Ja, der Kopf kann zur Dreieinigkeit eine Menge sagen. Vielmehr, er könnte. Hätte ich in Systematischer Theologie und der Geschichte der ökumenischen Konzile besser aufgepasst. Nein, ich habe gut aufgepasst, es ist nur eine verdammt schwierige Materie, der ich durch mangelnden Gebrauch entwöhnt bin. Kurz: wer Genauses wissen wil, schlage die Dogmatiken und Dogmengeschichten auf.
Der Seele ist die Trinität wie ein guter Cappucino: Ein Teil ist der heiße schwarze Kaffee, ein anderer die vollendet geschäumte Milch, und als Drittes passend die Beigaben: die Kakaoprise, und Zucker nach Belieben. Wer ist nun was, welcher Bestandteil entspricht wem? Ach, der Seele ist das so was von egal – das Ergebnis zählt, die Komposition. An ihr erlabt sie sich, die Seele, die Mystikerin.
Ich sehe, den Wunsch erfülle ich noch nicht. Ein zweiter Versuch muss her. Also demnächst mehr davon.
19. 10. 2008 um 16:32
NICE TRY!
Jemand hatte auch schon vor Jahren versucht, es mit mit den drei Aggregatzuständen von H2O zu erklären. Das war eine kurzweilige öffentliche Predigt an Trinitatis mit elektrischem Wasserkocher und Eisbeuteln….
Ganz egal! Mit gefällt der Santo Spirito! Ich spüre ihn (sie?) ganz oft um mich herum und in mir und an mir wirken.
So was in Dogmatik zu packen ist sehr schwierig!
Nur mit unserer katholischen „Vier“faltigkeit tue ich mich schwer, doch das ist ein anderes Thema, gell?
2. 2. 2009 um 21:14
Pfingsten 2002 fiel mir wieder mein Firmunterricht bei Bruno Schüller SJ damals noch Diakon später Prof für Moraltheologie ein.
“Die Liebe zwischen Gott Vater und Gott Sohn ist so groß, dass sie, die Liebe, eine eigene Person wird.” brachte er uns ganz engagiert bei.
Ich staunte noch mal ganz kindlich über dieses Gedankenkonstrukt. Boooh, die Liebe ist so groß, dass sie eine eigene Person wird.
Rast fünfzig Jahre später staune ich erneut, ich weiß natürlich nicht, ob ich alles so richtig in Erinnerung habe, welches Männergottesbild sich mit dieser Aussage bei mir verfestigt hat.
Heute bedeute für mich diese Erklärung, eine direkte Aufforderung zur Homosexualität und zur Aufforderung zur Pädophilie.
Die natürliche Antwort lautet: Die Liebe zwischen Mann und Frau ist so groß, dass daraus eine eigene Person wird. Da die Gnade auf der Natur aufbaut, ist hier, ich fürchte seit den Kirchenvätern, Schindluder mit der frohen Botschaft getrieben worden. Deswegen hat Jesus auch am Kreuzweg zu den weinenden Frauen gesagt: „Weint nicht um mich, sondern um euch und um eure Kinder.“ Er hat gewusst, dass die Verelendung der Frau und damit der Frucht ihres Leibes weitergehen würde.
2. 2. 2009 um 21:44
Inzest in der Trintät? Auch recht unkonventionell gedacht.
Gnade auf der Natur aufgebaut – das ist aber weiterhin tief katholisch, nicht wahr?
Als in unserer Landeskirche über die Segnung Homosexueller debattiert wurde, sagte mir ein Kollege: „Alles nicht so einfach. es gibt ja einige, die meinen Homosexualitzät wäre heilbar.“ „So?“, sagte ich. „Es gab auch Zeiten in der Kirchengeschichte, da meinte man, Sexualität wäre heilbar.“
3. 2. 2009 um 00:46
Sehr gut!
Aber Hass und Rache ist heilbar und Kriege können damit vermieden werden.
Es gibt einen tödlichen Kreislauf. Ablehnung der Sexualität , Ablehnung der Gefühle, Ablehnung der Frau summiert sich in der Ablehnung des Kindes, als Ergebnis der Sexualität. Daraus entsteht Angst, Hass und Rache.
Darein ist Jesus geboren als nichteheliches Kind, Flüchtlingskind, aus königlichem Geschlecht, Sohn eines Handwerkers. Der die Zusage bekommen hat: „Du bist mein geliebter Sohn, an Dir habe ich mein Wohlgefallen.“
Wir haben dem Menschen das Natürliche genommen und damit das Göttliche. Es gibt keine Trennung von Gott, das ist ein Werk der Lüge und der heimlich schleichenden Schlange der Macht.
3. 2. 2009 um 08:35
In der Tendenz stimme ich zu.
Für Johannes war Jesus durchaus eheliches Kind Josephs. Geflohen ist er nur nach Matthäus. Jesus stellt doch nach klassischer Dogmatik die Ebenbildlichkeit wieder her. Dass sie jemals defekt war, bestreitet die jüdsiche Exegese.
Nach Paulus befreit Jesus von der Sünde – radikal gedacht. Wer zu Christus gehört, kann Verfehlungen begehen, aber nicht mehr sündigen. Wenn man diese Stelle nicht zugedeckt hätte, wäre nichts mit der katholischen Beichtpraxis, Luther hätte die Reformation mit einem anderen Gewissensproblem beginnen müssen und Karneval könnte sich eine andere Begründung suchen…