Es war wohl in der neunten oder zehnten Klasse, da gab uns die Englischlehrerin einen Fernsehtipp: Um gutes, einfaches Englisch zu lernen sollten wir doch mal nachmittags ins dritte Programm gehen, da liefen die Originalfolgen der Sesame Street.
Knallbunt und peppig waren die Animationen, die Figuren waren wirklich sehr witzig. (Ich glaube, damals hat sie noch niemand “Muppets” genannt.) Und die Rahmenhandlung jeder Sendung spielte in einem Hinterhof einer Hochhaussiedlung.
Und immer begann es damit:
Für deutsche Kinder gab es zunächst synchronisierte Fassungen. Das hakte irgendwie . Und war wohl manchen auch nicht brav genug. Rotzfreche Figuren und Kinder passten nicht für brave deutsche Familien – und ins deutsche Studio kam das deutsche Mittelstandshaus. Wenn ihr wissen wollt, wie sich die deutschen Fernsehverantwortlichen Ende der Siebziger vorstellen, wie Kinder sein sollten, dann seht euch die ersten deutschen Folgen.
Mein Herz hängt weiterhin an dem Original der ersten Jahre.


