Mariekes Welt und Andrés Weisheit – 12

Solange mein Chef so tut,
als ob ich viel verdiene,
solange tue ich so,
als ob ich fleißig arbeite.

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21 Antworten to “Mariekes Welt und Andrés Weisheit – 12”

  1. onebbo Says:

    Äh, nee, also das finde ich nun wirklich zu einfach gestrickt und haut in die Kerbe „ach ja, immer die bösen Chefs“. Ich bin zwar nur Mikrounternehmerin, aber das reicht, um zu verstehen, was es kostet (an Geld, Verantwortung und Kraft), Chef(in) zu sein. Und das gilt auch, wenn ich diesen Spruch nicht wörtlich nehme. Immer die Armen „da unten“, und die Bösen „da oben“.

  2. Erika Says:

    Lieber Jörg,
    so tun-als ob
    das sind ja Vorstellungen, die man auch anders ausdrücken kann:
    ich verdiene wenig
    und mache das nötigste
    oder

    ich bemühe mich fleißig zu sein
    obwohl ich es nicht gewürdigt bekomme

    Ich selbst kann dazu nur sagen, ich bin mein eigener Chef und verdiene soviel wie ich mir selbst anerkenne.
    Einen schönen Tag
    herzliche Grüße von Erika 😛

  3. Elisabeth Says:

    Lieber Jörg,
    um es gleich mal vorweg zu nehmen, es sind bestimmt nicht alle Chefs gleich, aber bei mir triffts leider zu… Und alle KollegInnen halten sich dran und tun, was sie wollen… 😉 Lange Zeit hab ich das nicht kapiert und reingehackelt ohne Ende und das Verhalten der anderen missbilligt. Ich habe dazu gelernt… Denn es schaut keiner auf mich außer ich selbst… Traurig, aber wahr…
    Sonnige Morgengrüße von Elisabeth

  4. rotegraefin Says:

    Na ja, eine ziemlich komische Buchhaltung finde ich.

    Da halte ich es eher mit der guten Magd,
    die im ersten Jahr sagt:
    „Es ist des Bauern seine Kuh.“
    Im zweiten Jahr sagt:
    „Es ist unsere Kuh“
    Und in dritten Jahr:
    „Es ist meine Kuh“

  5. mialieh Says:

    @onebbo:
    das ist immer eine Sache der Perspektive… ich bin neulich hochgestuft werden von TVL 13 auf 14. Jetzt bekomme ich 100 Euro mehr im Monat. Ein Prof. meinte, was ich die Fakultät koooostet. Was nicht stimmt. Bei der Hochstufung haben sie mich nämlich anders eingestuft. Ich habe ihm dann gesagt, was ich verdiene. Daraufhin hat er mir einen Wein ausgegeben. Und ich arbeite fleißig 😀

  6. theomix Says:

    @onebbo:
    Auch André arbeitet selbständig, und Marieke z.T. mit, da kam es wohl eher auf den Vergleich an, der heiter stimmen soll.

    @Erika:
    Liebe Erika, das ist natürlich das Gesündeste, aber ein bisschen schwejkhaft lässt es sich vermutlich auch ganz gut leben. Heitere Grüße, Jörg

    @Elisabeth:
    Liebe Elisabeth,
    um so erfreulicher, dass du trotzdem gute Stimmung verbreitest.
    Liebe Grüße, Jörg

    @rotegraefin:
    Auch gesund, zumindest in die eigene Tasche.

    @mialieh:
    Diese Ebene liegt etwas quer zur heutigen Weisheit. Letzten Endes zählt die Motivation, aber Geld motiviert mit…

  7. onebbo Says:

    @theomix:
    Auch Selbstständige sind nicht gefeit vor den üblichen Kerben 🙂

    Nicht jeder Selbstständige hat genug Angestellte, um zu beurteilen, was Angestellte KOSTEN. Nur als ein Beispiel: Die meisten Leute wissen nicht einmal, dass die sogenannten 400 Eurojobs den Arbeitgeber mehr kosten als die 400 Euro. Da kommen jede Menge Abgaben drauf, ich glaube im Moment 120-150 Euro/Monat, und dann noch die Berufsgenossenschaft mit einem jährlichen Beitrag, der sich nach der Gebührenklasse richtet.

    Ich habe keine Angestellten, es ist also jetzt nicht so, als ob ich mich als Arbeitgeberin getroffen sähe. Es gibt nur einfach Klischees, die ich als Grundlage von Scherzen nicht mag – seien es Blondinen, Ausländer oder auch Chefs.

  8. theomix Says:

    A und M sind quasi ihre eigenen Angestellten, das ist nicht das Problem. Es steckt im letzten Absatz, und da nützt ja auch kein Pointen erklären.
    Was ich davon gerne annehme: Klischees hinterfragen ist gut.

