Mit ‘Gottesdienst’ getaggte Artikel

Fortbildung 3: Wie kriegen wir das hin?

5. 2. 2013

Vorletzte Woche war ich auf einer Fortbildung zum Thema Gottesdienst.

Wo steht der Liturg oder die Liturgin beim Gottesdienst: Vor oder hinter dem Altar? Unfreiwillig komisch geriet die Äußerung:

“Bei uns wird das Abendmahl von hinten eingeleitet.”

Da möchte man lieber nicht dabeisein. :mrgreen:

Fortbildung 2: Sinnspruch

2. 2. 2013

Letzte Woche war ich auf einer Fortbildung zum Thema Gottesdienst.

“Applaus ist ein gestaltetes Amen.”,
sagte ein Referent.

Wunderbar formuliert. Mit einem herzlichen Gruß an Bedenkenträger. ;)

Kurze Unterbrechung für Waschverweigerer

22. 8. 2012

Vorzeiten habe ich mir Gedanken gemacht.

Andere tun das auch.

Fulbert Steffensky plädiert für eine liturgische Sprachentrümpelung…

23. 1. 2012

http://praedicabo.wordpress.com/2012/01/13/fulbert-steffensky-pladiert-fur-eine-liturgische-sprachentrumpelung/

Daran bin ich hängen geblieben und denke darüber nach…

“Hagebuttentee-Spiritualität”

21. 6. 2011

Jetzt mal etwas aus der kirchlichen Innensicht:
Die Männer und die Gretchenfrage von Axel Reimann. Von einem Insider zur Frage, was Männer am kirchlichen Leben stört. Besser stören könnte.  (Wir erfahren deutlich, was Herrn Reimann stört.)

Verschrieben oder verschrieen

25. 5. 2011

Seine Schrift hatte viele Schnörkel, aber sie war gut zu lesen. Trotzdem schrieb Pfarrer P. manchmal unkonzentriert ins Kirchenbuch. Schon ein paar Mal gab es bei Goldkonfirmationen Überraschungen über seine Einträge.

Dieses Jahr: Unsere Bürofachfrau beugt sich übers Kirchenbuch und schlägt die Konfrimationssprüche der Goldkonfirmanden in der Bibel nach. Bei einem fragt sie mich, ob sie richtig gelesen hat. Doch, da steht “Jeremia 16, 9″. Sie hält mir die aufgeschlagene Bibel hin: “Kann das sein?” Ich lese: “so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort vor euren Augen und zu euren Lebzeiten ein Ende machen dem Jubel der Freude und Wonne, der Stimme des Bräutigams und der Braut.” Sehr ungewöhnlich.

Theomica kommt gerade zum Kopieren ins Büro. Auch sie entziffert 16,9 und ist erstaunt. Gemeinsam überlegen wir, warum Manfred L. diesen Spruch bekam: Ein Raufbold? Ein frühreifer Frauenheld? Was hatte des Pfarrers Zorn erregt?

Wir plädierten auf Irrtum. Angenommen, Pfarrer P. hätte sich mal wieder vertan, was könnte es dann sein? Jeremia 16,19 vielleicht? “HERR, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not!” Treffer! Sehr gut.

Für den Gottesdienst hatte ich beide Versionen in der Tasche. Manfred L. hat freudig die mit der 19 gewählt.

Anmerkungen
Gold: Nach 50 Jahren. Die Feier ist auch für höhere Jubiläen. Der Rekord liegt bei der Konfirmation bei Jubilieren nach 80 Jahren. (Der Jubilar arbeitet noch am 85-jährigen.)
Kirchenbücher: Seit den Achtzigern machen das hier nicht mehr die Pfarrersleut.

Das EG

16. 10. 2009

Was gab es nicht vor 20 Jahren? – 4 -

Etwas für kirchliche Insider: Das Evangelische Gesangbuch. Es löste das EKG, das Evangelische Kirchengesangbuch ab, das so 30 bis 40 Jahre auf dem Buckel hatte. Das EG hat noch mehr Lieder und einen umfangreiche Textteil. Zwischen 1993 und 1996 wurde es in den deutsche Landeskirchen eingeführt.

