Posts Tagged ‘Geschichte’

Lesestoff zum Beitrag gestern

22. 5. 2014

Ich bedanke mich für euer Interesse und die anregenden Kommentare.

Wesentliche Hilfe für Kopf und Herz erhielt ich durch zwei Bücher von Sabine Bode:

Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen
und
Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation.

Das erste Buch habe ich verschlungen; es half mir die Generation der Nachgeborenen zu verstehen. (Es geht um die Menschen der Jahrgänge 1930 bis 1945.)

Das zweite Buch konnte ich nur häppchenweise verkraften, denn  ich merkte bald: Da bin ich! Auch wenn ich nicht in das Schema passe (20-er-jahrgänge, wohl gemerkt), die Lektüre ließ mich über die eigene  Familiengeschichte nachdenken. Und ich verstand auch, warum manche Gleichaltrige schwere Geschichten am eigenen Leibe und an der Seele ausgetragen haben.

DER EVANGELISCHE RUNDFUNKBEAUFTRAGTE BEIM WDR

12. 11. 2012

See on Scoop.itEvangelische Theologie

Als man Sankt Martin Schande bereitete

Autor: Martin von Tours. Für die Katholische Kirche ein Heiliger. Heute ist sein Gedenktag.

Martin Luther, in der Nacht vom 10. auf den 11. November 1483 geboren, bekam durch die Taufe an diesem Tag seinen Vornamen von ihm. Aber nicht nur deshalb lohnt sich auch für Protestanten ein Blick in dieses Menschenleben.

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer, ich bin Hans Dieter Osenberg aus Saarbrücken. …..

See on www.kirchezumhoeren.de

12. Januar 2012

12. 1. 2012

Wenig Neues, ein paar kleine Denkwürdigkeiten.

  • Vor 100 Jahren waren die letzten deutschen Reichstagswahlen vor dem Ersten Weltkrieg.
  • Vor 10 Jahren starb Cyrus Vance, 1977 bis 1980 Außenminister der USA, im Alter von 84 Jahren.
  • In Indien ist heute Tag der Jugend.

Hier auf dem Blog:

Der kleine Espresso für Kopf und Herz steht hier.

Keine Bange, das soll jetzt nicht jeden Tag so kommen. Am 13. ist noch viel weniger los. (Außer in Schweden inklusive IKEA,  da wird dann Knut gefeiert.)

Und allen Tatjanas und Tanjas sowie allen Ernas und Ernsts einen schönen Namenstag heute!

Ergänzung: Außerdem wird Ilse Härter heute 100 Jahre alt. Ich habe sie einmal vor über 20 Jahren erlebt und war beeindruckt. Eine der ersten Frauen, die zur Pfarrerin ordiniert wurde.

Mein Beitrag zum nutzlosen Wissen, Folge 1

11. 11. 2011

Baltasar Brum

gab es wirklich. Sein Name klingt so, als wäre er ein Bär, der zum Titelhelden eines Kinderbuchs werden könnte.

Er war uruguayischer Präsident von 1919 bis 1923 und hatte danach manchmal eine unglückliche Hand. Mehr steht bei Wikipedia.

Er hat einer kleinen Stadt in Uruguay den Namen gegeben. Sie sieht von oben sehr übersichtlich aus.

Ich fand den Namen zuerst in:
Klaus-Jürgen Matz, Regententabellen zur Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart; München 1980 (dtv 3215), Seite 154.

Und was lest ihr so bei euren Sitzungen? :mrgreen:

50 Jahre danach, Vorgeschichte

13. 8. 2011

Noch einmal “HdG”

2. 7. 2011

Wir besuchten das Haus an Pfingstmontag (an Nichtfeiertagen ist es montags geschlossen) und kamen von der U-Bahnstation. Der Kanzlerwaggon steht weiterhin dort, wie Schillers Glocke (“festgemauert in der Erden”). Neu ist Adenauers Dienstmercedes daneben, der stand vorher im Erdgeschoss. Was war an seine Stelle gekommen?

