„so soll es sein, so kann es bleiben“

Damit meine ich nicht das Lied von Ich + Ich. Mir geht es um die  Schlagzeile aus dem General Anzeiger Bonn vom 19. 2. 2009:

Hitler kein Ehrenbürger von Brühl mehr

Nachricht aus dem General Anzeiger online

Natürlich haben wir andere, wichtigere  Probleme. Aber interessant, dass eine Schülerin beharrlich blieb. Jugendliche sind bei dem Thema „Nationalsozialismus“ unbefangen und können so  längst verfestigte Dinge ändern. Oder  fragen die letzten Augenzeugen nach dem, was geschah. Ich finde das gut!

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26 Antworten to “„so soll es sein, so kann es bleiben“”

  1. Erika Says:

    Guten Morgen, lieber Jörg
    ja, man sollte Schüler/Innen nicht unterschätzen.
    Übrigens vom Thema weg, meine Tochter hat sich über Wumbaba sehr gefreut…..
    Kennst Du das Bühlein von Madeleine Delbrél (1904-1964) Sie führte der Glaube in den sozialen Einsatz in der Arbeiterstadt Ivry nahe Paris. Sie giilt al seine der faszinierndsten Frauen und Christinnen unserer Zeit.

    DER KLEINE MÖNCH?

    (Der ‚kleine Mönch blickt mit Humor hinter die Masken, die sein Ich täglich aufsetzen will)
    ein Beispiel aus dem Buch : DU BIST IMMER IM DIENST (Als der kleine Mönch einmal keine große KLust hatte, sich stören zu lassen.
    Die Lehrjahre des kleinen Mönchs

    Schönen Tag, es hat wieder geschneit
    Ihr Leit, Ihr Leit
    LG ERika 😀

  2. Erika Says:

    Es wird nie so bleiben
    wie es einmal war.
    gruß erika

  3. Erika Says:

    noch was :
    als der kleine Mönch nach einer Berufung suchte:

    WEIL DEM SELBSTVERGESSENEN NICHTS BLEIBT,
    WEISS ER, DASS ER NUR EMPFANGENDER IST

    als der kleine Mönch einmal einem unbekannten Herrn gegenübertreten musste:

    DER VOLLLKOMMEN GLEICHMÜTIGE HAT VOR NICHTS ANGST, DA ER ES GEWOHNT IST, JEDERZEIT DIE GANZE WELT RETTEN ZU WOLLEN

  4. theomix Says:

    Der kleine Mönch ist unbelastet. Sollte er eine braune Kutte tragen – ist er Franziskaner 😉

  5. Sicht-Feld Says:

    Lieber Jörg,
    auf die Idee muss man erst einmal kommen! Wir Erwachsenen nehmen oft die Dinge viel zu selbstverständlich hin, ohne sie so zu hinterfragen. Schön, dass auch der GA über diese engagierte Beharrlichkeit berichtet, vielleicht zieht das ein paar Trittbrettfahrer an… 🙂
    Liebe Grüße
    Mareike

  6. theomix Says:

    Liebe Mareike, ein lehrreiches Bispiel, in der Tat. Wie gesagt, der unbefangene Blick hilft…
    Gruß, Jörg

  7. onebbo Says:

    @theomix und @erika: Würde mich nicht wundern, wenn diesem kleinen Mönch fernöstliche Sprüche in den Mund gelegt wurden…. so klingt mir das nämlich. Aber das Christentum bedient sich ja gerne nicht-christlicher Elemente, um Vertrautheit zu erwecken (s. Weihnachts- und Ostersymboli) :-). Ich finde, das habe ich jetzt sehr schön wertfrei ausgedrückt hihi

  8. theomix Says:

    @onebbo:
    Jede Religion ist als ausgereiftes Produkt eine Mischung. Nur die Puristen meinen, man könnte das Fremde abstoßen, ohne das Eigene zu verlieren. Aber was bei der Rasse schon nicht funktioniert hat, geht auch in Reli nicht…

  9. Erika Says:

    Ich habe noch ein schönes Buch:
    Den Weg der Meister gehen
    Jesus und Buddha
    als Lebensbegleiter
    „Christentum und Buddhismus sprechen verschiedene Sprachen, der Lebensweg ihrer Begründer ist unterschiedlich, doch Essenz und Praxis ihrer spirituellen Wege sind enger verbunden, als wir vermuten. Die klaren und einfachen Worte fesseln uns, verblüffend sind die Parallelen ihrer Lebensweisheit. Nicht Weltflucht, sondern solidarisches Hineingehen in die Welt und zu den Menschen – das ist ihre Botschaft an uns.
    Wer sich mit dem Leben und Wirken der beiden Religionsstifter befasst, wird erfahren, wie sehr Jesus und Buddha Brüder sind – Meister und Wegweiser auf der Suche nach Spiritualität und Lebenssinn.“
    Wolfgang Poeplau
    Das ist sehr interessant, man muss das für sich finden, was einem gut tut, und wenn man es spürt, dann ist es gut.
    Liebe Grüße
    Erika

