Mit ‘Sprache’ getaggte Beiträge

Landleben als Spracherziehung

3. 4. 2014

Neulich ging ich zu einem Hausbesuch querfeldein. Wirklich quer übers Feld. Mich beschlich die Frage: Wer schreitet heute noch querfeldein? Wo die Zahl der Landbewohner und -innen so klein ist im Verhältnis zur Zahl der Stadtinsassen:

Das Wort ist noch Titel für alle möglichen Aktionen, Projekte und Druckwerke – aber verbunden mit einem Verb, das Bewegen ausdrückt: kaum noch…

Wäre an diesem Tag Regenwetter gewesen, ich wäre ja längs der Straße gegangen. Was ebenso ein seltener Ausdruck ist. Aber er passt, denn nicht alle Straßen hier haben einen Bürgersteig.

So gesehen ist das Landleben  auch eine Art Spracherziehung.

sprache ist schwer 2

27. 2. 2014

es sprachen die elfen

wir zahlen den zehnt
und lieben den neuntöter

wir können achten
wir können sieben

und sechszeiler gibt es nur ungereimt

sprache ist schwer

9. 1. 2014

Einsam? Kennt man.

Zweisam – auch.

Achtsam. Ja, sollte jeder sein.

Aber fünfsam, zwanzigsam?

Sprache ist schwer.

Alltäglich: Herumlabern am Feiertag

30. 5. 2013

Wisst ihr, mir ist wirklich nichts Tolles eingefallen heute. Ich hab schon ein paar Mal was zu Fronleichnam geschrieben. Und ich merke deutlich: Besser als damals werd ich nicht.

Die Wetteraussichten sind trübe, beim Schreiben platschen wieder dicke Tropfen an die Fensterscheiben, beim Hereinholen der Mülleimer bin ich unangenehm genässt worden.

Und ihr merkt, wenn ich will, kann ich herumlabern. Das hat jetzt mit dem Feiertag nichts zu tun. Eher damit, dass mir nichts Besseres eingefallen ist. Draußen das Wetter ist flüssig, dieser Beitrag ist mehr: er ist überflüssig. Ich glaube trotzdem, ich mache Absätze in den Text, sonst liest ihn niemand. Und ihr verpasst womöglich eine Pointe. Aber nix da: Es gibt keine.

Das Beste aus dem Saarland: Zwei F-Wörter

5. 4. 2013

Der saarländische Dialekt (ich meine das Moselfränkische der Gegend um Völklingen und Saarbrücken) hat ziemlich viele sprachliche Eigentümlichkeiten. Die besten zwei, zwei einfache Vokabeln, stelle ich hier vor.

Freck (f.):

Im Hochdeutschen “grippaler Infekt”. Kürzer geht’s nimmer.

Beispiel:
Isch hann die Freck = Ich leide unter einem grippalen Effekt.

Flemm (f.):

Entspricht in etwa einer Novemberdepression, wenn sie nicht sogar Ausdruck einer skeptischen Lebenshaltung ist.

Beispiel:
Isch hann die Flemm = Mir geht es – nach einer Nacht mit nur 2 Stunden Schlaf,  einem verpassten Bus, einem Anranzer durch den  Chef und Stress mit den Nachbarn – nicht ganz so gut.

Zuerst am 21.11.2009 auf eigentliches.com. Dort nicht mehr aufzufinden.

Holperstrecke

10. 1. 2013

Regionales Blatt, Untertitel einer Schlagzeile:

“Die Holperstrecke zwischen Beibank und Prepper wird neu gebaut.”

Da kam ich vom Holpern ins Stolpern: Warum wird denn die Holperstrecke neu gebaut und nicht durch eine glatte Fahrbahndecke ersetzt? ;)

Bin ich auf dem semantischen oder hermeneutischen Holzweg? Wenn nein, wie hätte die Redaktion das ebenso kurz, aber eindeutig sagen können? “Die Fahrbahndecke [...] wird erneuert”? Oder wie?

Sachdienliche Hinweise gerne in die Kommentare!

Mode – Odem

8. 1. 2013

heute der letzte schrei
morgen der letzte atemhauch

An alle Frauen

11. 12. 2012

Hallo, Mädels!