  9. onebbo Says:

    Du brauchst mir die Pointe auch nicht zu erklären, die habe ich durchaus verstanden – finde sie aber auch nicht unterstützenswert 🙂

  10. theomix Says:

    Ich hätte den Konjunktiv benutzen sollen. Aber ich vermute, wir haben uns verstanden, ohne einig zu sein…

  11. Sicht-Feld Says:

    Tja., und manch einer verdient mehr, als er bekommt, nicht wahr? Und es gibt sogar solche, die mehr bekommen, als sie verdienen. Aber da ich kein missgünstiger Mensch bin, reite ich da jetzt auch nicht weiter drauf herum! 🙂

  12. ig Says:

    Wie sagte mal ein Freund von mir über Profi-Fußballer: „Ach, die verdienen das viele Geld nicht, man gibt es ihnen!“
    Darüber kann man nachdenken. Was für Mechanismen sind da am Werk, dass sogenannte Spitzensportler, die was „leisten“, als Vorbilder von ganzen Generationen hingestellt werden,? Idole, die oft dopen, oder wg. Drogenexzesse in den Medien landen (@oneboo – ich will nicht pauschalisieren) etc. Wie steht deren gesellschaftliche Leistung im Verhältnis zu der viel beschworenen Krankenschwester, die nachts Dienste an Kranken schiebt, und gerade so viel verdient, um die z. B. Handyrechnung eines Profifußballers zu begleichen.
    Aber diesen Profifußballern werden die Handys noch werbewirksam geschenkt!
    Warum gibt andererseits ein ( durchaus hart arbeitender) Familienvater in Bahrain (hat mir ein Kollege erzählt) ein halbes Monatgehalt aus, um Formel 1 „live“ zu sehen….. während die Familie darben muss.
    Aber keine Sorge, Neid klingt keiner bei mir an – ist mir fremd. Nur Ärger, dass alles so „gerecht“ verteilt sein könnte! ABER WAS IST SCHON GERECHT?

  13. theomix Says:

    @Sicht-Feld:
    Liebe Mareike,
    „Du verdienst mehr als du verdienst“ ist ein ganz hinterhältiger Satz… Verdient herzliche Grüße, Jörg

    @ig:
    Zu dieser späten Stunde fällt mir nur noch ein: „Gerechter Lohn für gerechte Arbeit.“ Dieser Lohn wäre verdient…

  14. ig Says:

    Definiere bitte „Arbeit“ – viele verstehen darunder Vieles, was ist mit den Hartz-IV Jobs?

    und zu noch späterer Stunde habe ich das „gebet des tages“ für Mittwoch unter

    http://www.katholisch.de/html/kalhtml/page.asp.htm gefunden:
    Gebet des Tages

    So reich
    waren wir nie wie heute
    so habgierig aber
    waren wir auch nie
    wie heute.

    So viele Kleider
    hatten wir nie
    wie heute
    so ausgezogen
    so nackt aber
    waren wir auch nie
    wie heute.

    So satt
    waren wir nie
    wie heute
    so unersättlich aber
    waren wir auch nie
    wie heute.

    So eng aufeinander
    haben die Menschen nie gelebt
    wie heute
    so weit weg voneinander aber
    waren die Menschen nie
    wie heute.

    So hoch entwickelt
    waren wir nie
    wie heute
    so sehr am Ende aber
    waren wir nie
    wie heute.

    (Wilhelm Willms)

  15. rotegraefin Says:

    Wie so oft hier sehe ich mich missverstanden. theomix

    Wer in einem Dienstverhältnis steht und sagt es ist meine Kuh. Der arbeitet dann aus seinem ursprünglichen Sein heraus.
    Es geht dann erst in zweiter Linie um den Lohn des Arbeitgebers.
    Es geht wie in dem Gleichnis mit den Tagelöhnern alle erhalten den gleichen Lohn für die Arbeit. Egal wie lange sie gearbeitet haben.
    Schwierigkeiten gibt es immer mit denen, die alles nach Stunden aufrechnen. Oder hier wie in dem Text, wie du mir so ich dir.
    So lange die Frage lautet, was habe ich davon?
    oder das tue ich mir nicht mehr an!
    Bleiben wir in einem verzweifelten Egoismus stecken.

  16. onebbo Says:

    @rotegraefin:
    Ja, das finde ich gerade auch für den Sinn von „Arbeit an sich2 sehr schön beschrieben!

  17. theomix Says:

    @ig:
    Definiere „wir“ 😉 Wem es gut geht, dem fällt es leichter, über Armut nachzudenken, als dem, dem es schlecht geht.

    @rotegraefin:
    Danke für die Ergänzung!

  18. ig Says:

    Ach. ich glaube, dass Hartz 4 Empfänger, und auch Slumbewohner in den Metropolen der Welt viel über ihre ganz persönliche Armut nachdenken, wie sei den Tag überstehe, die Kinder enähren, sich gegen die sie umgebenende Gewalt (wohl automatische begleiterscheinung – leider ein Naturgesetz) wappnen und wehren können…..

    Wir ? – Frage den Dichter!

  19. theomix Says:

    So meine ich das ja auch, und daher bewzeifle ich, dass sie so schön ausgewogende Gebete schreiben…

  20. ig Says:

    Ob’s W.W. wirklich so gut geht? Hier das vom Donnerstag.

    Gebet des Tages

    Meine Schritte
    kreisen um die
    Mitte.

    Meine Worte
    suchen eine
    Pforte.

    Meine Hände
    tasten ab
    die Wände.

    Meine Trauer
    klagt an einer
    Mauer.

    Mein Erblinden
    wird dich endlich
    finden.

    (Wilhelm Willms)

  21. theomix Says:

    O, das klingt ja nicht gut. Oder ist das auch symbolisch, „für andere“, gesprochen?

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