Mit ‘Liebe’ getaggte Artikel

Liebe bewegt und erträgt die Umgebung

13. 5. 2013

Wäre nur die Musik, ich hätte ein  Mal hingehört und es dann liegen lassen. Elektronisches Geknarze wie Autobahn von Kraftwerk. Und dann setzt so eine Feenstimme ein. Brauche ich das?

Aber Still Corners haben einen, wie ich finde, begabten Kurzfilmer arbeiten lassen. Das Ergebnis zieht mich in seinen Bann: eine Jugendliche betritt festen Schrittes eine Halle, die Rollschuhe auf dem Rücken. Wir sehen, wie sie sich die Schuhe anzieht, dann etwas herumläuft und immer wieder auf die Eingangstür schaut. Zwischendrin schwenkt die Kamera auf Tessa Murray, die Sängerin, hier vorgestellt als Thekenbedienung. Da – ein Junge betritt die Halle. Das Mädchen schaut absichtlich weg. Sie scheint erst vor ihm wegzulaufen, schließlich bewegen sie sich aufeinander zu. Halten sich an den Händen. Eine kleine Romanze

Wir sehen die beiden bei artistischen Versuchen, das Mädchen landet auf dem Boden – und lacht. “Almost a man, almost a woman” an passender Stelle. ;) Die Szene wandelt sich, in der Halle entsteht Disco-Atmosphäre, inklusive Nebel. Auch Tessa trägt plötzlich Glitzerjäckchen. Wieder sehen wir das Paar Hand in Hand über die Fläche gleiten. Das Lied klingt aus, Nebel umhüllt alles.

Eine Romanze an einem unromantischen Ort. Hier mag es nach Bohnerwachs und allem möglichen riechen. Es ist der Ort, an dem die Liebe bewegt. Da lässt sich eine kühle Atmosphäre ertragen. Gegen die der Disco-Nebel nicht hilft. Nur die Liebe.

Und was um alles in der Welt hat das mit Berlin zu tun?

Zum Start der Arbeitswoche  wünsche ich euch, dass die Liebe zu Gutem bewegt, wie immer die Umgebung ausschauen mag!

Dank an Jens Doell!

Gott schreibt dir

15. 1. 2013

Turmrenovierung der katholischen Kirche in Buchholz (Westerwald). Viel weiße Folie. Moment, da steht doch etwas? schwarz auf weiß. (Aufs Bild klicken macht groß und hellt auf!)
Eine Botschaft – wer hat sie verfasst? Die Bauarbeiter? Ein Wagemutiger in dunkler Nacht? Der Finger Gottes?

Da hält der Cherubinische Landpfarrer inne, fotografiert und reimt sich’s zusammen:

Gott selbst schreibt hier durch Menschenhand
die Liebesbotschaft an die Wand.

Turm von St. Pantaleon

Darauf klicken macht groß!

Kleines Rührstück

10. 12. 2012

Jeder kennt solche Momente. Sie aneinanderzureihen und damit eine Geschichte zu erzählen, ist eine schöne Idee. Nicht nur vor Weihnachten: Give a little love.

Zum geistlichen Espresso von heute – 18. 8.

18. 8. 2012

Losung:
Fürchte dich nicht; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.
Jeremia 1,8

Lehrtext:
Ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
Römer 8,15

Zur Losung:
Jeremia, der Bedenkenträger:” Ich bin nur ein Mensch! Ich bin zu jung!” Er will nicht Prophet sein, er ahnt, es kommt Unangenehmes auf ihn zu. Diese Worte sollen (zunächst ihn) ermutigen. Gott vollführt ein Zeichen an ihm, er “reckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.” Was dann kam, war unangenehm, und weiter hinten im Jeremiabuch ist zu lesen, wie es den Propheten fast zerbricht. Es ist nicht so leicht, einen Depressiven zu ermutigen. Auch für Gott nicht. Selbst wenn es ein Prophet ist.

Zum Lehrtext:
Ein “knechtischer Geist”? Wo Luther “Knecht” schreibt, könnte auch “Sklave” stehen. Das ist drastischer, ein Sklave verfügt nicht über sich selbst, er gehört ganz seinem Besitzer. ein Knecht hat noch ein kleines bisschen, was ihm gehört.

Dem Sklaven gegenüber steht hier nicht der Freie, sondern – das Kind. Im Sinne von “künftiger Erbe”. Ich übertrage ich diesen Vers so: “Ihr habt nicht den Geist von Sklaven empfangen und müsst euch deshalb nicht vor Gott fürchten; ihr habt den Geist von künftigen Erben (ihr habt Großes zu erwarten) und habt Nähe zu Gott”

Abba, lieber Vater – ein besonderes Vertrauensverhältnis. Abba – bevor es die Songgruppe aus Schweden gab, war es ein aramäisches Wort für “Papa”. So nahe ist Gott, ein lieber Papa. Da ist dann “kindlich” gut übersetzt. Denn auch mündig geworden bleibt der Mensch ein Kind. Und wohl dem, der dann ein gutes Verhältnis zu Papa (und Mama) hat. Der kann verstehen, wie nahe Gott rückt.

Rätsel ohne Antwort

14. 5. 2012

Ivy Quainoo war eine Überraschung bei der Casting-Show “The Voice of Germany”. Schon ihre erste Single “Do you like what you see” war sehr gut.

Ihre zweite Single finde ich überragend: “You got me“.

Vom Geliebten nicht los kommen, obwohl er offenkundig Schlechtes tut. Liebe lässt sich letztlich nicht begründen oder definieren.

