Am Sabbat…

Am „echten“ Sabbat mal ein jüdischer Witz zum Tag:

Endlich ist das Frühjahr da. Wochenlang hat es geregnet. Der Rabbi,  ein begeisterter Golfspieler, hätte so gerne gespielt. Als er am Sabbat aufwacht, scheint die Sonne. Er schielt auf die Uhr: kurz vor 6. Ob er nicht vielleicht? Doch! Schnell zieht er sich an, schnappt seine Golf-Sachen, guckt an der Haustür rechts und links. Niemand. Schnell zum Golfplatz, der zum Glück nur ein paar Meter vom Haus liegt.

Auf dem Platz ist niemand zu sehen. Er packt seine Sachen aus, legt den Ball hin und holt aus.

Derweil im Himmel: Der Prophet Elia läuft zum Thron Gottes: „Ewiger, siehst du, was da dein Rabbiner macht?“ „Ja,“ spricht Gott. „Du musst ihn bestrafen, bestrafe ihn!“, sagt Elia. Gott nickt.

Der Rabbi holt aus – und in einem großen Satz fliegt der Ball… fliegt… ins Loch!

Im Himmel: Wütend springt Elia hin und her: „Bestrafen solltest du ihn! B E S T R A F E N !“ „Habe ich doch!“ „Wie, er hat den Ball sofort ins Loch gesetzt!“ „Ja, schon – aber wem sollte er’s erzählen?“

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21 Antworten to “Am Sabbat…”

  1. mialieh Says:

    tssssss 😀

  2. theomix Says:

    Schalom Schabbat!

  3. Sicht-Feld Says:

    Lieber Jörg,
    danke für diesen Lacher, den Du mir und Herrn Sichtfeld beschert hast – ein toller Witz! Und sehr gut besetzt, muss ich sagen – ist also der gute Elias da oben im Himmel immer noch ein wenig aufbrausend… 😉
    Liebe Grüße,
    Mareike

  4. rotegraefin Says:

    Und mein Großvater würde heute 138 Jahre alt. 😆
    Aber wen interessiert das heute noch?

  5. Ute-Marion Says:

    @rotegraefin: Das ist interessant, dass du das heute sagst. Ich habe gerade gestern über meine Großeltern nachgedacht, ihr Haus und ihren Garten. Der Garten ist mir noch so greifbar, ich war da als Kind häufig. Später wurde dann ein Autobahnkreuz dahin gebaut. Und so saß ich da und dachte: Das ist doch komisch, dieser so reale Garten existiert vielleicht noch in meinem Kopf und in dem meiner Geschwister. Aber ich werde nie wieder dahin gehen können, die Steintreppe hinauf, die Johannisbeeren pflücken. Und natürlich genauso diese Menschen, die nur noch in wenigen Köpfen existieren und das naturgemäß werden auch immer weniger. Da ist es kein Wunder, dass manche Menschen sagen, die ganze Welt ist nur Einbildung.

  6. rotegraefin Says:

    Eben Ute-Marion,
    das ist es aber diese merkwürdige Mischung von gut und Irrtum, die unsere Großeltern uns hinterlassen haben.
    Die wir dann schützen, obwohl längst vergangen und uns in Spitzen gegeneinander ausarten lassen, weil sonst etwas Heiles und Gutes in uns zerbrechen würde.
    Aber die Liebe und Zuwendung, die uns diese alten Leute geben konnten und die sie von uns annehmen konnten, weil wir ihnen zeigen konnten das Leben und alles was damit zusammenhängt hat einen Sinn und geht weiter.
    Diese gute Einbildung möchte ich auf keinen Fall missen, während andere ungute Einbildungen langsam an Gewicht verlieren.

    Gerade habe ich im Radio am heutigen Tag 1274 ist Thomas von Aquin gestorben. Autor: Hans Conrad Zander
    http://www.wdr.de/radio/home/podcast/wdr3_podcast.phtml#zeitzeichen

  7. onebbo Says:

    Hmmm, leider waren meine Großeltern nicht voller Liebe und Zuwendung. Wahrscheinlich denke ich deshalb auch lieber an den Garten.

  8. theomix Says:

    @sichtfeld:
    Liebe Mareike,
    der Lacher war Ziel und Zweck dieses Beitrags 🙂 Wer sonst außer Elia sollte im jüdischen Himmel denn herumtoben? Herzlich grüßt Jörg

    @rotegraefin:
    Och, es ist nicht uninteressant,aber was nützt das nackte Datum? Hans-Conrad Zander hat vermutlich nichts über ihn geschrieben. Das Zeitzeichen habe ich gehört. Und da ich schon einmal ein Zandersches Zeitzeichen über TvA gehört habe, frage ich mich, ob der WDR eine Wiederholung gebracht hat.

    @onebbo:
    Da floss die Zuwendung eben in die Gartengestaltung, und die hat dich dann indirekt erreicht. (Nur um sagen zu können: Besser als nichts.)) Eine Variante des Witzes macht aus Elia den Vater des Rabbi. Auch Großvater wäre denkbar.

  9. freidenkerin Says:

    Danke, theomix! Der Witz ist Klasse! 😆 Wünsche dir und den Deinen einen schönen und entspannten Sonntag. 🙂

  10. theomix Says:

    @freidenkerin:
    Dir auch noch (was davon übrig ist…). Und: freut mich, dass er dir gefällt 🙂

  11. Wortman Says:

    *uuuaaahhhh* Ich lieg hier am Boden vor Lachen…. Super, theomix 🙂
    Freu mich schon auf den nächsten Sabbat-Witz 🙂

  12. freidenkerin Says:

    Ich weiß auch einen jüdischen Witz. Aber der ist sehr heftig. Ein orthodoxer (!) Jude hat ihn erzählt. Aber ich geniere mich trotzdem, ihn zu erzählen. 😳

  13. werner Says:

    da musst ihn halt ganz leise flüstern 🙂

  14. theomix Says:

    @wortman:
    so viele Sabbatwitze habe ich gar nicht auf Lager, aber jüdischen Witze insgesamt sind es wert, auf diesen Blog zu kommen…

    @freidenkerin:
    Du wirst keine Probleme haben, diesen Witz deinem PC zu erzählen. Eintippen vielleicht eher? Und veröffentlichen? Wenn er gut ist, git es keinen Grund sich zu genieren. Und wenn er so ist, dass man sich wirklich genieren muss, ist er nicht gut. Sach’ich mal so von außen…

    @werner:
    Stimmt. Flüsterwitze sterben allmählich aus.

  15. werner Says:

    Manch einer behauptet ja, es gäbe nur zwei Arten von Witzen:
    gute und anständige.

    🙂

  16. theomix Says:

    werner, da ist was dran! 🙂

  17. Wortman Says:

    Gut gesagt Werner 😉

    Och, ich nehme jeden Witz, der etwas mit Kirche zu tun hat 😉
    Weioßt doch, ich bin ein böser Bube 😉

  18. theomix Says:

    @wortman:
    Da gehe ich erst mal in mich, ob es nicht einen Witz gibt, „der etwas mit Kirche zu tun hat“ und den bösen Buben eine lange Nase macht ;).

  19. Wortman Says:

    wenn du einen findest, rüber damit 🙂

  20. theomix Says:

    Ja, Geduld… Nur Geduld!

  21. Wortman Says:

    Geduld hab ich reichlich 🙂

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