Viele neue Lieder sind zu finden, Taizé-Gesänge auch. Und der Textteil enthält auch viele grundlegende Texte, wie Auszüge aus Katechismen und Bekenntnistexten.

Das vieleicht größte Manko: Es hat die alte Rechtschreibung. Grund, es in ein paar Jahren zu überarbeiten. Denn irgendwann kommen ganze Schülerhorden daher und sagen: “EG – nicht nur die Rechtschreibung ist veraltet. Typisch Kirche.”

Muss ich nicht haben…

Über die Pflege zarter Pflanzen

7. 10. 2009

Die schöne Stellenannonce von Kraftwort, Kirchenmusikerstelle in Fruststadt, verleitete mich zu einem Kommentar, den ich nicht auf Blogpastor Barnabas’ Blog, sondern hierhin setze:

Pflegeanleitung:

Kirchenmusiker sind Pflanzen besonderer Art. Sie gedeihen im Halbschatten, am besten in Orgelnähe. Alle Vierteljar dünge man sie mit barocken Noten.

Neben viel Luft hilft ihnen zum Aufblühen freundliche Kommunikation. Zum Beispiel sind sie sehr dankbare Geschöpfe, wenn das Pfarrpersonal ihnen länger als 75 Minuten vor dem Einsatz die Lieder mitteilt.

Nur Luft und Liebe reichen nicht. Sie brauchen auch Kies. Allerdings gehen manchen kirchlichen Lieferanten die Vorräte aus. Dagegen hilft nur eine Besinnung auf die Grundanliegen kirchlicher Arbeit. Darüber müsste sich einige Kiesvorräte organisieren lassen.

Exemplare mit Neumusik-Allergie (Lieder nach 1980) sind nicht heilbar. Das beste Gegenmittel zur Milderung der Symptome ist regelmäßig eine  große Dosis Gregorianik.

Herzlich und unkorrekt

8. 7. 2009

Im letzten Gottesdienst lief einiges schief.

  • “Komm in unsere stolze Welt” war das Lied vor der Predigt. Ich hatte der Organistin vergessen zu sagen, dass es nach anderer Melodie gespielt wird. Ich unterbrach den kümmerlichen Gesang, die Organistin spielte wie gewünscht  “Jesus, meine Zuversicht”.
  • Ich hatte Küsterin und Organistin die Lieder nach der Predigt in der falschen Reihenfolge durchgegeben. Also stand ich beim Anspielen der Melodie auf und stellte das klar.
  • Auch die Organistin hatte etwas vergessen. Das ließ sich regeln.
  • Ebenso die Küsterin. Auch das war recht schnell geradegebogen.
  • Auch der Presbyterin unterlief beim Austeilen von Brot und Wein eine klitzekleine Panne.

Der fröhliche Grundton des Gottesdienstes war auch am Schluss noch da. Ein korrekter Vollzug der Liturgie ist schön. Für manche fundamental wichtig. Es tut gut, wenn man nach so vielen Fehlern so vieler Mitwirkender in einer guten Stimmung landet. In unserer Gemeinde zählt das Herz, oft genug.

Die positive Überraschung: Nach dem Gottesdienst, beim Kirchenkaffee, tauchte noch eine Familie aus Berlin auf; der alte Vater war vor Kriegsende hier am Ort evakuiert. Über das angeregte Gespräch kam der Wunsch, mal in den Glockenturm zu steigen. Da die Organistin mit Mann und Kind da war und immer schon mal dorthin wollte, kamen die Drei auch noch mit. Das war eine herzliche Zugabe, die mir auch noch Laune gemacht hat.

Aus Anlass der Konfirmation

2. 5. 2009

Theomix’ Beitrag zur Konfirmation des Jüngsten.

Auch wenn berufsbezogen die Konfis sonst kritischer gesehen werden: Heute haben sie meine Solidarität. Wie gut, wenn eine Feier junge Leute in der Pubertät aufwertet.

Als Zeichen der Solidarität heute dieses Video. Manche Konfirmanden werden die Predigt ähnlich gut verstehen wie Mr. Bean hier:


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