Posts Tagged ‘Espresso’

Manchmal auch Populäres

29. 9. 2014

Manchmal finde ich einen Nummer-Eins-Hit gut. Auch wenn ich ihn ein Dutzend Mal gehört habe.

Wenn das Leben so bittersüß daherkommt wie hier, dann will ich nicht nur ein Stück dunkle Schokolade zum Espresso legen, dann weiß ich/ glaub ich/ fühle ich, dass ich mit dem Leben verbunden bin und Gott es gut mit mir meint. Das ist untheologisch und trotzdem grüßt die Gnade.

Habt eine erfrischende, wohltuende Woche!

Umkleidekabine

24. 9. 2014

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 24. September 2014

Der HERR hat mich gesandt, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden.
Jesaja 61,1.3

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Matthäus 11,28

Hüpfburg

12. 9. 2014

Losung und Lehrtext für Freitag, 12. September 2014

Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.
Psalm 18,30

Wir überwinden weit durch den, der uns geliebt hat.
Römer 8,37

Weisheit im Espresso: Pläne und so

25. 3. 2014

Eine meiner Lieblingsstellen in der Bibel ist die heutige Tageslosung:

In eines Mannes Herzen sind viele Pläne;
aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.
Sprüche 19,21

Das war für mich das Resümee der biblischen Weisheit, ich habe es am Schluss einer Examensarbeit stehen, in einer eigenen Übersetzung:
Ein Mensch hat viele Pläne im Kopf; aber zustande kommt, was GOTT will.

Damals war ich eben ganz Kopfmensch, da konnten Pläne nur im Kopf entstehen. Dass auch das Herz etwas in Bewegung setzen will und sich vornimmt, habe ich nicht gesehen.Die Schlachter-Übersetzung (von 1951) [so hieß der Übersetzer, es ist keine Berufsgruppenbibel…] ist nah dran bei der Luther-Revision:
Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen; aber der Rat des HERRN besteht. Vermittelnd zwischen Kopf und Herz klingt die Neue Evangelistische Übersetzung:
Viele Dinge nimmt ein Mensch sich vor, / doch zustande kommt der Ratschluss GOTTES.

“Der Mensch denkt, Gott lenkt”, sagt der Volksmund – und im 20. Jahrhundert hat er ergänzt: “Der Mensch dachte, Gott lachte.”

Das Erfahrungswissen sagt auch: Die Pläne des Menschen und der Ratschluss des Höchsten müssen sich nicht widersprechen. Das lässt hoffen. Vom blinden Huhn spricht der Volksmund auch…

Gutes Gelingen wünsche ich, gerade heute.

Und dass nicht jedes Gelingen von Gott gutgeheißen wird, ist auch so eine Sache: Wann merke ich, dass etwas gelungen ist?

Kein bitterer Schluck Espresso heute

11. 7. 2013

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.
1.Thessalonicher 5,18

Das geht. Meist.

Ein wohltuender Vers, der an gewohnten Maßstäben rüttelt.

Espresso-Lichtblick

19. 12. 2012

Da ist einfach zu viel auf dem Schreibtisch. Der Kopf ist voll und leer für Kreatives.

So wärme ich mich heute am ewigem Licht:

Der HERR wird dein ewiges Licht und dein Gott wird dein Glanz sein.
Jesaja 60,19

Glanz – das ist übrigens mehr als nur innerlich strahlen.

einen lichten, glänzenden tag euch allen!

Herbstimpression und Gruß zum Sonntag

6. 10. 2012

Herbstimpression

Regen mit großen Tropfen
Regen mit kleinen Tropfen
Platschregen
Nieselregen

Morgens grau, mittags zwei Sonnenstrahlen, nachmittags grau, abends dunkel. Und so früh. Herb. Herber. Herbst.

Gruß zum Sonntag

Der zweite Espressoschluck:

Ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen und wollen ein Jahr dort zubringen und Handel treiben und Gewinn machen, und wisst nicht, was morgen sein wird.
Jakobus 4,13-14

Planbar ist das Leben nicht. Manches haut einen aus den Schuhen – und zwei Stunden vorher hat man nichts davon geahnt. Gut, wenn es anders kommt. Wenn man über das Wetter maulen kann, weil es gerade nichts Schlimmeres gibt.

Einen gesegneten Sonntag, mit Überraschungen der guten Sorte!

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Von Gott begabt – Losung 26. 8. 2012, Nachklapp

26. 8. 2012

Dass aber ein Mensch essen und trinken kann und sich gütlich tun bei all seiner Mühsal, auch das ist eine Gabe Gottes.
Prediger 3,13

So gesehen habe ich Gottes Gaben reichlich mitbekommen. Wie viele andere auch. :mrgreen:

Aber mal im Ernst, es sich mal gut gehen lassen darf sein. Das gilt auch für alle, die an den Gott Saras und Abrahams glauben.

Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen.
Apostelgeschichte 2,46

Der Lehrtext zählt Essen und Trinken zum Gemeindeleben. Dort “Brotbrechen” und “Mahlzeiten”. Bei uns “Abendmahl” und Kaffee nach dem Gottesdienst, Kuchen bei der Frauenhilfe und das Grillen beim Sommerfest. Für viele haben die Mahlzeiten keinen hohen geistlichen Rang, Doch gemeinsames Essen und Trinken drückt Freude aus über das gute Leben und gehört deshalb dazu.

Zum geistlichen Espresso von heute – 18. 8.

18. 8. 2012

Losung:
Fürchte dich nicht; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.
Jeremia 1,8

Lehrtext:
Ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
Römer 8,15

Zur Losung:
Jeremia, der Bedenkenträger:” Ich bin nur ein Mensch! Ich bin zu jung!” Er will nicht Prophet sein, er ahnt, es kommt Unangenehmes auf ihn zu. Diese Worte sollen (zunächst ihn) ermutigen. Gott vollführt ein Zeichen an ihm, er “reckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.” Was dann kam, war unangenehm, und weiter hinten im Jeremiabuch ist zu lesen, wie es den Propheten fast zerbricht. Es ist nicht so leicht, einen Depressiven zu ermutigen. Auch für Gott nicht. Selbst wenn es ein Prophet ist.

Zum Lehrtext:
Ein “knechtischer Geist”? Wo Luther “Knecht” schreibt, könnte auch “Sklave” stehen. Das ist drastischer, ein Sklave verfügt nicht über sich selbst, er gehört ganz seinem Besitzer. ein Knecht hat noch ein kleines bisschen, was ihm gehört.

Dem Sklaven gegenüber steht hier nicht der Freie, sondern – das Kind. Im Sinne von “künftiger Erbe”. Ich übertrage ich diesen Vers so: “Ihr habt nicht den Geist von Sklaven empfangen und müsst euch deshalb nicht vor Gott fürchten; ihr habt den Geist von künftigen Erben (ihr habt Großes zu erwarten) und habt Nähe zu Gott”

Abba, lieber Vater – ein besonderes Vertrauensverhältnis. Abba – bevor es die Songgruppe aus Schweden gab, war es ein aramäisches Wort für “Papa”. So nahe ist Gott, ein lieber Papa. Da ist dann “kindlich” gut übersetzt. Denn auch mündig geworden bleibt der Mensch ein Kind. Und wohl dem, der dann ein gutes Verhältnis zu Papa (und Mama) hat. Der kann verstehen, wie nahe Gott rückt.

Ohne Neid im letzten Hemd – Espresso plus Blitzgedanken

16. 6. 2012

Losung und Lehrtext 16. Juni 2012:

Du erfreust mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.
Psalm 4,8

Wir haben nichts in die Welt gebracht, darum werden wir auch nichts hinausbringen.
1.Timotheus 6,7

  • Sich nicht vergleichen: das ist schon ein erster Schritt zur Lebensfreude. Gott gibt mir genug.
  • Fürs Leben und darüber hinaus. Das letzte Hemd hat keine Taschen. Warum sie füllen und voll mit sich herumschleppen?
  • Mir und den meisten LeserInnen hier geht es gut. Da ist es wohl kein Verzichtsdenken, wenn man jetzt innehält und sich bewusst wird, was man alles hat – was man vielleicht nicht haben muss…

Der Espresso heute (25. Mai)

25. 5. 2012

Du sollst anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, und fröhlich sein über alles Gut, das  der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.
5. Mose 26, 10.11

Ausgerechnet das ist mein Konfirmationsspruch. Ich konnte zunächst nichts mit ihm anfangen. Selbst heute, da Dankbarkeit eines meiner Themen ist, ist er kein Leitspruch für mich.

5. Mose hat in den Gesetzestexten eine starke soziale Komponente. Auch hier, aber das hat man für die Konfirmation abgeschnitten. Denn so geht es weiter im Text:

.. und deinem Hause, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist.

Der Blick soll also nicht nur ins eigene Kämmerlein gehen, sondern auf die Hausgemeinschaft. Vielleicht sogar darüber hinaus. Zwei Pole: Hier der Levit, also der Tempeldiener, einer, der dadurch eine bevorzugte Stellung vor Gott hat. Dort der Fremdling. Der gar nicht zum auserwählten Volk gehört.

Dem Fremden und dem Frommen – beiden sei also der Reichtum gegönnt, weil der auch meinem Wohlstand nutzt.
Gemeindank geht vor Eigendank.
Dann doch ein guter Leitspruch. Für heute. Mindestens.

Ein Tässchen im Bett?