  10. Erika Says:

    Mir ist das egal, ob sich jemand an etwas bedient , ich bediene mich an dem was mich persönlich anspricht.Und da tun fernöstliche Weisheiten verdammt gut. Laotse und das Tao te King ist eines meiner Lieblingsbücher, ich kann auch in der Bibel Schönes finden, alles hat seine Zeit, alles ist wertfrei, ja so sollte es sein. Danke
    LG.Erika

  11. theomix Says:

    Dem Reinen ist alles rein.
    Nicht, was in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein.
    Prüfet alles, aber das Gute behaltet.
    Drei Weg-Pfeile der biblischen Marschrichtung.

  12. Erika Says:

    Danke Dir lieber Jörg
    schönen Tag noch
    Regen
    Segen
    herzliche Grüße Erika 😆

  13. Erika Says:

    Psalm 139 fällt mir noch ein, der gefällt mir sehr gut.

  14. theomix Says:

    Ja, was mir alles gut gefällt… ein schier endloses Thema.

  15. rotegraefin Says:

    Es gibt doch die schöne Geschichte vom Himmel und der Hölle.
    Ein Mann wird in einen großen Raum geführt in der Mitte steht ein großer Topf voll mit einer duftenden Speise drum herum lauter verhungernden und griesgrämig drein schauenden Menschen ihre Hände waren an Löffel mit überlangen Stielen gebunden. So dass sie diese nicht zum Munde führen konnten.
    Daraufhin wird er in den nächsten Raum geführt. Dort ist das gleiche Bild. Nur sind alle Leute fröhlich und gut genährt. Sie waren dabei sich gegenseitig zu füttern. 😆

  16. OneBBO Says:

    @rotegraefin: Genau, und die gut genährten sind die in der Hölle. Das sagt ja schon der Titel der Geschichte: Himmel und Hölle, also kommt jetzt in der Beschreibung logischerweise auch erst der Himmel (Griesgram).

    Höllenbewohner sind einfach praktischer, haben die größeren Überlebensfähigkeiten und sind fröhlicher vom Gemüt her. Sehe ich auch bei potentiellen Höllenbewohnern auf Erden auch immer wieder bestätigt 🙂

  17. rotegraefin Says:

    @ OneBBo
    Ich bewundere mal wieder Deine Gabe der Umwandlung 😆
    Für einen Christen, gibt es weder das eine noch das andere. Für einen Christen ist das Reich Gottes da. Da braucht keiner hinzumarschieren oder auf seinen leiblichen Tod zu warten sondern nur die vielen kleinen Tode im eigenen Leben zu akzeptieren. Das nennt man dann Lebenskunst habe ich mir sagen lassen. 😀

  18. OneBBO Says:

    @rotegraefin: Der Begriff Himmel und Hölle wurde nicht von den Atheisten geprägt. Die brauchen sowas ja nun gar nicht.

    Wikipedia sagt:
    „Im Christentum wird, basierend auf der Lehre des Judentums, die Existenz einer Hölle gelehrt. Mehrere Stellen im Neuen Testament (beispielsweise einige Reden Jesu sowie die Offenbarung des Johannes mit der Apokalypse) erwähnen eine „Unterwelt“, ein „Totenreich“ bzw. „Totenwelt“, einen „Feuersee“ bzw. „feurigen Pfuhl, der mit Schwefel brennt“ und den „zweiten Tod“.
    Wenn du da Besseres weißt, solltest du das vielleicht einmal korrigieren.

    Danke für die Bewunderung.

  19. mialieh Says:

    @onebbo: natürlich bewundere ich dich auch. Und wir haben ja auch im anderen Beitrag beschlossen, dass wir die sind, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN (hehe). Aber meines Halbwissens nach (das sicher nicht so weit reicht, wie das weltumfassende Wikipedia) glauben Katholiken an die Hölle und haben deswegen auch im Mittelalter Ablassbriefe geschrieben. Protestanten haben kein Fegefeuer, in dem sie sich erwärmen dürfen 😉 UNd was ist mit den Atheisten? wirst du jetzt wieder fragen. Die müssen hinten anstehen beim Tag des jüngsten (!) Gerichts und schön warten, bis sie ander Reihe sind. Ich nehme an, Kost und Logis sind inklusive. Sofern es sich um Müsli handelt, bin ich auch gerne bereit, mich von anderen füttern zu lassen. Vielleicht bin ich eh schon so alt, wenn ich sterbe, dass ich es gar nicht mehr anders gewohnt bin

