Archive for the ‘Weisheit’ Category

Denkwürdig

6. 11. 2013

Johann Peter Hebel: Die leichteste Todesstrafe

Man hat gemeint, die Güllotine sei’s. Aber nein! Ein Mann, der sonst seinem Vaterland viele Dienste geleistet hatte und bei dem Fürsten wohl angeschrieben war, wurde wegen eines Verbrechens, das er in der Leidenschaft begangen hatte, zum Tode verurteilt. Da half nicht Bitten, nicht Beten. Weil er aber sonst bei dem Fürsten wohl angeschrieben war, ließ ihm derselbe die Wahl, wie er am liebsten sterben wolle; denn welche Todesart er wählen würde, die sollte ihm werden.

Also kam zu ihm in den Turn der Oberamtsschreiber: »Der Herzog will Euch eine Gnade erweisen. Wenn Ihr wollt gerädert sein, will er Euch rädern lassen; wenn Ihr wollt gehenkt sein, will er Euch henken lassen. Es hängen zwar schon zwei am Galgen, aber bekanntlich ist er dreischläferig. Wenn Ihr aber wollt lieber Rattenpulver essen, der Apotheker hat. Denn welche Todesart Ihr wählen werdet, sagt der Herzog, die soll Euch werden. Aber sterben müsst Ihr, das werdet Ihr wissen.«

Da sagte der Malefikant: »Wenn ich denn doch sterben muss, das Rädern ist ein biegsamer Tod, und das Henken, wenn besonders der Wind geht, ein beweglicher. Aber Ihr versteht’s doch nicht recht. Meines Orts, ich habe immer geglaubt, der Tod aus Altersschwäche sei der sanfteste, und den will ich denn auch wählen, und keinen andern«, und dabei blieb er und ließ sich’s nicht ausreden. Da musste man ihn wieder laufen und fortleben lassen, bis er an Altersschwäche selber starb. Denn der Herzog sagte: »Ich habe mein Wort gegeben, so will ich’s auch nicht brechen.«

Dies Stücklein ist von der Schwiegermutter, die niemand gerne umkommen lässt, wenn sie ihn retten kann.

Strategie in Sicht

12. 12. 2012

Meine Einsicht: Erst Durchsicht bringt Übersicht.

die kunst des zusammen lebens

27. 9. 2012

den anderen lassen, wie er ist.

bzw. die andere lassen, wie sie ist.

Weisheit der Jugend, August 2012, hier: Lebenspraxis

16. 8. 2012

Ein Drama in drei Akten und einem Bild

1. Akt, Vormittag

Theomica kommt mit einem großen Einkauf nach Hause. Sie ruft die Jugend im Haus (zu diesem Zeitpunkt: 17, 16, 15, männlich und 17, weiblich) und bittet, beim Auspacken, Sortieren und Einräumen zu helfen. Die Gurken sollen “Richtung Keller”:

2. Akt, Mittag

Theomica sucht die Gurken auf der Treppe. Nichts zu sehen. Wo mögen sie sein? Egal, dann gibt es eben keine Gurken im Salat.

3. Akt, Abend

Ein Aufschrei im Kelleraufgang, Von Theomica. Es folgen Sätze wie “Das gibt es doch nicht!”

Bild

Die Welt umarmen…

12. 7. 2012

geht ja gar nicht.
Meine Spannweite ist viel zu gering.

Nicht nur für Espresso

21. 1. 2011

Ein Filter verhindert braunen Brösel.


Weisheit vor Ort

28. 11. 2010

“Adventszeit: Ich hetze von Besinnung zu Besinnung.”

Der katholische Kollege in trauter Runde auf dem Weihnachtsmarkt

Weisheit der Jugend, Oktober 2010

29. 10. 2010

Der Nachwuchs: “Alle außer Tim und ich haben mitgemacht.”
Elternteil: “O, ein Hoch auf deine Grammatik!”
Nachwuchs: “Ja, ich bin ein unbeugsames Nomen.”

Kühlschrankweisheit 9

10. 9. 2010

Da gibt es Menschen, die denken mit. So bekamen wir jetzt eine neue magnetische Weisheit geschenkt:

Irgendwas ist immer.

Das ist ziemlich allumfassend. Vielleicht kann dieser Satz sogar vor Resignation retten.

