20. Juli

Bismarck wird zugeschrieben, er habe über einen Botschafter in Berlin gesagt:
„Er ist ein Gesandter, aber kein Geschickter.“

7 Antworten to “20. Juli”

  1. onebbo Says:

    Ohhh, den Satz kenne sogar ich, war so ein Lieblingsspruch meines Vaters, der mir in meiner Jugend sozusagen aus den Ohren quoll. Beim 10. Hören verliert der Wortzwitz, der zweifelsohne vorhanden ist, an Schärfe 🙂

  2. tmp Says:

    Ich fürchte, dass ein solches Apercu eher in Vergessenheit gerät, als das symbolbefaftete Datum von heute, an dem leider nicht am Rad der Geschichte gedreht werden konnte… 😦

  3. rotegraefin Says:

    Das ist genauso wie mir mein Onkel mal sagte: „Offen gestanden gefällt mir Deine Hose nicht.“
    Es ist die Kritik der Vornehmen. Aber ob wir uns das heute noch als ein nach zuahmendes Beispiel vornehmen sollten, wage ich zu bezweifeln.
    Ich habe es lieber, wenn mal ordentlich mit der Faust auf den Tisch gehauen wird. Den ein ordentliches Gewitter reinigt immer noch die Atmosphäre.
    Ich konnte damals an ein meiner offen stehenden Hose etwas ändern und lachen. Konnte der Gesandte, der kein Geschickter war, etwas an seiner misslichen Situation ändern? Zumal es ihm nicht direkt gesagt wurde und zusätzlich Bismarck immerhin drei Kriege geführt hat.
    Krieg ist nämlich nicht die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln sondern das Eingeständnis des Scheiterns der Diplomatie was dann auf dem Rücken des Volkes ausgetragen wird.

  4. theomix Says:

    @onebbo:
    Ich werde diese Begebenheit auch nur ein Mal in meinen Blog setzen…

    @tmp:
    Ich habe das gewählt, weil das geschichtsträchtige Datum im Rahmen der Dekade zu schwergewichtig ausfiel…

    @rotegraefin:
    Die Bemerkung Bismarcks wirkt festschreibend. Ich nehme an, sie wurde wegen des grandiosen Wortspiels festgehalten. Ich habe sie immer nur Bismarcks zugeschrieben gefunden. Erstaunlich, sie hat das Zeug zur Wanderlegende.

  5. Wolfram Says:

    Natürlich nur vom Hörensagen weiß ich, in welchem Zusammenhang der Eiserne das gesagt haben soll:

    Auf einem Ball sagte eine Diplomatengattin zu Bismarck, die deutsche Sprache sei so schwer und habe so viele Wörter mit gleicher Bedeutung. So sei „senden“ und „schicken“ doch dasselbe.
    Worauf Bismarck höflichst bemerkte, hier irre die Dame: „Ihr Gemahl beispielsweise, Madame, ist ein Gesandter, aber gewiß kein geschickter.“

  6. theomix Says:

    Herzlich Willkommen, Wolfram!
    Stimmt, das habe ich auch irgendwo beim Suchen nach einer Quelle gelesen. Ich habe meinen Beitrag auf „meine“ mündliche Überlieferung beschränkt. Um so schöner, dass du das ergänzt.

  7. Wolfram Says:

    *verneig* 😉

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