Archive for the ‘Glosse/Zunge – Kopf’ Category

Trinkfeste Buchstabenweisheit

25. 7. 2014

In jeder Tasse ein paar Asse.

In jeder Flasche eine Lasche.

In jedem Sprudel ein Rudel.

Buchstabenweisheit, Fortsetzung

10. 7. 2014

Im Kreis gibt’s Reis.

Und im Reis das Eis.

In der Freiheit steckt die Reihe.

Und im Verhängnis der Ruf “Erhäng!”

Zuletzt: das Glücken enthält Lücken…

Buchstabenweisheit

9. 7. 2014

“Unter jedem Dach ein Ach,” zitierte die Friseurin meines Vertrauens eine Weisheit ihrer Mutter.

Das stimmt. Und nun möchte ich weise ergänzen:

In jedem Kübel ein Übel.

Unter jeder Leiter Eiter.

In jedem Sturm ein Turm.

Und in jedem Reim ein Ei.

 

 

der bund der egoisten

25. 6. 2014

ich sei, gewährt mir die bitte,
in eurem bunde die mitte.

der bund der blogger

18. 6. 2014

ich sei, gewährt mir die bitte,
in eurem bunde der
fünfundachtzigtausendsechshundertsiebenunddreißigste

frei nach schillers blogbeitrag ‘die bürgschaft’

Egal wie, Hauptsache anders

17. 6. 2014

Christian Morgenstern:

Der Ästhet

Wenn ich sitze, will ich nicht
sitzen, wie mein Sitz-Fleisch möchte,
sondern wie mein Sitz-Geist sich,
säße er, den Stuhl sich flöchte.

Der jedoch bedarf nicht viel,
schätzt am Stuhl allein den Stil,
überlässt den Zweck des Möbels
ohne Grimm der Gier des Pöbels.

Mein Großvater war’s (Tag des Purzelbaums wird 5)

27. 5. 2014

Ich hätte irgendwann sagen sollen, es sei die Idee meines Großvaters gewesen. Nun hängt er mir an:
der Welttag des Purzelbaums.

Dieses Jahr will das regionale Öffentlich-Rechtliche darüber berichten.
SWR, Landesschau Rheinland-Pfalz, 18:45 Uhr.

Und dann das: Ich kann die Sendung nicht sehen, weil ich dann beschäftigt oder unterwegs bin. Mir bleibt zunächst die Mediathek.

Nachtrag: Hier zum Anschauen:

http://www.swr.de/landesschau-rp/pastor-aus-westerwald-ruft-auf-zum-welttag-des-purzelbaums/-/id=122144/did=13475532/nid=122144/1bl2h2r/index.html

Tränen nachweinen?

21. 5. 2014

- Fragmentarische Gedanken -

Als mein Vater, einer aus den 20-er Jahrgängen, am 8. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft ging, musst er seine Waffen abgeben. Er habe, so hieß es, dabei Tränen in den Augen gehabt.

Zu allen Verbrechen, die die Nazis angestellt haben, können wir ihnen auch das auf die Rechnung schreiben: Sie hatten die Köpfe und meist auch die Seelen der jungen Leute besetzt. Ganze Jahrgänge waren, sofern sie es körperlich überlebt hatten, seelisch verheizt worden.

Nach dem Krieg galten die angeeigneten Werte von einem Tag zum anderen nichts mehr. Waren nun ins Gegenteil verkehrt: Man hatte an Verbrechen mitgewirkt.  Ich stelle mir vor, es gab eine große Leere in den Seelen.

Was kam stattdessen? Das Gefühl, ein niedergeschlagenes Land wieder aufzubauen; später, Wohlstand erreicht und etwas geleistet zu haben.  Obendrauf ein bisschen angelernte Demokratie, darunter noch die aufgesogene Ideologie. Gepaart mit sentimentalen Erinnerungen an Lagerfeuerromantik. Lieder am Feuer zur Klampfe ziehen immer, egal, welche Texte man singt.

Die 20-er Jahrgänge haben ihre Jugend und die ersten Jahre des Erwachsenseins vergeblich geopfert. Sie wurden zu Tätern und Mitläufern. Sie waren nicht alt genug, um ausreichend Alternativen zu kennen. Oft erkennt man eine Befreiung erst spät. Sehr spät. Manche von ihnen konnten es nie.

Das “Esdichgab”

30. 4. 2014

Was mag das sein, auf der Kranzschleife am Rande einer Bestattung?
Wir ahnen es: Eine Mischung aus Flüchtigkeit und Abhandenkommen einer Konjunktion. Eine Inschrift mit der Exaktheit der Chat-Grammatik. So oder so, ein Gruß aus einer anderen Welt.