Lieblingsaphorismen – 5

28. 6. 2010

Wer Zitate forscht,
braucht zum Zitieren Geduld und viele Bücher.

Theomix

Ja, ob das jetzt ein gelungener Aphorismus ist?  Jedenfalls ist meine Aphorismensammlung zusammengeschmolzen: Viele gute Zitate haben ihren guten Autor verloren.

Aber wie schon am Samstag zu lesen war: Gefunden habe ich ein schönes Zitat, ein Lesefrüchtchen. Und in der Bibel stehen auch noch ein paar Originale, die dieser Blog verdient hat.

Lesefrucht – 1

26. 6. 2010

Es kommt nicht nur darauf an, was wir äußerlich in der Welt leisten,
sondern was wir
menschlich geben, in allen Lagen.

Albert Schweitzer, Was sollen wir tun? 12 Predigten über ethische Probleme; Heidelberg, 2. Aufl. 1986, Seite 84

Das habe ich beim Gottesdienst zur Schulentlassung den Schülern mitgegeben. Leisten können und wollen ist wichtig, aber Erfolg ist nicht alles. Um so mehr zählt das soziale Netz. Die Bereitschaft mitzufühlen.

Lieblingsaphorismen – 4

16. 6. 2010

Wer hindert uns eigentlich daran,
das zu tun, was wir von anderen erwarten?

Kurt Martin Magiera

In den Achtzigern bin ich sehr viel mit der Bahn  gefahren. Es gab einige wenige Werbeflächen. Und dort, wo  niemand warb, hatte die Bahnwerbung kluge Sprüche hingesetzt. So habe ich dieses Wort recht häufig meditiert.

Ich fand es je länger desto besser. Denn auf die Länge der Zeit bin ich häufig Menschen begegnet, die genau wussten, was ich beruflich jetzt tun müsste: Mehr für die Alten, sagten die Senioren, mehr für die Jungen, sagten die jungen Eltern. Da war dieser Spruch eine gute Hilfe: Und  was möchtest du tun?

Was möchtest du tun? Antwort war meist, ich möchte doch nur Anregungen geben. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich gesagt: Pfarrerinnen und Pfarrer leiden nicht unter Mangel an Anregungen. Es fehlen aber oft genügend Menschen, die sagen: “Hier bin ich, ich mache gerne mit.” Oder: “Ich habe die und die Idee. Wie kann ich es wann und wo mit deiner Hilfe umsetzen?” Herzlich willkommen!

Und wer ist nun Kurtmartin Magiera? Es gibt kaum etwas über ihn, keine Quellenangabe unterfüttert das Zitat. Noch nicht einmal bei Wikipedia ist er zu finden. Einzig das Lexikon westfälischer Autorinnen und Autoren verrät etwas über ihn: 1928 in Liegnitz geboren, erst Verwaltungsbeamter, dann Feuilletonredakteur, 1975 in Minden gestorben. Diese recht kurze Lebenszeit reichte für den Eichendorff-Literaturpreis 1960. Diese Erkenntnis hilft nicht viel weiter, da seine Werke kaum mehr erhältlich sind. Aber getreu dem Aphorismus will ich die Arbeit ja nicht auf andere abschieben…

Lieblingsaphorismen – 3

8. 6. 2010

Glaube durch Verstand gestützt:
Vogel, dem man eine Leiter bringt, dran in die Luft zu steigen.

Wilhelm Busch

Busch hat sich mit spöttischen Versen einen Namen gemacht. Nach einer sehr skeptischen Phase hat er jedoch auch in Richtung Theologie (hinter)sinnig geschrieben.

Für Busch flattert der Glaube dem Verstand davon.  So sei es. Es ist der Verstand dann eben die Leiter, auf dem der Glaube ausruhen kann…

Lieblingsaphorismen – 2

1. 6. 2010

Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie.

Wilhelm Busch, “Sprikker”

Na, da sag ich lieber nix und mach mir meine Gedanken…

Lieblingsaphorismen – 1

25. 5. 2010

Fairness ist die Kunst,
sich in den Haaren zu liegen,
ohne die Frisur zu zerstören.

(Gerhard Bronner zugeschrieben.)

Schön vieldeutig…


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