Gibt es eigentlich für erwachsene Frauen eine blödere Anrede als diese?

Und ich meine wirklich blöde und nicht anzüglich. Danke, ihr Burschen!

Oder bin ich alter Knabe auf dem Holzweg und habe einen Trend verpasst?

DER EVANGELISCHE RUNDFUNKBEAUFTRAGTE BEIM WDR

12. 11. 2012

See on Scoop.itEvangelische Theologie

Als man Sankt Martin Schande bereitete

Autor: Martin von Tours. Für die Katholische Kirche ein Heiliger. Heute ist sein Gedenktag.

Martin Luther, in der Nacht vom 10. auf den 11. November 1483 geboren, bekam durch die Taufe an diesem Tag seinen Vornamen von ihm. Aber nicht nur deshalb lohnt sich auch für Protestanten ein Blick in dieses Menschenleben.

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer, ich bin Hans Dieter Osenberg aus Saarbrücken. …..

See on www.kirchezumhoeren.de

Dunkelheit entzieht sich der Justiz

10. 11. 2012

Nicht nur für Erika

Wenn die Dunkelheit einbricht, nimmt sie nichts mit.
Kein Raub oder Diebstahl.
Sage ihr: Du begehst Hausfriedensbruch!
und bring ihr so das Licht der Erleuchtung:
Schon ist sie fort.

Verlegen, 4-fach

17. 10. 2012

schlüssel
rohre
bücher

und dann
lauf ich noch rot an

Tropfenregen

29. 9. 2012

In den letzten Tagen fiel der Regen stark und laut. “Plästern” ( wichtig: mit langem “ää”) heißt das in meiner sprachlichen Herkunftszone Wuppertal.

Nicht nur dort, denn das Bergische liegt als Teil des  Rheinlands dicht am Ruhrgebiet.

Hier iset am Plästern (unn et tut sogar donnern):

Alles gesagt

22. 9. 2012

Ein unvollständige Satz.

Mut in bester Weise

9. 6. 2012

… nennt man
Optimumm

Bloggen als Übung

4. 5. 2012
  • Ich möchte eine Sprache lernen. Autodidaktisch. Aus eigenem Antrieb. Was wird mir mehr bringen? Tägliches Üben und Lernen- ODER – ich schau mir in den ersten Tagen die ersten Lektionen stundenlang an. Wenn es mühsamer wird, nur noch alle paar Tage.
  • Die alten Meister empfahlen fürs geistliche Leben tägliche Übung. Sogar dann, wenn man gaaar kein Lust dazu hat. WARUM WOHL?
  • Wer täglich einen Bibeltext liest, trifft überwiegend auf Texte, die die eigenen Gefühle nicht treffen. Soll man aufhören? Ein paar Tage Pause?

Ihr ahnt, worauf es hinausläuft: Regelmäßig und jeden Tag ein kleines bisschen ist besser als unregelmäßig und dann (zu) viel auf ein Mal. Diese Gedanken bewegen mich auch beim Bloggen. Mir hilft es nicht, wenn mir jemand fürs Bloggen rät: “Mach es, wie du lustig bist.” Das ist nicht mein Motto. Selbstmotiviertes Tun braucht die regelmäßige Übung, Sonst sollte ich es lieber lassen. Ob eine Sprache, ein Instrument oder eine Sportart lernen – ein bisschen Überwindung, ein Hauch Anstrengung gehört dazu. Ich möchte sogar das Wort “Disziplin” anführen.Wenn ich in Latein richtig mitgekommen bin, ist disciplina die Tugend des discipulus, also des Schülers, des Lernendenden.

Mich hat in der Diskussion über meine Blog-Klage der Gedanke überzeugt: Mein Blog braucht Disziplin.
Selbst bei einem Hobby ist das nötig, damit ich das Gefühl bekomme, es bringt mich weiter. Für mich ist Bloggen Hobby, auch so etwas wie eine geistliche Übung, oft genug Gedankenklärung, kreativer Prozess.
Klärung und Kreativität sind Spitzen, die sich aus dem Alltäglichen hervorheben. Ob sie überhaupt noch kämen, wenn es den mühsamen, alltäglichen Weg durchs Tal nicht gäbe?


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