Am Rande einer Bestattung

Am Rande einer Bestattung

Verkorkstes Stöckchen

24. 4. 2014
  1. Öffne das links von dir am nächsten liegende Buch, öffne es auf Seite 1070, nimm den am vollständigsten klingenden Halbsatz von unten und schreibe ihn in deinen Blog.
  2. Dann wirf das Stöckchen an 120 andere Blogger. Wenn dir das nicht möglich ist, erfinde innerhalb der nächsten fünf Jahre ein neues Stöckchen.

Na dann bitte sehr:

  1. Immer nur Wein oder nur Wasser trinken.
  2. Ich verlinke schon mal vorsichtshalber auf den Blogbeitrag vom 24.04.2019.

Landleben als Spracherziehung

3. 4. 2014

Neulich ging ich zu einem Hausbesuch querfeldein. Wirklich quer übers Feld. Mich beschlich die Frage: Wer schreitet heute noch querfeldein? Wo die Zahl der Landbewohner und -innen so klein ist im Verhältnis zur Zahl der Stadtinsassen:

Das Wort ist noch Titel für alle möglichen Aktionen, Projekte und Druckwerke – aber verbunden mit einem Verb, das Bewegen ausdrückt: kaum noch…

Wäre an diesem Tag Regenwetter gewesen, ich wäre ja längs der Straße gegangen. Was ebenso ein seltener Ausdruck ist. Aber er passt, denn nicht alle Straßen hier haben einen Bürgersteig.

So gesehen ist das Landleben  auch eine Art Spracherziehung.

Immer wieder von vorne

23. 11. 2013

Wenn ich wüsste, wie gut es mir geht, könnte es mir richtig gut gehen.
(Antonius Bodenstein)

Das war schon auf Facebook und Google Plus. ich darf es meinen weiteren Blogleser/inne/n nicht vorenthalten.
Es gibt die abgeleitete Variante: “Wenn wir wüssten, wie gut es uns geht, könnte es uns richtig gut gehen.” Sie geht eindeutig auf Bodenstein zurück. (A. Müller, Bodensteins Erben, Kapitel 5.)

Unterrumpelt

5. 11. 2013

Wie bitte? Was?

Unterrumpeln ist das Gegenteil von überrumpeln. Und das kennt jeder.

Eine Mail im Spam-Ordner (am 30. Oktober)  hat mich neulich unterrumpelt. Ich drucke sie hier ab.

Spparrkasse

Sehr geehrter Kude,

Unsere Bank hat eine Generalßberholung , die oder rutschen Fehler unterzogen.
Bitten laden Sie den Anhang unde nett zu Ihren Daten und Kontoinformationen sicher zu aktualisieren
Wenn Sie unsere Leistungen gab, ignorieren Sie bitte diese Nachricht.

Danke.
Wir alle kennen und respektleren
sparkasse

Walter Ulbricht und das Internet

24. 10. 2013

“Firewall ohne Beton? Wie geht das?”

Grenze, Zäune, Mauern, Wachttürme…

3. 10. 2013

Nach einer Besinnung im aktuellen Gemeindebrief zu Fotos von der früheren Grenze.

Die Grenzen sind gefallen. Nur noch Reste erinnern an diese irrwitzigen Grenzsperren. „Die Betroffenheit, wenn ich die Grenzanlagen sehe und betrete, wird mich nie verlassen. Ich gehe auch heute wie ein Träumender über Anlage und kann es immer noch nicht glauben. Schon ist er da, der typische ‚DDR-Geruch‘ eine Mischung zwischen Trabi-Abgasen und verbrannter Braunkohle, die sich wie Mehltau über die Landschaft legte.“ So beschreibt Hao seine Eindrücke an einer frühere Grenzanlage. Es war bedrückend. Und es ist nun vorbei, seit fast 24 Jahren. Gut so!

Die „Mauer in den Köpfen“ hielt länger. Steht sie noch heute?
Andere Grenzen werden wichtiger: An den Rändern Europas sollen Flüchtlinge ferngehalten werden. Wir nehmen es kaum wahr, es ist weit weg.

Unsichtbare Wachttürme spähen uns am Telefon und im Internet aus. Die Stasi ist Vergangenheit, die Geheimdienste der anderen Staaten arbeiten weiter. Das haben viele übersehen. Überwachung können wir nicht spüren und wahrnehmen.

Grenzen gibt es weiterhin, Mauern, Hürden, um Grenzen zu überschreiten. Bewachung und Aushorchen hat nicht abgenommen. An einem Punkt haben wir es besser als vor 25 Jahren. Darüber können wir uns freuen. Machen wir etwas daraus?


Neckar-Hanseatin

Erlebnisse einer Zugereisten

bittemito

Käthe Knobloch. Bitte mit O. Erst ein Ä und dann zwei O.

Der Seiltänzer

Filme machen, Worte stellen, Dilettant sein.

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Reflexion - Melanie Coupar

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"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd." (chinesische Weisheit)

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