Wichtigste Änderung im Eingangsbereich: Die Weltkugel hängt auf Drahtgeflecht durchsichtig und silberfarbig von der Decke herab. Weil wir jetzt ja global sind (oder denken oder sonstwie).

Nach Betreten des Ausstellungsbereiches wende man sich nach rechts, es beginnt 1945 mit der Stunde Null, Zerstörungen, Vertreibungen, alles findet Platz. Am Ende des Raums geht es um den bescheidenen Neuaufbau bis 1948. Man wendet sich wieder nach links und geht durch den Bauch eines “Rosinenbombers”. Der war doch früher länger? Und die Dutzend Entwürfe der deutschen Flagge hat man jetzt auch zusammengerafft. Dafür steht jetzt mehr zur Geschichte der “Sowjetzone” da.

Nach rechts, dann ist man wie früher im Miniaturplenarsaal mit den alten Stühlen des ersten Bundestags und kann nach wie vor über wichtige Themen der frühen BRD abstimmen.

Und dahinter, da war mal der Mercedes, der jetzt im  Keller zu sehen ist. Und was steht jetzt da? Der Anfang der DDR. Mit irgendeinem stalinistischen HeldderArbeit-Denkmal. “Aha!”, denkt sich der geneigte Leser, und ein Besuch wird es bestätigen, “die DDR nimmt mehr Raum ein”. Jetzt ist nicht nur der Anfang  Bundeswehr dokumentiert, sondern gleich daneben auch der Beginn der NVA, und den T 34 brauchte man für den 17. Juni 1953.

Dann zieht sich die eine Seite des Hauses wendeltreppenartig nach oben, und dort hat sich wenig geändert, der alte VW–Käfer ist da, das kleine Kino, die Eisdiele mit Jukebox und und… Für das letzte Jahrzehnt hat man ein wenig gestrafft, es soll sicher für die nächsten zehn Jahre noch Raum da sein.

Auf der anderen Seite ist dann das Café. Das haben wir leider links liegen lassen. Es waren zu viele, die wie wir gedacht haben, wer wird am Pfingstmontag schon ins Haus der Geschichte gehen, also machen wir es…

Es hat mich gefreut, “alte Bekannte” wiederzusehen: das Endlosband mit Fernsehserien der 70er und 80er, besonders aber die Kontrollkabine am Grenzübergang in Berlin. Das beklemmende Gefühl vor einem muffelig dreinschauenden Grenzbeamten zu stehen, der ein paar Mal vom Pass zu mir schaut und wieder zurück – es ist sofort wieder da.

Nichts wie raus aus der Kabine! Es gibt noch genügend anderes. Mehr als sich heute berichten lässt.

Das neu eröffnete “Haus der Geschichte” in Bonn

1. 7. 2011

“Zweite Heimat” wäre zu viel des Guten. Aber in den letzten Jahren haben wir das Bonner Haus der Geschichte sehr häufig besucht. Die Kinder hatten Beschäftigung. Erwachsene konnten immer etwas entdecken.

Irgendwann hatten die Kinder genug. Wir Großen fanden auch nichts Neues mehr. Hin und wieder lockten Sonderausstellungen. Und wenn man schon da war, das Museumscafé.

Das Haus der Geschichte zieht sich über mehrere Etagen. Schon in der U-Bahn-Station Heussallee stehen Ausstellungsstücke.

Im Erdgeschoss ist der Museumsshop, die Information und die Garderobe und Räume  für Sonderausstellungen. Schräg rechts an der Info vorbei geht  es zur Dauerausstellung.

So war es und so ist es. Irgendwann wurde verkündet, das Museum werde umgebaut und es kämen neue Ausstellungsstücke. Vor allem ein sowjetischer T-34-Panzer wurde heftigst angekündigt. Was sollte das geben? Wollten die auch  das bewährte Konzept der Dauerausstellung ändern? Um es gleich zu sagen: Nein, das Konzept ist geblieben.

