Schafe, Sünde und Auffangnetz: 1. Das Schaf

By theomix

In Thomas’ Kommentar stoße ich auf „Sündenbezichtigung mit instant Auffangvorrichtung für gefallene Schafe“.

„Was sollen wir nun sagen?“ (Römer 7,7) Ist der Mensch denn ein Schaf?

Natürlich nicht, ein  Schaf ist ein Schaf und der Mensch ist ein Mensch. (Und meistens kann man beides unterscheiden ;-) ) Aber wo der „Hirte“ allgemeiner Titel geworden ist (was das Johannes-Evangelium ablehnt!), sind die anderen die Schafe. Das widerspricht dem mündigen Christsein. Der aufrechte Gang ist eben dem Menschen eigen, nicht dem Schaf.

Aber ach, wer kennt sie nicht, die regressiven Bedürfnisse: sich schlecht fühlen und ganz klein sein. Ach Mama, das tat gut: Mit Grippe im Bett liegen und verwöhnt werden. Klein sein dürfen und schwach, nicht mehr selber groß sein müssen und irgendwas verantworten – auch das ist beim Menschen da. (Oder wirklich nur bei mir?)

Auswertung und Ausblick:

  1. Ich ziehe die Mündigkeit vor. Aber manchmal fühle ich mich wohl mit gutem Hirten. Was macht der mündige Mensch mit seiner Regression?
  2. Auch eine Riesenherde Schafe kann keine Armee bilden. Schafe stehen für friedliches Verhalten.
  3. Den Pastoren, den Hirten, wirft man oft vor, sie würden andere entmündigen. Wer bis hierher gelesen hat, versteht: das ist paradox. Hirten haben nun einmal Schafe (oder andere Herdentiere) zu hüten…

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14 Antworten zu „Schafe, Sünde und Auffangnetz: 1. Das Schaf“

  1. rotegraefin sagt:

    Ach, ich möchte so gerne vom guten Hirten nach Hause getragen werden.

    Aber als Lamm unter die Wölfe im Schafspelz geschickt, habe ich mir die Wolfsnatur ganz schön angewöhnt und mich zur Schäferhündin des guten Hirten gemausert, dem ich die schwarzen Schafe verbelle.

    Heute waren wieder ganz viele schwarze Schafe da wuff! Ich will auf den Arm und gestreichelt werden und ein Lob hören:“ Brav gut gemacht!“
    Ob das einer versteht?

  2. theomix sagt:

    Ja, wenn ich das jetzt so mache, werde ich jetzt auch wieder gebissen? Nö, hab Schutzhemd an und die tolldicken Handschuhe.
    Nebenbei: Können Schafe etwas anderes als blöken?

  3. rotegraefin sagt:

    Stimmt auch wieder!
    Aber ich mal gesagt ich will in keinen Himmel, von dem ich weiß, dass es eine Hölle gibt.
    Irgendwie komm ich aus der Nummer nicht mehr raus. Seufz :(

  4. theomix sagt:

    War da nicht der Witz vom Himmel mit dem Stöhnen hinter dem hohen Zaun?

  5. rotegraefin sagt:

    Erzählen! kenn ich nicht!
    Ich kenn nur einen vom Rosenkranz und vom Eichhörnchen!

  6. theomix sagt:

    Ja, die meisten imNetz erzählen ihn als Höllenwitz. Gut kopiert ist besser als selbst geschrieben:
    Ein Mann stirbt, nachdem er sein ganzes Leben lang jede Sünde begangen hat, die die Bibel kennt. Er wacht auf einer grünen Wiese auf, blauer Himmel, die gebratenen Tauben fliegen ihm in den Mund… Natürlich wundert er sich, der Ort, wo er gerade ist, sieht eher wie das Paradies aus. Er steht also auf und fängt an herumzugehen, bis er auf einen anderen Typen. Natürlich nutzt er die Gelegenheit und fragt den anderen, wo er denn hier wäre. „Du bist in der Hölle.“, antwortet dieser. Der Mann wundert sich noch mehr, geht aber weiter. Auf einmal sieht er einen riesigen Bretterzaun. Man hört hinter dem Zaun stöhnen und Schreien. Er fragt den Typen von vorhin. und fragt, was denn das hinter dem Zaun wäre, wenn er doch selbst schon in der Hölle ist. Der Typ schaut ihn etwas mitleidig an und antwortet: „Das dort drüben ist auch die Hölle, und zwar für die Katholiken. Aber die wollen es ja auch nicht anders.“

  7. rotegraefin sagt:

    Von wegen wir haben auch Humor:
    Übrigens war meine Mutter ehemals ev. und preußisch streng.

    „Ein Junge sitzt vor dem Haus und spielt mit den Rosenkranz. Erwirbelt ihn mal rechts und mal links im Kreis herum. Da kommt der Pfarrer vorbei und ermahnt den Jungen, dass er das nicht tun dürfe. Er solle sich mal vorstellen, in jeder Perle säße ein kleines Jesuskind. Der Junge nickt brav. Der Pfarrer geht befriedigt über seinen erzieherischen Erfolg seines Weges. Der Junge guckt sich noch verwundert den Rosenkranz an und sagt mit mal: „Halt euch fest Jungs jetzt geht’s rund!“

  8. theomix sagt:

    Danke! ich gebe zu, den kannte ich. Aber er war meinem aktiven Wortzschatz entglitten
    Und Eichhörnchen? Das liebe Jesulein?

  9. theomix sagt:

    Dafür kann ich eine katholische Urgroßmutter aus Belgien vorweisen…

  10. theomix sagt:

    Es gibt noch einen mit HIMMEL und Zaun. der ist wie der mit der kalten Küche…

  11. rotegraefin sagt:

    Ja mit dem lieben Jesulein.

    Bitte noch weiter erzählen. Tut einfach gut.
    Hast Du die noch kennengelernt, Deine Urgroßmutter?

  12. theomix sagt:

    :-)
    Und noch ne Kopie:
    Ein Mensch ist gestorben und erhält von Petrus eine Führung durch den Himmel. In jeder Ecke sitzen Gläubige einer anderen Konfession und genießen die ewigen Freuden. Schließlich kommen sie an einem hohen Zaun vorbei und Petrus bittet den Menschen, jetzt ganz leise zu gehen und kein Geräusch zu machen.
    „Wieso?“, fragt der Verstorbene verwundert.
    „Hinter diesem Zaun sind die Zeugen Jehovas, wir lassen sie im Glauben, sie seien allein im Himmel.“

    Und der mit der kalten Küche wird selbstgeschrieben -als Beitrag…

  13. rotegraefin sagt:

    Ich kenn den nur mit dem Schluss „hinter dem Zaun sitzen die Christen, sie leben in dem Glauben sie sind allein.“
    Ein kleiner und doch sehr feiner Unterschied.

  14. theomix sagt:

    Serh fein grobschlächtig? Nö, das kann man ja nicht den Christen insgesamt unterstellen. Aber es gibt Gruppen, die bleiben gerne unter ihresgleichen. Der Bischof von Rom gehört auch dazu.

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