Über die Trinität (Wunscherfüllungsversuch 2)

Annäherung

Ich müsste orthodox sein, um das mit Kopf und Herz gut erklären zu können.

Die Kirchengeschichte zeigt, Trinität ist oft Herrschaftstheologie gewesen, und das macht sie verdächtig. Wo ist die Kraft von unten, wo ist das Befreiende?

Kurt Marti nennt die Dreieinigkeit „die gesellige Gottheit“. Gott ist aus sich heraus an Kommunikation interessiert. Er ist nicht „eintönig“.

Das „Wer ist wer?“ Gottes

1
Gott, der Schöpfer. Einer, der ins Leben eingreift. Dem alle Macht zugeschrieben wird. Ein eigenes Kapitel für sich, wie sich der Stammesgott der Hebräer, ADONAJ, einer unter vielen zum einzigen Gott gemausert hat. Damit wird er eins mit dem Gott der Philosophen, die schon alnge das Gefühl hatten, der Olymp ist eine Spielwiese der Phantasie. Der Monotheismus hat das Pantheon leergeräumt. Und damit Gott nicht so alleine ist, sind viele Engel  nachgerückt.

2
Wie wird Jesus zu Gott? Der faszinierende Mensch aus Nazareth, der packend predigt und heilt, weil er den Menschen an und unter die Haut geht, hat etwas Göttliches gehabt. Aber erst mit Verbrechertod und Auferweckung wird etwas Großes daraus. Und man entdeckt Gott in ihm auch rückblickend. Ja, Gott ist in ihm Mensch geworden.

Dieser kleine historische Abriss macht mir auch klar, dass der 2. Teil der Dreieinigkeit auch sehr fragwürdig bleibt. Gott – ein Mensch? Klingt einfach verdächtig.

3
Wind, Hauch, Kraft – Gott wirkt unter den Menschen. Wenn das Axiom der Existenz eines lebendigen Gottes steht, dann fällt es nicht schwer, dahin zu kommen.

Eine befreiende Kraft. Wie ich in meinem ersten Beitrag schrieb: Meine Füße auf weitem Raum – da ist Gott, da kommt der Geist.

4
Mystikern fällt es leicht, in allen Dreien den Einen zu finden. Mystik betont eh die Einheit. Manchmal kann es aber auch auseinanderfallen. Ist es ein Geheimnis oder ein Konstrukt? Oder beides? (Geht das?)

5
Das leergefegte Pantheon wurde auch schnell wieder voll. Die Heiligen füllen den Saal. Nicht so im evangelischen Himmel. Zumindest sind da die Heiligen leiser…

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2 Antworten to “Über die Trinität (Wunscherfüllungsversuch 2)”

  1. rotegraefin Says:

    Solange Du nur Kopf und Herz hast und Deine wichtigen Hände vergisst, bleibt die sogenannte Trinität in einer verlogenen Dualität stecken.

    Vater Mutter Kind ist eine Trinität, bei das eine nicht ohne das andere zu denken ist.
    Ausgenommen wir klonen weiter wie bekloppt.

  2. theomix Says:

    Ich bin kein Beispiel der Trinität… Die Hände sind beim Bloggen auf der Tastatur. Kopf und Herz (besser) nicht…

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