Und weil es so viel zu berichten gibt, morgen mehr. Ich habe nicht alles auf ein Mal schreiben können. Denn wir sind von einer kleinen Tour zurück. Die nächste Abstimmung wird kommen, und mit den Berichten Fotos !

P und X

6. 4. 2011

Gereimtes Häppchen
Kirchengeschichte

“PAX ohne A mit P und X?”,
sagt der Lateiner. War wohl nix.

Und der Grieche lächelt froh:
“Ich seh ein Chi mit einem Rho.”

- Mehr Info hier -

Was war gestern?

31. 1. 2011

Auch ein Gedenktag. Ich lasse die Worte fahren und empfehle trotz des ernsten Themas die Karikatur. Ein Hoch auf Charlie Chaplin!

Neues von Bonebreaker III

3. 9. 2010
Als das U-Boot im Frühjahr 1944 zur Rückfahrt aufbrach, kamen auch japanische Dokumente mit. Insbesondere eine angebliche Bauanleitung erfreute Beil sehr – nur war sie in Japanisch verfasst, und es fand sich kein Übersetzer. Und er ahnte nicht den ungeheuren Betrug, den die japanischen Verbündeten an den Deutschen begingen: Ein gewisser Stefan oder Sebastian Opferkuch, schwäbischer Herkunft, seines Zeichens Leutnant,  hatte das japanische Dokument bei sich, als der Krieg zu Ende ging. In der Aufbauzeit Anfang der Fünfziger machte sich Opferkuch auf nach Tübingen zu einem Experten der frischgebackenen japanologischen Fakultät. Die Bauanleitung für das technische Gerät aus Nippon entpuppte sich – als ein Backrezept für eine Süßspeise auf Reiswaffelbasis. Kurz entschlossen verkaufte er das Rezept an seinen Vetter Hermann Opferkuch, der die Süßware als “Nippon” auf den Markt brachte.

 

Das ist von den deutschen Plänen zum Bau des ersten drahtlosen Fernsprechers übrig geblieben. Eine ungeheure Peinlichkeit für die damalige Expertengruppe, – die zum Teil nach Südamerika auswandern konnte. Nutzen konnten sie ihr Wissen nicht – aber verheimlichen. 65 Jahre lang. Dank Bonebreaker wird dies nun enthüllt…

 

de.wikipedia.org, Benutzer Etmot, CC-by-sa 3.0/de

 

Sehe ich richtig?

10. 3. 2010

Am Montag war ich im großen schwedischen Einrichtungshaus im Süden Kölns. Auf der Ausfahrtschleife fahre ich plötzlich auf einen Riesenkasten zu, der plakatiert ist mit “Robert Ley Outletcenter“.

Hoppla, sehe ich richtig? Ist der Führer der Deutschen Arbeitsfront und damit auch der Freizeitorganisation “Kraft durch Freude” nun gewürdigt, schicken Uniformen braunen Glanz zu verleihen? Oder ist eine harmllose Doppelung die Ursache, hat etwa ein namensgleicher englischer Wollhändler eine deutsche Depandance gegründet?

Die Wahrheit liegt, wie so oft, auf der Mitte. In Euskirchen, in der Nordeifel,  gründete ein gewisser Carl Ley 1893 ein Bekleidungsgeschäft. Der Enkel Robert übernimmt 1953 die Firma und gründet  gleich ein paar Filialen. Und so weiter.

Da der Enkel bei Geschäftsübernahme vermutlich über 20 Jahr alt war, ist die Familie aus dem Schneider. Obwohl, die Namensgleichheit, ist die nur mir aufgefallen?

65 Jahre danach

27. 1. 2010

Damals:
Niemand hat was gewusst.
Niemand hat was gesehen.
Selbst wenn: Richtig deuten konnte es niemand.
Und wir taten nur unsere Pflicht.

Heute:
Wir können alles wissen.
Wir können alles sehen.
Ja doch: Wir sind zugehagelt mit Wissen und Bildern.
Und wir wollen nur unseren Spaß.


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