7. 1. 2012

Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so sinne ich über dich.
Psalm 63,7

Sollte Gott nicht Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er sie lange warten lassen?
Lukas 18,7

Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen
und ermuntert mein Gemüt,
dass ich alle liebe Morgen
schaue neue Lieb und Güt.
Wäre mein Gott nicht gewesen,
hätte mich sein Angesicht
nicht geleitet, war ich nicht
aus so mancher Angst genesen.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.
Paul Gerhardt

Mein spiritueller Espresso im Bett. Wie in Abrahams Schoß: Ich richte meine Gedanken auf Gott, Gott ist nah -und wohlig wird es und warm und Gedanken gehen spazieren und ich bin im Traum.
Ich erwache, was mich erwartet, nehme ich vorweg, hinter der nächsten Sorgenecke steht Gott schon bereit, ich muss ihm gerade sagen: “Du warst es, der auf  mich aufgepasst hat?” Und er antwortet: “Pass auf! Vergiss den echten Espresso nicht!”

Schluck Espresso am Rande

30. 12. 2011

Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch ein anderes Geschöpf uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn!
Römer 8, 38-39

Dieser zweite Espressoschluck des heutigen Tages ist passend zum Jahresende gewählt, es ist aus einer der Lesungen zum Gottesdienst an Silvester (“Altjahrsabend”, wie der liturgische Kalender – und niemand sonst – sagt).

Für mich ist dieser Text wie ein Zufluchtsort für meinen Glauben. Je weniger sicher ich reden kann, um so wichtiger ist es mir, hier den Ausgangspunkt zu haben: Nicht ich halte, ich werde gehalten. Die Liebe Gottes ist da, fängt mich auf wie ein Netz. Und es gibt Lebenslagen, da braucht es etwas, was mich auffängt. Die Liebe Gottes könnte es sein.

Das nur so am Rande…

Frühjahrsimpression – Doppel-Haiku plus Koffein

17. 3. 2011

I)

wenn der frühling kommt
grünt die hoffnung überall
außen wie innen

II)

weit weg ist japan
wie unwirklich die bilder
frei schwebend die angst

Nachtrag

Da fehlt mir noch ein dritter teil,  eine auflösung. Doch die habe ich nicht.

Wieder einmal greife ich zur losung der Herrnhuter brüdergemeine:

Ich will des morgens rühmen deine güte; denn du bist mir schutz und zuflucht in meiner not.
Psalm 59,17

Manchmal hilft es, entgegen der eigenen stimmung zu beten. Psalm 59 ist ein “klagelied eines einzelnen”: einer, der zu unrecht beschuldigt wird, ruft zu Gott; auf der einen seite klagt er, auf der anderen erinnert er sich an seinen glauben und versucht so die alte zuversicht zu wecken.
Manchmal hilft das. Wem?

Am morgen, noch vor tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame stätte und betete dort.
Markus 1,35

Sich in die einsamkeit zurückziehen. Viele würden das jetzt gerne tun. Als flucht. Jesus zog sich zurück, um sich auf etwas großes vorzubereiten. Komme ich aus der flucht zurück? Und was will ich dann tun?

Espresso – italienisch

16. 2. 2011

Der heutige Lehrtext:

Das Licht scheint in der Finsternis.

Johannes 1,5

Lux lucet in tenebris – auf Latein. Der Wahlspruch der Waldenserkirche. Vor  über 25 Jahren habe ich sie kennengelernt: es ist die protestantische, reformierte Kirche Italiens. Wir, Theamice und Theomix, waren auf einer christlich-jüdischen Begegnung im Ökumenischen Zentrum Agape. Und dieses Begegnungszentrum ist Teil der Waldenserkirche. Wir waren dann noch öfters dort, zuletzt 1995. Danach haben wir als Touristen mehrere Waldenserhäuser besucht.

Von Anfang an wurde die Waldenserbewegung verfolgt, un d das änderte sich auch nicht, als sich die Reste dieser Bewegung der Reformation anschlossen. Geographisch bedingt dann der Genfer Richtung. Jahrhundertelang blieb sie auf die Waldensertäler in den Piomenteser Alpen beschränkt. Ab Mitte des 19. Jahrunderts konnte sie sich über ganz Italien ausbreiten, heute hat sie ihren Sitz in Rom. Die theologische Fakultät ist in Steinwurfweite vom Vatikan. Ganz in der Nähe ist auch die “Casa Valdese“, ein Hotel, das für Rombesuche nur zu empfehlen ist. Wie überhaupt die Waldenserhäuser in Italien gute, einfache Quartiere für Städtetouren bieten.

Heute hat die Kirche ca. 50.000 Mitglieder in Italien. Durch die konfessionelle Prägung und die konfessionelle Situation hat diese Kirche in vielem eine antikatholische (besser antirömische) Ausrichtung: schlichte Gottesdienste, bilderlose Kirchen. Und auch politisch wählte man die Antipoden: Christdemokratisch hieß in Italien “katholisch”, die Waldenser waren bei Sozialisten und Kommunisten. Heute nennen sich die politischen Lager anders, aber diese Tendenz ist geblieben.

Das Licht scheint, auch durch diese kleine Kirche. Dass Christsein auch Kampf bedeutet – ohne in Verbissenheit zu enden -, das habe ich von den Waldensern gelernt.


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