Bei der Liebe zum Leben sehe ich es auch so: Es kann einen enttäuschen, aber irgendwie hängt der Mensch daran, liebt es “from the sweet hello to the bitter good bye”.

Und mit mystischen Schwung wird auch Gott zum enttäuschenden Liebhaber. “Da es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meine Nieren, da war ich ein Narr und wusste nichts; ich war wie ein Tier vor dir. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich in Ehren an.” (Psalm 73, Verse 21 bis 24)

Dennoch bleibe ich stets bei dir – Liebe, die sich mit dem Kopf nicht begründen lässt. Deswegen das Stichwort “Mystik”: Keine Argumentation, sondern ein Liebeslied.  Ein Rätsel und keine Antwort. Unter Menschen auch oft genug. Daher ist es ja genommen.

Von der krisenfesten Liebe

10. 5. 2012

Da durchkämme ich die Charts von unten nach Neuem, und ich kann nur sagen: unter Platz 50 erwartet uns (bei neuen Songs wohlgemerkt!) nur Dutzendware.

Und dann stoße ich auf Emeli Sandé, Next to me. Gehört hatte ich es schon öfters, es hat einen eingängigen Rhythmus und daher kann ich es gut hören. Noch mehr fasziniert mich dieses Video. Es wirkt so, als ob Emeli mehr für ihrer Frisur ausgegeben hätte als für die Produktion des Clips. ;)
Das dann kombiniert mit dem Verzicht auf halbbekleideten Ganzkörpereinsatz, das gefällt mir, denn wenn die Künstlerin im Mittelpunkt steht, dann bitte durch ihr Können.

Und auch noch unplugged, ruhiger, zu Herzen gehend. (Die Handbewegungen irritieren mich, ich sage mir, wir sehen Frau Sandé bei der Arbeit zu.)

Was Emeli Sandé besingt, ist eine krisenfeste Liebe. Mit der Tendenz, den Geliebten religiös zu überhöhen. Das ist riskant: der Andere ist ein Mensch. Aber wie schön, auch mal ein solches Lied zu hören. Nicht Trauer, sondern Vertrauen. Nicht Herzschmerz, sondern Hoffnung.

Beim Namen rufen

19. 3. 2012

Es ist etwas Besonderes, mit dem Namen gerufen zu werden. Gott tut das. (“Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.” [Jesaja 43,1]). Der Erfahrung näher ist es, wenn ein geliebter Mensch das tut.

Vom Zweiten singt Tove Styrke aus Schweden.

Warum dann noch ein zweites Video angefertigt wurde, weiß ich nicht. Ich finde es verstörender als das erste, das schon verwirrend genug ist. (Und das zweite hat mehr Glamour, wohingegen manches bei ersten ärmlicher und einfacher daherkommt. Wobei dieses Fahrrad… nun, weiter im Text.) Beide Clips zeigen, Tove mag es sich zu verkleiden.

Ein Blick auf den Text: Sie beschreibt, ihr bisheriges Leben sei häufig an Grenzen gestoßen. Aber die überschreite sie nun, wenn ER ihren Namen nennt. Eine transzendierende Erfahrung, auch wenn es (nur?) um den Geliebten geht.

Und was war mit Walter Cronkite? Ach so.

Und jetzt mit der Power der Ausnahme-Erfahrungen in die Arbeitswoche!

Dennoch

29. 8. 2011

Wieder einmal habe ich die Charts durchstöbert. Medina, dänische Sängerin, war mir bis jetzt nicht bekannt, hat ein neues Stückchen herausgebracht, das erste, das mir ins Auge fiel. Der Clip zeigt Paare: wir sehen Krisen angedeutet, und zum Schluss berühren sie sich liebevoll, küssen und necken sich. Dazwischen die Sängerin, oft in schwarz, sogar die Finger sind schwarz gefärbt.

(In voller Länge zum Beispiel hier.)

Der Text ist dramatischer:  Er hat sie verletzt, aber sie kann von ihm nicht lassen.
Das berührt mich, weil es wie aus dem Leben gegriffen ist; Beziehungen sind ja nie nur glatt.

Die Beziehung zu Gott auch nicht; manchmal ist er “gegenüber”, feindlich, es geht mir schlecht, kommt das von ihm? “Ich komme dennoch nicht los von dir…”

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand…”

Manchmal sind Liebeslieder wie Gebete und Gebete wie Liebeslieder…

Winterlied

22. 12. 2010

Auch über den Winter lassen sich schöne Lieder machen, nicht nur über das Frühjahr. Hier der Beweis:

Der Text lässt sich gut verstehen, aber sicherheitshalber der Hinweis: Eine Übersetzung gibt es hier.

Nachtrag: Wer was Echtes sehen will und keine Comic-Bildchen, hier, mit Obama drauf:

Spiritueller Espresso ausgegossen

29. 5. 2010

Die zurückliegende Woche war anstrengend. Es gab mehr koffeinhaltigen Espresso als spirituellen.

Um so mehr freut micht die spirtuelle Dosis für heute:

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Römer 5,5

Mir läge es näher, das ausgedörrte Herz sehne sich nach einem  Schluck Liebe. Aber die Liebe ist bereits schon ausgegossen – ist sie aufgebraucht? Hineinhorchen in sich und Aufmerken auf das, was in der Welt geschieht – wo Hoffnungszeichen zu sehen sind – so wird der kräftige Schluck wiederbelebt….


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