Veranstaötern ganz bewußt in den Ostteil der Stadt gelegt waren. Aber Hotels gab es da natürlich kaum welche. Und anfangs taten sich die Westberliner Taxifahrer irrsinnig schwer, bestimmte Örtlichkeiten im Ostteil zu finden. Da musste man sehr viel Sicherheitsreserve im Zeitplan einkalkulieren, denn vernünftige Straßenpläne vom Osten hatte och keener… 😦

  5. Erika Says:

    @mialieh: witzig finde ich , dass ich gerade zu der Zeit als Du in Mainz studiert hast , ich in Mainz meine letzten Schwangerschaftswochen im November „durchlitt“ und schließlich am 28. November mein zweites Kind in Mainz zur Welt brachte.(ich war einige Male vorher im KH)
    Ich habe deshalb das immer nur ganz am Rande mitbekommen, was da in Berlin loswar, konnte das irgendwie nicht realisieren.
    lieben Gruß von Erika 🙂

  6. theomix Says:

    miaieh, tmp und Erika:
    Danke für eure ergänzungen – mehr als kommentare, kleine beiträge…

  7. Clara Himmelhoch Says:

    Ich lese gerade, dass du 1997 nach Görlitz gefahren bist. Da merke ich natürlich auf, da das meine Heimatstadt ist, in der ich allerdings nur bis 1964 gelebt habe, danach aber noch sehr oft Mutter oder Freundinnen besucht habe. – War bei dem Treffen zufällig auch ein Pfarrer Uwe Mader aus Kunnerwitz dabei? – Da ich schon so viele „Zufälle“ erlebt habe, könnte das durchaus möglich sein. – Seine Frau Margret ist meine Freundin aus frühesten Schultagen her.

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