Mit ‘Poesie’ getaggte Artikel

Route 23

16. 4. 2012

Der HERR ist mein navi, nie werde ich mein ziel verfehlen.
er lässt mich parken im grünen bereich und führt mich zur tankstelle.
er lässt mich den weg finden und führet mich auf rechter straße um seines namens willen.
und ob ich schon fuhr im tal der umleitungen, fürchte ich kein unglück.
denn du bist eingeschaltet, deine ansagen  trösten mich.
du bereitest mir freude mitten im stau, mein herz lacht und ich komme gut durch.
gutes und barmherzigkeit werden mir folgen die ganze strecke,
und am ende werde ich hören: “Sie haben Ihr ziel erreicht.”

Übertragungen des Hirtenbildes gibt es schon lange (“Der HERR ist mein bewährungshelfer…”), und der Navi ist an der Stelle nicht originell. Der Rest schon.

Stichwort “vernünftig”

14. 3. 2012

Es geht um Tod und Leben, beim nächsten Abend. Das haben wir uns im Vorhinein so überlegt.

Eigentlich vernuenftig

Wie wir jetzt wissen, ohne Hula.
Gruß an S., aufgeschoben ist nicht aufgehoben – Danke!

Zarte Hälmchen

7. 3. 2012

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
“Er kam, er kam ja immer noch”
Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuss auf Schuss;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt; “Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.”

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

Theodor Fontane

Das musste jetzt mal sein. Hälmchenweise kommt er…

Wieder schöne Post

9. 2. 2012

“Strato Kundenservice”

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Es hat von Unsinnspoesie. Wir begeistert. Es wird bedankt Geduld.

Schon einmal darauf gezeigt, KW 50

17. 12. 2011

Seelenleben auf engem Raum

12. 10. 2011

Drei seelen wohnen, ach, in meiner brust:
die eine plappert voller lust,
die zweite jodelt in einem fort.
Die dritte denkt an doppelmord.

Emilys Erleben als inneres Geschehen gedeutet.

Hebräisches Lied auf Platz 1

3. 10. 2011

Das war in Deutschland 1988 so, mit Ofrah Haza, Im Nin’alu.

Übrigens klang es zehn  Jahre zuvor wie der israelische Musikantenstadl (und sah auch so aus):

Dennoch

29. 8. 2011

Wieder einmal habe ich die Charts durchstöbert. Medina, dänische Sängerin, war mir bis jetzt nicht bekannt, hat ein neues Stückchen herausgebracht, das erste, das mir ins Auge fiel. Der Clip zeigt Paare: wir sehen Krisen angedeutet, und zum Schluss berühren sie sich liebevoll, küssen und necken sich. Dazwischen die Sängerin, oft in schwarz, sogar die Finger sind schwarz gefärbt.

(In voller Länge zum Beispiel hier.)

Der Text ist dramatischer:  Er hat sie verletzt, aber sie kann von ihm nicht lassen.
Das berührt mich, weil es wie aus dem Leben gegriffen ist; Beziehungen sind ja nie nur glatt.

Die Beziehung zu Gott auch nicht; manchmal ist er “gegenüber”, feindlich, es geht mir schlecht, kommt das von ihm? “Ich komme dennoch nicht los von dir…”

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand…”

Manchmal sind Liebeslieder wie Gebete und Gebete wie Liebeslieder…

Stichwort “freiwilliger Humor”

11. 8. 2011

Liebe Freundinnen und Freunde des freiwilligen Humors,

ein neuer Abend unter der Überschrift “EIGENTLICH” steht an.

EIGENTLICH FRISCH AUFGEBRÜHT

Starke Texte

Süße Melodien

Heiße Rhythmen

Schwarzer Humor

- alles flüssig vorgetragen

Mit Thomas Kagermann (Musik)

und Jörg Wilkesmann (Wort)

Keine Fragen, oder: Gemichte Zeilen

3. 8. 2011

Für Philipp B., und er ahnt auch, warum.

Fragt mich nicht,
ach, fragt mich nicht:
“Was bedeutet dies gedicht?”
Ich bin nicht auf sinn erpicht.

Der reim ist dicht,
der inhalt schlicht,
d’rum nenne ich es auch gedicht.
So weit besteht noch klare sicht.

Und seh ich licht,
kriegt das gewicht -
so, wie ein brummbass lauthals spricht:
Hoch lebe jeder sinnverzicht!

Doch zerrt mich nicht
vor ein gericht.
Das wäre eine läst’ge pflicht,
mit schreiben wär endgültig schicht.