  20. rotegraefin Says:

    @oneBBo,
    Es ist wie mit dem Glas, ob ich oder Du es halb voll oder halbleer siehst. Liegt am jeweiligen Blickwinkel. 🙂
    Genauso ist es mit Himmel und Hölle. Ich ziehe in jedem Fall den Raum vor, in dem sich die Menschen gegenseitig füttern und gehe anschließend in den anderen Raum und versuche ihnen beizubringen, wie das geht.
    Da ich noch nicht gestorben bin und jeden Tag neu den Wechsel neu vollziehen kann.
    Was Wikepedia schreibt ist mir ziemlich schnuppe. Sartre hat den Satz geprägt: „Die Hölle, das sind die anderen.“ Vermutlich auch einer der nur das Glas halbleer sehen konnte. 🙄
    Ich habe nur begriffen wie wir Menschen uns wunderschön selber die Hölle auf Erden machen können und wenn ich das merke werde ich fuchsteufelswild.

  21. mialieh Says:

    @rotegraefin:
    Dieser Satz von Sartre ist mir aber etwas zu sehr aus dem Kontext gerissen und Sartre allzu voreilig als Pessimist beurteilt. Sartre hat sich doch gerade mit der Spannung zwischen Selbstfindung und Vergemeinschaftung befasst. Wir bemessen uns an dem, was andere über uns finden und gleichzeitig müssen wir selbst finden, welchen Sinn unser Leben hat.

    „Die Hölle, das sind die anderen“ kommt ja aus „Geschlossene Gesellschaft“ und das ist eines meiner Lieblingsstücke von Sartre, weil es gerade zeigt, dass das Zusammenleben mit anderen immer auch bedeutet, dass sich Menschen das Leben (hier: nach dem Tod) gegenseitig zur Hölle machen können, gerade weil es keine vollständige Übereinstimmung gibt. Die Chance dieser Unterschiedlichkeit wird von den Menschen durch Machtkämpfe unterlaufen und diese Machtkämpfe sind allgegenwärtig. Mit diesem Gedanken ist Sartre einer der bedeutendsten Vorläufer des postmodernen Denkens, bei dem es immer darum geht, Macht zu analysieren und subversiv zu unterwandern, indem man sie aufdeckt, ironisiert und persifliert. Das hat m.E. nichts mit Pessimismus, sondern mit Aufklärung zu tun.

  22. rotegraefin Says:

    Kann bestimmt sein, dass ich Sartre falsch einordne. Ist mir ehrlich gesagt auch auch schnuppe und Sartre wird es nicht mehr interessieren.
    Den Aufklärungsgedanken habe ich aber auch geerbt. So ist Sartre aus dem Schneider und jeder hat die die Entscheidung, was er in diesem Leben für ein Mensch sein will und das jeden Augenblick neu.
    Den der Himmel steckt ebenfalls in jedem drin. Die geschlossene Gesellschaft kenne ich aus eigenem Erleben zur Genüge.
    @mialieh
    Danke für die Ergänzung. Das Anliegen scheint ja klar zu sein oder? Aufklärung!

  23. theomix Says:

    Ich darf darauf hinweisen, dass alle Beiträge seit 21.02.zum Beitrag „Kalte Küche“ gehören. Bittte die Diskussion dort fortsetzen! Danke!

  24. harDi Says:

    In Bad Doberan ist er noch Ehrenbürger, obwohl es anderes Bestreben gab im Zuge des G8 Gipfels 2007 – MVregio hatte das damals aufgedeckt. Es gab eine große Diskussion, aber nach dem Sturm im Wasserglas tat sich nichts mehr. LG Dirk

  25. theomix Says:

    Lieber Dirk,
    ich vermute, dass es in vielen Orten noch so ist. Und es ist gut,w enn das ausdrücklcih geändert wird. MVrego sagt mir hier in Rheinladnd Pfalz natürlich nichts. Ich finde das eienn ulkigen Namen für ein Nachrichtenmedium. wie eine Zuglinie im Nahverkehr. Das nur am Rand.
    Grüße, Jörg

  26. harDi Says:

    Lieber Jörg,
    ich fände es auch gut, wenn man das ändern würde. Und das Regio-Portal bei Euch würde ja dann wohl RP-regio heißen… Aber du wirst lachen – der Name funktioniert: Du konntest dir ja auch gleich die richtige Vorstellung darunter machen. An den Zügen steht glaube ich immer „regio DB“… Wahrscheinlich kommt es auch daher. Grüße, Dirk

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